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Linke Amoralisten

Seit der „Erklärung 2018“ heißt es oft, die Migrationspolitik Merkels sei vielleicht naiv, dafür aber moralisch. Nichts könnte falscher sein.

Ein regelmäßig wiederkehrender Einwand gegen die „Erklärung 2018“ lautet, sie sei eine Erklärung, „die Flüchtlingen die Solidarität aufkündigt“ (Thomas Assheuer in der ZEIT), sie richte sich gegen „die Schwächsten und machen sie zu Sündenböcken“, so eine Autorin namens Eva Leipprand, Vorsitzende des deutschen Schriftstellerverbands.

Der Topos dient zur moralischen Erhöhung seiner Urheber und zur Herabsetzung aller Unterzeichner der „Erklärung 2018“: die einen stehen edel an der Seite der „Schwächsten“, die anderen vergreifen sich an ihnen.

Nun lässt sich weder im ursprünglichen Zwei-Sätze-Text der Erklärung noch in dem nicht wesentlich längeren Petitionstext überlesen, wer sein Adressat ist: nicht die Asylbewerber in Deutschland, sondern die Bundesregierung und die Parteien des Bundestags. Die Petition fordert die Einsetzung einer Kommission, die Vorschläge für eine Rückkehr zum gesetzlichen Zustand an der Grenze vorlegen soll, zur Überwindung des Kontrollverlusts im Inneren (wozu gegenwärtig auch gehört, dass nur die wenigsten abgelehnten Asylbewerber das Land verlassen), und die drittens – das ist ein ständig übersehener Punkt der Debatte – eine Politik entwickeln soll, die dazu führt, dass Deutschland seine Hilfe dorthin bringt, wo sich die tatsächlich Bedürftigsten finden. Denn die Alten, Kranken, Schwachen, Kinder, diejenigen, die keine Schleuser bezahlen können, schaffen es gar nicht an die deutsche Grenze. Sie benötigen wirklich dringend Hilfe, um zu überleben. Anders als die jungen Männer aus Afghanistan, Tunesien, Algerien, Gambia und Nigeria, die an der deutschen Grenze vorstellig werden. Diese sind nicht nur nicht bedürftig; mit tausenden von ihnen dringen Kriminalität und ein aggressiver Islam nach Deutschland ein, beides in einem Maß, das die liberale Ordnung in ihrer Existenz bedroht. Nicht unbedingt in den gentrifizierten Altbauvierteln, in denen Journalisten und Kulturlinke Fensterreden für die „Solidarität mit den Schwächsten“ halten. Aber an der Peripherie – dort, wo die einheimischen Schwachen wohnen.

In einem Gastbeitrag im „Tagesspiegel“ schreiben Vera Lengsfeld und der Autor, beide Initiatoren der „Erklärung 2018“:

„Inzwischen ist klar, dass die Masse der Einwanderer, überwiegend junge Männer, keine politisch Verfolgten oder Kriegsflüchtlinge waren. Trotz großzügigster Auslegung der Gesetzlichkeit ist nur einer Minderheit der Flüchtlingsstatus oder Asyl bewilligt worden.

Wir wollen die Migrationspolitik vom Kopf auf die Füße stellen. Wir wollen das Asylrecht auf seinen Zweck zurückführen, nämlich Hilfe für politisch Verfolgte und Schutz auf Zeit für tatsächliche Kriegsflüchtlinge. Wir wollen zum gesetzlichen Zustand an der Grenze und zum Dublin-Verfahren zurückkehren. Wir wollen den Kontrollverlust im Inneren überwinden: Die endgültige Ablehnung des Asylantrags muss auch das Ende der Geldleistungen und Abschiebung bedeuten.

Wir wollen ein Einwanderungsgesetz, für das die Politik seit Jahrzehnten zu feige war. Wir wollen Hilfe zu denen bringen, die sie am nötigsten haben, also zu Frauen, Kindern, Alten, Kranken. Das, was bisher stattfindet, ist ein darwinistisches Wettrennen an die deutsche Grenze, das überwiegend rücksichtslose junge Männer gewinnen.“

Die Migrationspolitik vom Kopf auf die Füße zu stellen bedeutet also dreierlei:

• Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit

• Hilfe für diejenigen, die die Hilfe am dringendsten brauchen

• Ein Einwanderungsgesetz, das denjenigen eine Chance gibt, die mit guten Qualifikationen und Integrationswillen nach Deutschland kommen.

Noch einmal zurück zu der Frage, wer tatsächlich solidarisch mit den Schwächsten ist. Derzeit haben sich nach Angaben der UNO weltweit etwa 65 Millionen Menschen aufgemacht, um Schutz vor Krieg und Verfolgung oder ein materiell besseres Leben zu suchen. Nur zehn Prozent davon gelangen in die westlichen Staaten. Die anderen kommen unter oft miserablen Bedingungen in ebenfalls relativ armen Nachbarländern unter. In einem als Gegenaufruf zur „Erklärung 2018“ gemeinten Text von überwiegend linken Kulturbetriebsleuten heißt es: “Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Armut in unserem Land Zuflucht suchen.

Was heißt das nun angesichts der Tatsache, dass weltweit mehr als eine Milliarde Menschen von weniger als 1,25 Dollar pro Tag leben? Dass allein in Afrika 230 Millionen Menschen hungern? Wollen diejenigen, die ihre Unterschrift unter die „Antwort 2018“ setzen, ihre Lebensversicherungen auflösen, ihre Konten abräumen, ihre Wohnungen zur Verfügung stellen, damit diese Armutsmigranten „in unserem Land“ angesiedelt werden können? Ohne die Vermögensverhältnisse der Guttuer zu kennen: ihre Mittel dürften kaum reichen, auch nur einem Bruchteil dieser Bedürftigen hier zu helfen. Der Platz im Land auch nicht. Obergrenzen jedweder Art sind nämlich jenseits der Rhetorik von Katrin Göring-Eckardt sehr schnell erreicht. Oder wollen sie die staatlichen Milliarden, die hier für hunderttausende nicht Hilfsbedürftige aufgewandt werden, zu denen bringen, die Hilfe am meisten benötigen? Dann könnten sie sich der „Petition 2018“ anschließen, statt sie zu bekämpfen.

