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Höhlengleichnis für Fortgeschrittene

Warum bekommen die geretteten Jungs in Thailand mehr Mitgefühl als Migranten auf dem Mittelmeer? Weil Empathie eine Ressource ist, die nicht voraussetzungslos zur Verfügung steht

Warum, fragten Monitor-Redaktionsleiter Georg Restle, der SPD-Politiker Ralf Stegner und einige andere Experten für Hochmoral, warum schenkte die europäische Öffentlichkeit den mittlerweile aus der überfluteten Höhle in Thailand geretteten zwölf Fußballjungs und ihrem Trainer mehr Empathie als den Migranten, die an der libyschen Küste Schlauchboote für die Überfahrt nach Europa besteigen?

„Medienmacher diskutieren Doppelmoral bei Thailand-Rettung: ‚Warum interessieren zwölf Jugendliche mehr als tausende Ertrunkene?’”, behauptet das Online-Magazin Meedia.

Eine Doppelmoral läge ja nur dann vor, wenn sich beide Ereignisse auf der gleichen moralischen Ebene abspielen würden. Warum ist das nicht der Fall? Nicht deshalb, weil, wie die Gutdenker sofort erklärten, die Thailänder fern seien und nach ihrer Rettung nicht als Migranten nach Deutschland kommen würden. Über Machtansprüche ostasiatischer Familienclans und fordernde buddhistische Zentralräte hört man nicht nur wenig, sondern nichts. Wer nachts einem oder mehreren jungen thailändischen, vietnamesischen oder chinesischen Männern auf der Straße begegnet, wechselt nicht die Seite. Und diese Feststellung führt in das Zentrum des moralischen Ungleichgewichts. Klammern wir einmal komplett die Frage aus, dass es sich bei der Havarie von seeuntüchtigen Schlauchbooten vor der nordafrikanischen Küste um eine von den Schleppern planmäßig erzeugte Notlage handelt, weil die ihren Kunden nur wenige dutzend Liter Diesel mitgeben und den Einsatz europäischer Schiffe von vorn herein einkalkulieren. Legen wir auch den Punkt beiseite, dass auf der einen Seite die wenigsten auf den Booten vor politischer Verfolgung und Krieg flüchten, sondern in ihrer übergroßen Mehrheit einfach ihr Leben durch die Übersiedlung nach Europa verbessern wollen, und dass auf der anderen Seite hochmögende Politiker und Aktivisten sich weigern, zwischen Asylberechtigten und Migranten zu unterscheiden, womit sie das Asylrecht je nach Betrachtung mit sehenden oder blinden Augen ruinieren. Unterstellen wir einfach, dass es hier wie dort, in der Höhle wie auf dem Meer, nur um Rettung ginge und gegangen wäre. Warum der Unterschied? Empathie lässt sich nicht anordnen. Sie lässt sich auch nur in einem sehr begrenzten Maß und nicht dauerhaft künstlich erzeugen. Wenn sie gegenüber zwei Gruppen unterschiedlich ausfällt, dann gibt es dafür Gründe. Unser Mitgefühl mit Menschen, die gerettet werden, hängt auch von unseren Erwartungen an das Verhalten der Geretteten ab. Eine Mehrheit der Politiker und Meinungsträger in Presse und Kirche weigert sich bisher zu begreifen, was für einen moralischen Skandal es darstellt, wenn Menschen, die in einem Land Schutz, Obdach, Gesundheitsfürsorge und Geld erhalten, sich gewalttätig gegen dieses Land wenden. Das passiert seit 2015 in einem Ausmaß, in dem es selbst ein Rolf-Peter Sieferle so radikal nicht vorhergesehen hatte. Hunderte junge Migranten betätigten sich in der Silvesternacht 2015/16 als Beutegreifer und attackierten junge Frauen, wo (und weil) sie konnten. In der nächsten Silvesternacht sammelte sich wieder ein tausendköpfiger Mob am Kölner Hauptbahnhof, um noch einmal die Machtverhältnisse auszutesten.

Es gibt mittlerweile den Fall eines Irakers, der in Leipzig eine Frau vergewaltigte, die ihm Kirchenasyl organisierte. Es gibt inzwischen dutzende Fälle, in denen Migranten öffentliche und private Willkommenspartys benutzten, um dort Frauen zu begrapschen. In Saarbrücken erstach ein so genannter Schutzsuchender einen Psychologen, der ihm helfen wollte. In Kassel überschüttete ein Asylbewerber den Hausmeister des Gebäudes, in dem er wohnt, ohne erkennbaren Anlass mit heißem Öl. In Leipzig steckte ein 32jähriger syrischer Migrant ein Wohnhaus an; ein Bewohner stirbt, 16 erleiden Verletzungen. Immer häufiger kommt es vor, dass Asylbewerber auf Polizisten einschlagen und  –treten wie die beiden 17jährigen Afghanen, die in Regensburg auch nicht aufhörten, als der Beamte schon am Boden lag.

Der „Spiegel“ nahm vor einiger Zeit eine Langzeitbeobachtung eines Wohnprojekts für junge afghanische Asylbewerber vor. Das Blatt gab sich die größtmögliche Mühe, das Thema optimistisch anzugehen. Die Betreuungsrate in dem Haus, das den Jugendlichen zur Verfügung gestellt worden war, betrug eins zu 1,6.  Im Text wurde geschildert, wie ein Jugendlicher seine Betreuerin unter Druck setzte, ihm ihre Kreditkartennummer zu geben: Er wollte ein neues IPhone bestellen. Ein Migrant verlangte Geld, um eine Prostituierte zu bezahlen. Sex sei wichtig für sein Wohlbefinden, und für sein Wohlbefinden sei seine Betreuerin zuständig. Der Erfolg des Wohnprojekts, resümierte der „Spiegel“, habe darin bestanden, dass im Beobachtungszeitraum keiner der Jugendlichen straffällig geworden sei.

