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Weiteres vonAlexander Wendt


Correctiv, Wannsee und der Moralputsch der Wohlgesinnten

Die Berichte über einen angeblichen Potsdamer Deportations-Geheimplan enthalten zwar kaum Substanz, bewirken aber viel: Ihre politisch-mediale Verwertung zielt auf die Errichtung einer autoritären Postdemokratie. Das Land steht tatsächlich an einem Kipppunkt – aber anders, als viele im politisch-medialen Komplex suggerieren

Der Text, der auf vielfachen Wunsch öffentlich-rechtlicher Anstalten, von Politik und der staatlich finanzierten Zivilgesellschaft einen Wendepunkt darstellen soll, veröffentlicht auf der Plattform Correctiv unter der Überschrift „Geheimplan gegen Deutschland“, hebt so an: „Es ist der Morgen des 25. November, kurz vor neun Uhr, ein trüber Samstag.

Der neue Pöbelaufstand, bei dem keine Gefangenen gemacht werden

Die Reaktion der Moralelite auf die Bauernproteste zeigt vor allem eins: eine abgrundtiefe kulturelle Verachtung für die Peripheren. Dass Progressive mit reinstem Gewissen nach unten treten, hat eine längere Tradition. Sie würden noch ganz anders strafen, wenn sie könnten

Es gibt ein historisches Datum, einen Stichtag, der die offizielle Einführung der Verachtung nach unten in die Welt der neuzeitlichen Progressiven markiert. Am Abend des 9. September 2016 bat die damalige demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton zusammen mit der LGBTQ-Gemeinschaft der Stadt zur Spendengala in der Cipriani Wall Street, New York City.

Das Haupthaar der Populisten

Die Liste der dümmsten Medienbeiträge des Jahres 2023 zusammenzustellen fällt wieder sehr, sehr schwer. Erstens, was die Platzierung angeht. Und zweitens können wir beim besten Willen nicht alle Kandidaten aufnehmen – irgendwann sind die Kapazitäten einfach erschöpft

Die wichtigsten Informationen finden sich schon in der Überschrift: Der Platz reicht unmöglich für alle. Außerdem qualifizieren sich schon aus formalen Gründen nicht alle Kandidaten für das Gerangel um Platz eins.

Ein großer Dank an alle Leser für dieses Jahr. Und die allerbesten Wünsche für 2024

Es läuft immer auf den Wunsch nach dem dreizehnten Monat hinaus. Oder nach der fünfundzwanzigsten Stunde. Beide wären so wertvoll wie das zusätzliche Zimmer, das die meisten gern für ihre Wohnung hätten, unabhängig von deren Größe. Der Autor jedenfalls weiß gar nicht, was ihm bei der Auswahl lieber wäre, die Zusatzstunde jeden Tag oder der Extramonat am Ende, tendiert aber zur zweiten Erweiterungsmöglichkeit.

Warum Publico auch den Weihnachtshassern ein frohes Fest wünscht (und allen anderen natürlich erst recht)

Es gibt viele Arten, Weihnachten wahrzunehmen. Der eine nimmt den theologisch-philosophischen Weg mit dem ersten Satz des Johannesevangeliums: ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ Λόγος καὶ ὁ Λόγος ἦν πρὸς τὸν Θεὸν καὶ Θεὸς ἦν ὁ Λόγος, den die Züricher Bibel bessert trifft als die Einheitsübersetzung, da näher am Sinn des Originals: „Im Anfang war das Wort, der Logos, und der Logos war bei Gott, und von Gottes Wesen war der Logos“.

Publico Lesezeit:
Bücher für lange Winterabende

Der kalendarische Winter beginnt gerade. Politisch kommt eine Zeit des gesteigerten Missvergnügens, dazu gibt es feuchte Kälte an kurzen Tagen. Andererseits, lange Abende lassen sich mit guten Büchern auch behaglich einrichten. Publico gibt wie jedes Jahr Empfehlungen – neue Bücher von 2023 und (Wieder)entdeckungen aus dem großen Literaturfundus der Vergangenheit.

Die Redaktion wünscht ein friedliches Fest – und lange, angenehme Lesestunden.