Der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel skizzierte schon Ende 2017 in der FAZ das „moralische Desaster“ der merkelistischen Migrationspolitik (FAZ vom 22. November 2017).

„Zum moralischen Desaster wird die deutsche Flüchtlingspolitik mit der geradezu tragischen Fehlallokation ihrer Mittel: An die 300 Milliarden Euro werden die Aufnahme und die Versorgung der schon bisher Zugewanderten in den kommenden zehn Jahren kosten. In den oft bitterarmen Ländern ihrer Herkunft wäre dieses Geld das Zehn- bis Fünfzigfache wert. Damit ließe sich das Elend der Menschen dort, ja, beinahe das der ganzen Welt in ungleich höherem Maße lindern als durch die Aufnahme und Versorgung jenes Bruchteils von ihnen, der es bis hierher geschafft hat. Dass uns der größte Teil der dafür verfügbaren Mittel fehlen wird, weil wir ihn in grotesker Asymmetrie einer winzigen Minderheit zuwenden, um die Not einer riesigen Mehrheit weiterhin mit gängigen Almosen abzuspeisen, (…) markiert den Irrweg einer Politik, die, anders als der Teufel in ‚Faust’, das Gute will und doch das Böse schafft.“

Reinhard Merkels Text verrauschte damals. Jetzt, durch die „Petition 2018“, kommt seine Grundidee in die Debatte zurück.

Die Unterscheidung von Asyl und Einwanderung, von fordernden, drängelnden jungen Männern und tatsächlich Bedürftigen – zu nichts davon ist der moralhyperventilierende politisch-mediale Komplex in der Lage. In der Migrationsfrage hat sich praktisch das gesamte politimediale Lager unter Merkels Führung dermaßen verrannt, dass es aus eigener Kraft nicht wieder zu einer rationalen Debatte zurückfindet. Es verhält sich nicht nur irrational, sondern hochgradig unmoralisch. Die Massenpetition 2018 ist der Versuch, das Rationale und das Moralische wieder zusammenzuführen. Zum Moralischen gehört übrigens auch der Punkt: Niemand hat das Recht, die Ressourcen und die Stabilität des eigenen Landes für sein narzisstisches Projekt zu opfern.

Die wahrscheinlich wichtigste Lehre aus der Migrationskrise lautet: Überlasst den Linken nie wieder ein so genanntes gesellschaftliches Projekt. Sie können nicht Maß und Mitte halten. Sie handeln nicht pragmatisch. Sie sind unfähig, mit Kritik umzugehen. Überschreitet die Kritik eine bestimmte Stärke – so wie jetzt durch eine bürgerliche Opposition – dann schlägt und tritt der Linkskomplex unter tourettartigen Nazi!-Rufen blindwütig um sich.

Für tatsächliche Hilfe für die tatsächlich Schwächsten interessierten sich seine Vertreter schon vor 2015 kaum. Heute tun sie es noch weniger. Statt wenigstens jetzt ihre eigene Position kritisch zu prüfen, beschimpfen sie diejenigen als Rechte, Nazis, Populisten und Spalter, die eine völlig verfahrene Migrationspolitik vom Kopf auf die Füße stellen wollen.

Beim nüchternen Blick auf die erregte Debatte wird deutlich, dass dem Lager der Wohlmeinenden nur eins wirklich wichtig ist: seine eigene Deutungshoheit. Entspannt euch, liebe Linke: Die ist sowieso weg.


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35 Kommentare
  • Stephan 1963
    14. April, 2018

    Chapeau!, verehrter Herr Wendt.
    Wieder einmal ein brillanter Artikel.

    Ich selbst habe überdies in den langen Monaten seit der absurden, jedweden gesunden Menschenverstand und geltendes Recht verletzenden – sowie immer noch (!) bestehenden – Grenzöffnung, so viele Diskussionen mit von mir bis dahin als intelligent erachteten Mitmenschen geführt, denen am Ende, wenn denn überhaupt jemals vorhanden, so geradezu jämmerlich die Argumente versiegten, dass schlussendlich eben nur noch eines übrig blieb; nämlich, zum von Ihnen so eloquent beschriebenen ‘Todesstoß’ auszuholen, der da lautete: “Du bist ja ein Rechter!”.

    Allein, ich gestehe gerne, dass ich mich mittlerweile, so ich denn überhaupt noch die Muße verspüre, als auch die Kraft aufbringe, es wieder einmal sachlich-argumentativ zu versuchen, um dann am Ende in aller Regel wieder einmal “eines Besseren” belehrt zu werden, in freier Auslegung Teilen eines unlängst getätigten Zitats eines aus Funk und Fernsehen bekannten FDP-Politikers bediene, der so, oder so ähnlich, gesagt haben soll: “[…] Man möge sich doch bitte zum Teufel scheren!”

    Ich muss gestehen. Es lebt sich ungemein befreiter, sind erst einmal die Fronten geklärt; bereinigt es doch das private Umfeld beträchtlich und wohltuend um ein gerüttelt Maß an heuchlerischen Pharisäern. Diejenigen allerdings, die dann übrig bleiben, und da kann man sich seiner Sache relativ sicher sein, sind noch bei klarem Verstand und das … hat doch etwas sehr Beruhigendes.

  • A. Nowak
    14. April, 2018

    Nur um die finanziellen Größenordnungen zu verdeutlichen: Dem BMZ zufolge gab Deutschland 2016 “bedingt durch die Flüchtlingsausgaben im Inland” erstmals 0,7% vom Bruttonationaleinkommen, nämlich 24,736 Mrd. US-Dollar bzw. 22,368 Mrd. € und 2017 geringfügig weniger, nämlich 24,681 Mrd. US-Dollar für Entwicklungshilfe (ODA) aus – und davon gehen um die 20% als “overhead” für sogenannte Verwaltungskosten u.a. drauf. Demgegenüber belaufen sich die Ausgaben für schon in Deutschland befindliche “Flüchtlinge” (je nach Quelle) auf mindestens 30 Mrd. € (= ca. 33,17 Mrd. US-Dollar) jährlich. Damit ließe sich die Entwicklungshilfe mehr als verdoppeln. Was könnte man damit in den Entwicklungsländern zugunsten der wirklich Bedürftigen alles bewirken.

    • Gerhard Lenz
      14. April, 2018

      Kirchliche Hilfswerke wie “Misereor” und “Brot für die Welt” verfügen über langjährige Erfahrung mit der weltweit so dringend benötigten Hilfe zur Selbsthilfe. Sie haben sich in Tausenden von Projekten engagiert, teilweise teures Lehrgeld bezahlt aber auch beachtliche Erfolge im Kampf gegen Hunger und Armut erzielt. Die bisherigen Bundesregierungen finanzierten die Etats dieser Werke wegen vergleichsweise hoher Effizienz zu zwei Dritteln und mehr .
      Die Zuschüsse der letzten Jahre – zwischen 100 und 200 Millionen Euro pro Hilfswerk – erscheinen geradezu lächerlich gegenüber den 800 bis 900 Millionen Euro, die Kommunen allein in NRW dieses Jahr für abgelehnte Asylbewerber aufbringen müssen. (Quellen im Netz überprüfbar).
      Noch ärgerlicher aber ist, dass diese katastrophale Entwicklung auch von Bischöfen und führenden Kirchenvertretern wie dem Leiter der Diakonie in Deutschland unterstützt wurde, der Anfang 2016 ein “Ende der Diskussion um die Obergrenze für Flüchtlinge” forderte.

    • Herbert Seitz
      15. April, 2018

      Effektiv würde die Verdoppelung der Entwicklungshilfe bewirken, dass sich die Kontostände der regierenden Diktatoren und Oligarchen in den entsprechenden Ländern verdoppeln. Sie würden ihre Untertanen noch mehr dazu anhalten, Nachwuchs zu produzieren, den sie später in Europa abladen können. Machen wir uns nichts vor: Afrika könnte der reichste Kontinent der Welt sein. Es ist nicht die Armut, es sind die kulturellen Strukturen.

  • Gerd Koslowski
    14. April, 2018

    Heute hier vorgezogener Sonnenaufgang beim lesen dieses Beitrages.
    Überzeugend, logisch, genau auf den Punkt.

  • Jörg Werner
    14. April, 2018

    Mir kommt die deutsche Flüchtlingspolitik immer noch wie eine Mischung aus Migrantenolympiade und Darwinismus vor. Wer es bis nach Deutschland schafft, wird beklatscht (anfangs auch mit Teddys geehrt).
    Wer Stark genug ist, wer gesund und kräftig genug ist, nicht unterernährt sondern fit ist für die Reise nach Deutschland, wer nicht in seinem Land schon durch Kontrollen aufgehalten wird, wer nicht im Krisen- oder Kriegsgebiet festsitz, wer sich den Schlepper und die Reisekosten leisten kann und wer es schliesslich bis nach Deutschland schafft, der wird mit einer Siegerurkunde geehrt.
    Die Bilder der bis auf die Knochen abgemagerten notleidenden Menschen hat jeder schon Mal gesehen. Und es gibt sie immer noch. Wo sind sie unter den “Flüchtigen” ? Wo sind die Menschen, die kein sauberes Trinkwasser haben? Wo sind die, die aus Kriegsgebieten nicht herauskommen und es nicht bis nach Deutschland schaffen? Wo sind die Armen und Kranken, die sich kaum bewegen können? Haben die einfach nur Pech gehabt, weil sie nicht nach Deutschland kommen können? Diese Flüchtlingspolitik hilft nur einem: Der Ruhigstellung des Gewissens einiger weniger.
    Dazu passen auch die Zahlen. Ca. 8 Mrd. EURO Budget stehen dem BMZ zur Verfügung, d. h. das, was man früher Entwicklungshilfe nannte und sich heute hinter “wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung” verbirgt. Dem gegenüber stehen die Kosten für die Versorgung und Ausbildung der unter dem Sammelbegriff “Flüchtlinge” zusammengefassten Migranten, mit oder ohne “Bleibeperspektive”, die da wären ca. 30 Mrd. EURO jährlich.
    Allein die Zahlen zeigen deutlich, dass zur Unterstützung vor Ort in den hilfsdedürftigen Regionen der Erde nur ein Bruchteil der Summen zur Verfügung stehen, die das BAMF und andere, mit der Flüchtlingsversorgung beauftrage verschlingen. 30 Mrd. EURO jährlich um ca. 1,5 – 2 Mio. Migranten irgendwas zu bieten.
    Man kann darüber diskutieren, ob das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die 8 Mrd. sinnvoll ausgibt oder doch manches im wahrsten Sinne des Wortes versickert. Bei den 30 Mrd. EURO Ausgaben jährlich für ca. 1,5 – 2 Mio. Migranten kann man sicher sein, dass niemandem damit im Sinne von Entwicklungshilfe und Hilfe zur Selbsthilfe wirklich geholfen ist.

  • B. Rilling
    14. April, 2018

    Frau Merkel wollte damals nicht helfen, sondern sie hatte Angst vor unschönen Bildern. Sie hatte und hat einfach nicht den Arsch in der Hose den hochmoralisierenden Grünlinken zu erklären, dass sie nicht bereit ist dieses Land schon wieder für den hochtrabenden Traum oder sage ich besser kommunistische Experimente unserer sozialpädagogischen Weltverbesserer zu ruinieren. Die verdienen ja auch sehr gut zur Zeit. Machen wir uns nix vor!

  • Sabine Schönfelder
    14. April, 2018

    Können sich die beiden Heuchler Aasheuer und Leipprand wirklich noch im Spiegel
    anschauen? Aus beruflicher Erfahrung weiß ich exakt, daß es sich bei den Asylsuchenden
    aus Syrien hauptsächlich um junge Männer handelt, die nicht an der kriegerischen Auseinandersetzung ihres Landes teilnehmen wollen( von allen Kriegsparteien). Ein menschlich sehr verständlicher Grund, aber dennoch nichts anderes als Kriegsdienstverweigerung. Viele sprechen gut
    Englisch und riefen bei ungeklärten Fragen die Mutter in Syrien an. Die Armen bleiben
    zurück. Diese Informationen haben auch schon in die renitenten Gehirne der Gutmenschen Eingang gefunden. Aber es geht hier nicht um die wirklich Hilfebedürftigen, sondern um reine Ideologie im Mäntelchen des Moralapostels.
    Pfui Spucke!

  • Dr. habil. Manuel Schröter
    14. April, 2018

    In diesem Beitrag wird ausgesprochen, was mir seit Anbeginn der “Immigrations-Krise” in Deutschland (und Europa) klar ist. Und, eigentlich, auch schon vorher! Man betrachte dazu noch den gegenwärtigen deutschen Hintergrund: Die vielen Milliarden für eine Jungmannen-Minderheit der “Armen dieser Welt” kommen ohnehin nur zu einem kleinen allerdings immer noch ungerechtfertigten Teil bei den “Immigranten” an; der größte Teil, den man für die Abstellung der teils himmelschreienden Zustände in deren “Heimatländern” nutzen könnte, verschwindet in den Taschen und auf den Konten jener, die an der ganzen Angelegenheit “geschäftlich” beteiligt sind. Deren Geschrei ist es auch, die, für ihre Interessen fürchtend, jeden Kritiker als “Rassist”, “Nazi” oder anderweitig diskriminierend bezeichnen. Das sind im Übrigen nicht nur “Linke”; es gibt auch jede Menge “Gutbürgerliche”, die an der Politik (kann man dieses Gewese wirklich so nennen, dass mit Bruch der Rechtstaatlichkeit in Deutschland einhergeht?) der gegenwärtigen (und damit der vergangenen) Regierung verdienen. Letztlich ist es der deutsche Steuerzahler, der dieser Bande (linkes und bürgerliches Pack schlägt sich und verträgt sich!) die Taschen füllt und den man zwingt, derartige Zustände ertragen zu müssen. Allerdings, man verzeihe mir die Bitterkeit, ist er selbst schuld, jedenfalls die Masse derer, die diese “Regierung” bei der letzten Bundestagswahl eben doch wieder ins Amt gehoben haben. Und von denen sich auch ein Teil gar dazu verleiten lässt, die Diskriminierungsmasche mitzutragen!

  • Voltaire
    14. April, 2018

    Ein ausgezeichneter Artikel von Alexander Wendt. Die Willkommenskulturalisten handeln keineswegs moralisch bzw. altruistisch, die Zuwanderer werden im Gegenteil für eigene ideelle und materielle Zwecke instrumentalisiert: zum einen vergötzen sich angebliche Gutmenschen auf narzißtische Weise selbst und erheben sich über andere, die als Bösmenschen diskreditiert und als Bedrohung des eigenen aufgeplusterten Moral-Ego bekämpft werden.

    Zum anderen speist sich die Motivation der Zuwanderungsenthusiasten aus ganz banalen materiellen Motiven. Die Asylindustrie ist ein Multi-Milliarden-Markt, von dem man/frau auf die eine oder andere Art profitieren möchte (lukrative Wohnraumvermietung, Sozialarbeit mit Migranten, Migrationsforschung an den Hochschulen etc.). Vielfältige Integrationsaufgaben sorgen gerade auch beim linken Milieu für Arbeit, Einkommen und Selbstbestätigung. Wer einmal Teil dieser riesigen Migrationsindustrie ist, der pocht meist auf die Wahrung seines Besitzstandes.

    Mit rationaler, verantwortungsvoller Migrationspolitik hat das alles natürlich nichts zu tun, sie muß die Gesamtproblematik und das gesellschaftliche Gemeininterersse fokussieren: Rechtsstaatlichkeit, innere Sicherheit, langfristige Finanzierbarkeit und sozio-kulturelle Implikationen – um nur einige wichtige Aspekte zu nennen.

    Merkels Migrationspolitik ist in mannigfaltiger Hinsicht ein fataler Irrweg, der möglichst bald verlassen werden muß.

    • Wolfgang Illauer
      15. April, 2018

      Eine rationale, verantwortungsvolle Migrationspolitik würden, lebten sie noch, ein Willy Brandt und ein Helmut Schmidt vertreten, und sie würden prompt als “Rechte” verunglimpft.
      Willy Brandt 1973 (es ging um Gastarbeiter): “Wir müssen in einer solchen Situation natürlich zuerst an unsere eigenen Landsleute denken.”
      Helmut Schmidt 2005: “Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden”, als Mittel gegen die Überalterung komme Zuwanderung nicht in Frage. “Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schafft nur ein zusätzliches dickes Problem.”

  • Peter Maronde
    14. April, 2018

    Aus der Schweiz kommen viele nüchterne, analytisch durchdachte Beiträge (z.B. NZZ).
    In diesen talkshows, die man sich fast nur noch antun kann, wenn vernünftig denkende Menschen und keine rotgrünen Linken die Lufthoheit haben, wird stets darauf geachtet, daß der linksgrüne Mainstream die Sprachhoheit behält.
    Was da am vergangenen Sonntag bei “ttt” an Gehässigkeit zutage trat, macht sprachlos und läßt den Schluß zu, daß die Rotgrünen die Deutungshoheit verlieren und in Panik geraten, weil das Pendel zurückschwingt.
    Nichts fürchtet der Rotgrüne mehr, als seine Ideologie zu verlieren!

  • Alma Ruth
    14. April, 2018

    Großartig! Danke!
    lg
    Alma Ruth

  • WiesoWeshalbWarum
    14. April, 2018

    Lieber Herr Wendt, ich habe die Petition unterschrieben, wenn auch, wie ich zugeben muss, mit etwas Angst, dass diese Listen in die falschen Hände gelangen könten. Aber ich musste es einfach unterstützen, wenn sich Widerstand gegen diese verheerende “Flüchtlingspolitik” formiert.

    Womit ich ein Problem habe, ist, dass man die aktuelle Politik als “links” bezeichnet.
    Dieses angeblich linke Denken ist doch nur vorgeschoben, es ist doch nicht der Grund für das Handeln der Verantwortlichen. Sollte man nicht endlich mit diesem Lagerdenken aufhören und sollten sich nicht kluge Leute intensiver damit auseinandersetzen, welche Beweggründe dahinterstehen? Diese Rechts-Links-Trennung spaltet doch nur die Kräfte, die gegen eine Zerstörung unseres Landes sind und spielt jenen in die Hände, die genau das geplant haben.

    • Sofi
      14. April, 2018

      Das mit dem linken Denken, da bin ich ganz Ihrer Meinung. Für mich haben sich die vorgeblich Linken soweit von Ihren Idealen entfernt, wie die Grünen. Aber wie soll man das sonst nennen, wie einordnen ?
      Wenn sich die vermeintlich Linken bis Rechten nicht an einen Tisch setzen.
      Und wenn Sie es wirklich tun, gelten sie als Verräter in eigener Sache.
      Ich habe den Eindruck, daß gerade die vernunftorientierten Menschen, eingeschüchtert oder lächerlich gemacht werden sollen. Da stehe ich zu Ihnen. Spaltung ist das Ziel und Zerstörung der letzen Grundregeln von Demokratie.

    • Zuagroaster
      15. April, 2018

      Einerseits bin ich ja Ihrer Meinung, aber wie sonst soll man diese Leute nennen, die sich so stark von allem was „rechts“ ist abgrenzen? Als Mitte kann man sie kaum bezeichnen.

      A propos Mitte. In den USA hat man neben der Alt-Right Bewegung schon einen neuen Feind ausgemacht, die Alt-Center. Nein, ich denke mir das nicht aus. Wie jeder Unsinn wird wohl auch das nach Europa herüberschwappen.

    • Eugen Karl
      15. April, 2018

      Ich würde es auch nicht “links” nennen, wohl aber neosozialistisch.

  • kdm
    14. April, 2018

    Da gibt es doch diesen kleinen lehrreichen Film, in dem ein Kenner der Materie mittels kleiner Kaugummi-Kugeln erklärt, wie die Immigration (nicht) funktioniert: Er nimmt eine der zig Kugeln (Bevölkerung z.B. von Afrika) und gibt sie als 1 Million Immigranten in ein Land, in das diese Million flüchtet.
    Inzwischen sind aber im Heimatland wieder zig Kugeln – mehr als die Immigrierten – dazu gekommen (geboren).
    Die Unmöglichkeit dieser aktuellen Politik wird anschaulich dargestellt. Die immensen Massen, die da eine Rolle spielen (und die ja trotz Immigration immer mehr werden) kann man gut erkennen, …durch simple kleine bunte Kügelchen.
    Ahh, hier ist es; Stichwort: Immigration, Gumballs, sogar in Deutsch: https://bit.ly/1XbZKdq

    • Van Nelle
      15. April, 2018

      leider wahr, lieber kdm, mit den Kaugummibällchen wird sehr anschaulich demonstriert, wie die Bevölkerungsexplosion jedwede Art einer Problemlösung vor Ort zunichte macht. Während mit den jungen Frauen im Rahmen der Polygamie weiterer Nachwuchs gezeugt wird, marschiert der darob solo gebliebene männliche Geburtenüberschuß der islamisch dominierten Länder des Nahen Ostens und Afrikas einer Invasion gleich, ungehindert in unser grenzenlos geöffnetes Sozialsystem ein. Inzwischen frage ich mich, ob das Recht, Kinder in die Welt zu setzen, die man nicht mal ernähren kann, ein Menschenrecht ist!

    • Prof. Mag . Meier-Bergfeld M.A
      17. April, 2018

      Nähme Deutschland jedes Jahr eine Million Afrikaner auf, so würde dieser “Abfluß” des Jugendüberschusses aus Schwarzafrika in 14 (!) Tagen (!) wieder durch neue Geburten neutralisiert.
      “Nur Barbaren können sich verteidigen.” (Nietzsche)
      Prof. Mag. Peter Meier-Bergfeld M.A., Steiermark

  • The Angy Ossel
    14. April, 2018

    Die Wohlmeinenden sind eine Minderheit. Die Dummen, Denkfaulen und Leichtgläubigen, die ihnen hinterher marschieren, sind dagegen in der deutlichen Überzahl. Und dann gibt es noch einen nicht allzu geringen Teil an Opportunisten und Feiglingen. Fertig ist der repräsentative Querschnitt durch die Gesellschaft (vor allem West-) Deutschlands.
    „…people deprived of their history are easily persuaded…“ Winston Churchill

  • Friedrich Jungeleit
    14. April, 2018

    „Nicht unbedingt in den gentrifizierten Altbauvierteln, in denen Journalisten und Kulturlinke Fensterreden für die „Solidarität mit den Schwächsten“ halten.“

    Der Berliner Senat gab letzten Monat die Standortplanung für 25 Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) bekannt.; und es kam, was kommen musste. Um es mit den Worten von Caroline Fetscher zu formulieren – aus den verstreuten Nischen ihrer zerfallenden Milieus wehklagen die erregten Besorgten, die Trolle und Grollenden, die prekären Identitäten mit Bricolage-Biographien den Einfall des Fremden in ihre ganz eigene Biotope.

    Der Tagesspiegel gibt den erregten Besorgten eine Stimme: „… fürchtet Verdrängung durch Flüchtlingsunterkünfte [] … dass man Geflüchtete ausdrücklich auf den Flächen begrüße. Doch der Wohnraum darf unsere Existenz nicht verdrängen.“ Und Verdrängung bedroht dort auch andere Lebewesen:“ … eine Waschbärenfamilie, Füchse, Eichhörnchen und Mauerbienen.“
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-kreuzberg-handwerkerdorf-fuerchtet-verdraengung-durch-fluechtlingsunterkuenfte/21041380.html

    Auch die TAZ nahm sich der Bedrängten an: „Der Bezirk plant eine Unterkunft für 450 Geflüchtete … sie könnte dort alteingesessenes Kleingewerbe verdrängen.“

    Das „Aber“ bei der Solidarität ohne Obergrenze: „Wir haben auf keinen Fall etwas gegen Flüchtlinge – im Gegenteil“, betont Demmelhuber. „Wir sind offen für Veränderung, wir wollen auch gerne zusammenrücken. Aber wir wollen nicht selbst vertrieben werden.“ Weiter erfährt der Leser: „Wenn hier 450 Leute herkommen, ist für uns doch kein Platz mehr“, sagt Bernd Ballhause.
    http://www.taz.de/!5490250/

    Und die bigotte Heuchelei kennt wirklich keine Obergrenze, ein Gewerbebetreiber macht sich „Sorgen“ um die traumatisierten Flüchtlinge: “So eine Kreissäge ist ziemlich laut… da sollte eine Unterkunft schon Abstand haben”
    RBB: https://twitter.com/rbbabendschau/status/980852735804428289 (bei 1:10 min.)

    Man darf sich über diese Statements nicht wundern, hat doch eine bestimmte politische Richtung dort ein Wählerpotenzial von 65%.

    Zur Auflösung: Das linksgrüne Friedrichshain-Kreuzberg wehrt sich gegen den Bau einer Modularen Unterkunft für Flüchtlinge auf dem Areal Ratiborstraße 14. Bisher ging der Kelch der Modularen Unterkünfte überhaupt am linksgrünen Milieu Friedrichshain-Kreuzberg vorbei, Sprechakte und Losungen bewiesen ja ausreichend Solidarität ohne Obergrenze. Die TAZ dazu:“ … der Bezirk hat bislang keine einzige MUF und auch relativ wenige Gemeinschaftsunterkünfte“. Trotzdem nimmt die TAZ die Sorgen der erregten Besorgten vor Veränderungen ernst und schreibt:“ Beim Rundgang über das Gelände wird schnell klar, dass hier unmöglich 450 Menschen Platz finden können, ohne die vorhandenen Gebäude und Strukturen zu zerstören …“

    Und die Alternativen sind natürlich für Alternativen – für Standortalternativen. Man möchte die lang gewachsene Kreuzberger Mischung Ratibor 14 erhalten, eine weitere Durchmischung würde das Milieu in verstreute Nischen zerfallen lassen, prekäre Identitäten hervorbringen und den rechten Hetzern weiteren Zulauf geben. Nur wenn man linksgrüne Milieus wie Friedrichshain-Kreuzberg erhält, können Hass und Hetze gegen Buntheit und Vielfalt entschlossen bekämpft werden; man muss den Rechten die Argumente nehmen.

    https://twitter.com/areal_ratibor14/status/981099151843844096 (die Kommentare dort sprechen für sich)

  • G. Blunk
    14. April, 2018

    Im “Tagesspiegel” schrieben Sie in einem Gastbeitrag: “Wir wollen ein Einwanderungsgesetz, für das die Politik seit Jahrzehnten zu feige war. Wir wollen Hilfe zu denen bringen, die sie am nötigsten haben, also zu Frauen, Kindern, Alten, Kranken. Das, was bisher stattfindet, ist ein darwinistisches Wettrennen an die deutsche Grenze, das überwiegend rücksichtslose junge Männer gewinnen.“

    Wie die Realität zeigt, ging es NIE um gerechte und qualifizierte Einwanderung, sondern – in Abstimmung mit den herrschenden Parteien und den de facto herrschenden Supermilliardären – , um die Masseneinwanderung in unser Wirtschaftssystem zum Wohle der Wirtschaft, Industrie und Banken.

    Warum wohl wurden hunderttausende junge Migranten durch diverse südosteuropäische Staaten geleitet, direkt zu uns, obwohl sie auf ihrem Weg überall längst in Sicherheit gewesen wären?

    • Friedrich Jungeleit
      15. April, 2018

      Der Neoliberalismus definiert beim Migrationsprozess neue „Beziehungspartner“. Es ist keine Beziehung mehr zwischen Individuum und Staat, sondern eine Beziehung zwischen Individuum und Arbeitgeber, vermittelt über den Staat. Zu finden in der Publikation „The Business Case for Migration“ der „Global Agenda Council on Migration“.

      „Migration was once understood as a relationship between an individual and a state. Today, it is better understood as a relationship between an individual and an employer, mediated by the state.“

      http://www3.weforum.org/docs/GAC/2013/WEF_GAC_Migration_BusinessCase_Report_2013.pdf (Seite 41)

      Der Neoliberalismus verlangt neben Open Borders auch weltweit eine Erwerbsfähigenbevölkerung für den Niedriglohnsektor.

      http://www.un.org/esa/population/publications/migration/execsumGerman.pdf (Seite 1)

      Der Staat soll dabei nicht nur als globales Jobcenter fungieren, sondern zudem die „neue Belegschaft“ mit diversen Kursen auf ein Mindestlevel heben! Bei den Migranten, die diesen Level nicht erreichen können oder wollen, ändert sich dann schnell wieder der Beziehungsstatus – es wird wieder eine Beziehung zum Staat; teils ein inniges lebenslanges Miteinander!

      Das Postulat zum Thema Migration lautet „Humanitäre Hilfe“, die Wahrheit dahinter heißt „mobilisierte Billiglöhner“.

  • Boris Blaha
    14. April, 2018

    Die Linke hatte auf 1989 keine Antwort, was eine direkte Folge davon war, dass sie schon auf 1945 keine diskussionsfähigen Antworten mehr hatte. Wer auf die zentralen Ereignisse seiner Zeit nicht mehr antworten kann, steht irgendwann so nackt da, dass es alle anderen auch bemerken. In dieser Lage hilft nur jenes laute Geschrei, das wir gerade erleben und das nur noch so lange dauert, bis die Stimmen heiser geworden sind.

  • Charlotte H.
    14. April, 2018

    Angenommen, nur einmal angenommen, in der Politik der Regierung drücken sich die UN-Richtlinien der Abteilung Bevölkerungsfragen und Bestanderhaltungsmigration aus. Schließlich weiß man, dass sie von der EU-Kommission aufgenommen wurden, und dass auch von einem EU-Neubesieglungsrahmen die Rede war. Aber ansonsten hört man nichts darüber – explizit meine ich.

    Wäre es also möglich, dass die Vorgänge, die sehr viele von uns mit Entsetzen und Unverständnis verfolgen, und die ja auch hier wieder anhand der Erklärung 2018 verständlicherweise sehr emotional und kontrovers diskutiert werden, Ausdruck eben dieser Neubesiedelung sind?
    Das könnte auch das große Fragezeichen auflösen, dass immer sofort entsteht, wenn um die Beschaffenheit des Zuzuges gerätselt wird. Stramme junge Männer ohne ihre Frauen und Familien, d.h. vorwiegend ohne Kinder, sind sicher besser und leichter zu integrieren als bedürftige, halbverhungerte, kranke Alte, die keine Familien mit jungen deutschen Frauen gründen werden. Auch über mangelnde Qualifikation könnte man hinwegsehen – allerdings zeigt sich ein anscheinend unlösbares Problem mit dem niemand so recht gerechnet hat. Nämlich die Religion!

  • Aufbruch
    14. April, 2018

    Die ganze Merkel’sche “Flüchtling”-Politik hat mit dem von ihr beschworenen Imperativ der Humanität genau so wenig zu tun, wie ihre Gefühle für die durch Terroranschläge umgekommenen Menschen. Die gibt es nämlich nicht. Ihr Antrieb für das Lostreten des “Flüchtlings”-Tsunamis lag nämlich in ihrem Auftrag, Deutschland und Europa mit Migranten zu fluten. Ein Auftrag von den transatlantischen Strippenziehern um Soros und Genossen, die den Kontinent mittels Massenimmigration mit einem zerstörerischen Multikulturalismus überziehen wollen. Einem Multikulturalismus, der Identitäten, Kulturen und Nationen vernichten soll. Dieser Auftrag ging scheinbar nicht nur an die Politik, sondern auch an die Mainstream-Medien, die sich mit der Politik zu einem Meinungskartell zusammen geschlossen haben um die Bürger hinters Licht zu führen.

    Dass sich Politik und Medien unisono dafür hergeben, das eigene Land zu zerstören, ist unfassbar. Da heutzutage der Götze Geld über allem steht, muss man davon ausgehen, dass hier neben Steurgeldern, die im “Kampf gegen Rechts” verpulvert werden, auch eine Menge Gelder über diverse NGO’s und Stiftungen locker gemacht werden, um Politiker und Journalisten im Sinne der transatlantischen “Eliten” gefügig zu machen. Dem Bürger werden diese Machenschaften vorenthalten. Im Gegenteil, er wird verschaukelt und in die Irre geführt. Man kann nur hoffen, dass die “Erklärung 2018” ihre Wirkung nicht verfehlt und die Leute wachrüttelt, bevor es zu spät ist.

  • Ernst-Fr. Siebert
    15. April, 2018

    Glauben Sie denn, daß sich irgend etwas ändert in Afrika oder sonst irgendwo, wenn wir dort Geld hinschicken?
    Einzig der Kontostand verschiedener Schweizer Bankkonten wird sich ändern.
    Die Afrikaner schwimmen im Reichtum, sind allerdings weder Willens, noch in der Lage diese Schätze zu heben. Daß man selbst in einer Wüste ganz gut wirtschaften (“farmen”) kann, beweisen die Afrikaner mit europäischen Wurzeln beispielsweise in Namibia seit mehr als 100 Jahren.

  • Grand Nix
    15. April, 2018

    Die ideologisch verbohrte Denke der Linken, besonders hier in Deutschland, wird durch solche wichtigen Aktionen, wie die “Erklärung 2018” und ihrer reflexartigen Reaktion, “Antwort 2018”, immer deutlich. Das ist gut und das ist wichtig, wenn Deutschland sich verändern will. Und weil diese linken Pseudomoralisten, leider immer noch, und leider noch für lange Zeit, die Meinungs- und Deutungshoheit in diesem Land haben werden, wird sich daran so schnell nichts Grundlegendes ändern. Aber, die Erosionen an den Rändern dieses verkrusteten linken Machtzentrums, nehmen stetig zu, das ist ermutigend. Auch dieser gute Beitrag, vom geschätzten Alexander Wendt, wird seine Wirkung nicht verfehlen.
    Das wird jedoch nicht reichen, denn auch langsam dahinsiechende linke Moralprediger werden sich keinen Jota, keinen Millimeter von ihrer zerstörerischen Ideologie wegbewegen. Fundamentalistische Ideologien, seien sie politisch oder religiös motiviert, muss man, so lehrt es uns jedenfalls eindringlich die Geschichte, zerstören. Ideologisch bornierte Menschen, suchen keinen offenen Dialog, sondern stets die gewaltsame Konfrontation, in Wort und Tat. Sie sind in ihrer Vorgehensweise sehr gerissen, hinterhältig, und gewaltorientiert. Hamburg, letztes Jahr, war mal wieder eine Kostprobe dessen, zu was die ideologisch verblendeten Betonköpfe fähig sind.
    Organisierter Widerstand der Andersdenkenden wird deshalb zur Bürgerpflicht. Systemmedien konsequent meiden, geschlossen demonstrieren gehen, konsequent Opposition wählen, mutig gegen diesen gefährlichen Unsinn der politisch Verantwortlichen in diesem Land wieder und wieder anschreiben, bis ihre Deutungshoheit und Handlungsfreiheit gebrochen ist.

    Ich schließe mich gern den Worte des Kommentators Gerd Koslowski an, der weiter oben kurz und bündig sagte:

    “Heute hier vorgezogener Sonnenaufgang beim lesen dieses Beitrages.
    Überzeugend, logisch, genau auf den Punkt.”

  • Eugen Karl
    15. April, 2018

    Den materialen Argumenten des Artikels dafür, daß das Handeln der Regierung unmoralisch ist, sei ein formalethisches hinzugefügt: Eine Handlung kann niemals moralisch sein, wenn sie zur Folge haben muß, daß in Zukunft alles moralische Handeln unmöglich wird.

  • Tom Hess
    16. April, 2018

    Wie wenig moralisch diejenigen sind, die sich auf Moral berufen und die Unterzeichner (und alle, die so denken) diskreditieren wollen, könnte sich besser nicht zeigen als gerade eben: nahezu jeder Politiker begrüßte die völkerrechtswidrigen Bombardierungen Syriens. Syrien, das derzeit die Chance auf Frieden hat. Syrien, bei dem nun wieder viele sagen können “schaut, wir müssen noch immer fliehen, weil ihr ja selber bombt”.

    Nehme ich nun den Satz Merkels “wir müssen Fluchtursachen bekämpfen”, kann dieser Satz nicht menschenverachtender, heuchlerischer und kälter sein.

  • Werner Bläser
    17. April, 2018

    Vera Lengsfeld und andere Kritiker der Merkelschen Migrantenpolitik verkennen grundsätzlich, um was es hier geht. Sie argumentieren rational gegen Menschen an, die die Ebene der schnöden Rationalität längst hinter sich gelassen haben. Es geht hier um quasi-religiöse Befindlichkeiten unserer herrschenden Klasse. Nachdem das kommunistische Heilsversprechen zum Arbeiterparadies auf Erden sich ziemlich sang- und klanglos verflüchtigt hat, erleben unsere Intellektuellen Entzugserscheinungen auf der geistig-moralischen Ebene, die den Entzugserscheinungen von Drogensüchtigen in nichts nachstehen (nicht umsonst hat der grosse Journalist Raymond Aron ja den Kommunismus als “Opium der Intellektuellen” beschrieben).
    Wenn jemandem seine Lieblingsdroge weggenommen wurde, muss Ersatz her. Und den hat man sich flugs gebraut, in der Drogenküche, die sich aus linksextremen Uni-Fakultäten, zeithörigen Zeitungsfeuilletons, Amtskirchen und einigen anderen Giftküchen zusammensetzt.
    Herausgekommen bei diesem Hexengebräu ist eine Art moderner Flagellantismus, ein immerwährendes “Mea Culpa”, mit Dauer-Anklage gegen die westliche Zivilisation und mit Heiligsprechung der Dritten Welt. Wir sind danach der Urgrund alles Bösen, die Verkörperung der Erbsünde an sich, während wir gegenüber allen Armen – und vorgeblich Armen – dieser Welt Busse zu tun haben.
    Am besten, wir lösen uns selbst auf.
    Es ist eine Geisteshaltung, die Dushan Wegner treffend als “Suizidalismus” bezeichnet. Mit Ratio hat das ungefähr so viel zu tun wie eine trabende Rindviehherde mit einer Bolschoi-Ballettaufführung.
    Man kann Mystikern und Obskurantisten nicht mit rationalen Argumenten kommen. Man kann sie nur lächerlich machen, sie auf der emotionalen Ebene packen. Nur so werden einigen Selbstzweifel kommen.
    Und das geschieht ja schon, langsam.
    In einigen Jahren wird der Willkommens-Spuk gänzlich vorbei sein. Dann wird man Politik und Medien, so wie man sie nach WK2 ansatzweise entnazifiziert hat, ent-idiotisieren müssen.

    • Werner Bläser
      17. April, 2018

      … Nachtrag: Interessant zur Psychopathologie der linken Kulturdekonstruktivisten ist der Essay von John Searle (lustigerweise seinerseits ein Begründer des Konstruktivismus, der u.a. in seiner Verballhornung zum Genderismus führte) in der ‘New York Review of Books’, Dec 6, 1990. Durch die Zitate von Searle wird der ganze Irrsinn der anti-westlichen Kulturrevolutionäre deutlich. Sie berufen sich permanent auf Prinzipien, die vom Westen historisch entworfen wurden, lehnen die westliche Kultur aber radikal ab. Es ist kontra-logischer Anti-Intellektualismus in seiner reinen Form, wie er eigentlich nur in Regimes wie bei den Nazis oder in Kambodscha unter Pol Pot virulent war.
      Diese Leute dominieren bei uns heute die öffentliche Debatte. Es ist wirklich schockierend. Man kann mit Alfred Andersch fragen “Schützt Humanismus denn vor gar nichts??”

  • Prof. Mag . Meier-Bergfeld M.A
    17. April, 2018

    Syrien war ein relativ friedliches Land, solange es französisches Mandatsgebiet war. Vor der 37jährigen Diktatur Mugabes in Simbabwe war Rhodesien die Kornkammer Afrikas, heute das Armenhaus der Ärmsten. Das liegt aber alles an der Kolonialschuld der weißen alten Männer. Die über 50 afrikanischen Staaten kannten vor der Kolonialisierung weder Schulpflicht noch moderne Spitäler (Albert Schweitzer hat in Lambarene damit angefangen) , natürlich auch keine Universitäten. Es gibt keinen afrikan. Nobelpreisträger in Naturwissenschaften. Die über 1500 afrikanischen Sprachen (nicht: Dialekte) wären unfähig zur Kommunikation, gäbe es nicht die importierten Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, im ganz kleinen Teil auch Deutsch. Die Afrikaner hätten weder die Kapazitäten noch die Sprache(n) , sich über die Kolonialzeit zu beschweren. Eine Million in Nordafrika anlandender Nato-Soldaten könnten die Grundlage schaffen für eine gute Zukunft des “dunklen Kontinents”. Peter Meier-Bergfeld M.A.
    Prof. Mag. Peter Meier-Bergfeld M.A.

  • hate-speeches.de
    21. April, 2018

    Man könnte dem Artikel vielleicht noch etwas süffisant die Information hinzufügen, daß das Wort “Gutmensch” zuletzt zum Unwort des Jahres auserkoren wurde. Warum? Weil dieses Wort angeblich das Ideal des guten Menschen infrage stelle. So die offizielle Begründung der Jury.

    An nichts sieht man die psychologische Dynamik des Gutmenschentums besser als an der “Flüchtlingspolitik”. Wie auf Drogen betet man eine Kulisse des nominalen, appellativen Guten an. “Wie auf Drogen” bedeutet, daß genaueres, kritisches Hinsehen unerwünscht, wenn nicht “rechts” ist.

    Schon das kleinste kritische Zweifeln stört also die Psychose. Man sieht hier also schön, daß ein angeblich Gutes wie z.B. die wunderschönen neuen Kleider des Kaisers derartig die Sinne vernebelt, derartig besessen macht, einen derartigen Selbstzweck darstellt, daß man schlicht nicht mehr rational denken kann. Man möchte unbedingt auch zu den “Guten” gehören.

    Man hat sich nun auf den Begriff des Gutmenschen eingeschossen, und es ist immer wieder amüsant, wie töricht diese Begrifflichkeit kritisiert wird. Dabei ist das Phänomen uralt. Schon in der Bibel spricht man von Pharisäern. Gebildete Stände benutzen auch das Wort “Gesinnungsethik”.

    Das Wort “Gutmensch” läßt sich viel leichter zum Unwort erklären, denn es klingt weniger gebildet und drückt viel klarer und schmerzhafter aus, was Sache ist.

    PS: Herr Wendt könnte ähnliche Texte auch über die “Gleichstellungspolitik” (bzw. “Frauenförderung”) schreiben, die in linken Kreisen einen ähnlichen Fetisch-Charakter hat wie die “Flüchtlingspolitik” und ebenfalls das Gegenteil dessen bewirkt, was sie vorgibt. Am schlimmsten trifft unsere männerfeindliche Politik die Kinder und Väter (“Beschneidungsgesetz”, Sorgerecht, Scheidungsrecht etc.).

    Ich habe das Wort Mann erwähnt. Jetzt bin ich wohl endgültig ein Nazi. 🙂

    Es lebe der geheiligte Gender Pay Gap.

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