Es geht nicht nur um sexuelle Übergriffe, um Kopftritte, um heißes Öl, sondern auch um die Art und Weise, wie Migranten, die, wie gesagt, Unterkunft, Geld, Gesundheitsfürsorge erhalten, ihrerseits den öffentlichen Raum und die Deutung des Begriffs Schutzsuchender durch ihr Verhalten prägen. Dazu gehört eben auch das breitbeinige Besetzen von Bahnhofsvorplätzen und Einkaufszentren. Oder Demonstrationen wie vor einiger Zeit im bayerischen Deggendorf, auf der sich Asylbewerber über die mangelhafte Hygiene in ihren Zimmern beklagten. Der Heimbetreiber teilte damals mit, für ihre vermüllten Zimmer seien sie selbst verantwortlich. Das Heim sei kein Hotel. Aber genau so hatten es die Asylbewerber dort mehrheitlich verstanden: Deutschland sahen sie nicht als Land, das hilft, sondern als Gebiet, das ihnen etwas schuldete.

Mitgefühl ist eine Ressource. Es kann neu entstehen, aber wenn es schneller aufgebraucht wird, als es nachwachsen kann, dann schwindet der kostbare Stoff wie jeder Vorrat. Erst recht, wenn er gar nicht mehr nachwächst. Auch Mitgefühl gehorcht den Gesetzen eines Biotops. Es gibt Kippunkte.

Natürlich wenden viele zu Recht ein, dass sich auch viele Asylbewerber an Recht und Ordnung halten, dass sie dankbar und freundlich sind. Das allerdings, um ehrlich zu sein, erwarten diejenigen, die jährlich 30 Milliarden für die Beherbergung der Migranten aufbringen, als Normalzustand. Diejenigen, die gegen diese Erwartung verstoßen, sind zu viele, um noch unter Einzelfall verbucht werden zu können. Wenn Migranten aus Nordafrika, die in Sachsen etwa 0,1 Prozent der Bevölkerung stellen, fast 10 Prozent der Gefängnisinsassen ausmachen, dann lässt sich diese Rechtsverachtung nicht mehr als Randphänomen beiseiteschieben. Merkwürdigerweise fragt sich kein Hofreiter, kein Restle und keine Göring-Eckardt: wie tief muss eigentlich die Verachtung für die aufnehmende Gesellschaft sitzen, wenn diejenigen, die über das Meer kommen und ihren Fuß hierher setzen, das mit der Geste von Besatzern tun?

Im Lichte der Erfahrungen von 2015 ff sagt mittlerweile eine Mehrheit in Deutschland: Wir wollen, dass Menschen, die tatsächlich zu ertrinken drohen, gerettet werden. Aber wir wollen nicht, dass sie nach Europa gebracht werden, denn das löst die Probleme der afrikanischen und arabischen Herkunftsländer nicht. Aber es lässt unsere Gesellschaft erodieren. Wie sehr Empathie und Verhalten zusammenhängen, zeigt auch der Fall des aus Hamburg abgeschobenen Afghanen Jamal Naser M., der am 3. Juli aus Deutschland abgeschoben worden war und sich kurz danach in Kabul das Leben nahm. Ein Suizid ist immer eine Tragödie. Aber M. war eben keiner, der sich auf ein Leben nach den Regeln der deutschen Gesellschaft hatte einlassen wollen. Er wurde dreimal rechtskräftig verurteilt, unter anderem wegen Diebstahls und Widerstand gegen die Polizei. Es gibt eng umrissenes Milieu von Publizisten und Politikern, die seinen Fall benutzen, um den Rücktritt Horst Seehofers zu fordern, den sie sowie ständig fordern (obwohl die Abschiebeentscheidung im Fall M. im rot-grün-regierten Hamburg getroffen wurde), und das außerdem versucht, Empathie für Jamal M. regelrecht ztu erzwingen. Diesem Milieu scheint gar nicht aufzufallen, dass es für ihre Forderungen außerhalb ihrer Filterblase praktisch keine Resonanz gibt.

Gehen wir noch einmal zurück nach Thailand: Hätte nur einer der geretteten jungen Fußballer als erstes nach Verlassen der Höhle auf seinen Helfer eingeschlagen und versucht, ihm sein Handy zu entwinden – die Sympathiewelle mit den zwölf Jungen wäre zusammengebrochen, nicht nur in ihrem Heimatland, sondern weltweit.

Es gehört zu den erstaunlichen Phänomenen, dass diejenigen, die so oft vom Kippen der Biotope sprechen, nicht begreifen, dass die Empathie sich nicht beliebig belasten lässt.

 

 

 


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42 Kommentare
  • Georg B. Mrozek
    12. Juli, 2018

    Klasse auf den Punkt gebracht.

    • Martin Landvoigt
      31. Juli, 2018

      Ich denke auch, dass Menschen in Not, selbst wenn sie sehenden Auges die Gefahr als Eintrittskarte in ein besseres Leben in Kauf nahmen, uns nicht gleichgültig sein müssen. Aber dass Mitgefühl nicht nur an die Grenzen durch das Verhalten der Schutzsuchenden führt, sondern durch die schlichte Menge der Menschen in Not einerseits, und die perfide Selektion der Medien andererseits. Warum lernen wir so wenig über die Menschen in nordkoreanischen Arbeitslagern? Von Christenverfolgungen in Eriträa? Von den Abgeschlachteten in Dafur? Von den Terroropfern in Pakistan? Von den Opfern von Bandenkriminalität in Lateinamerka? Wo sind die humanitäre Hilfe und die NGOs in den Palästinenserlagern? Natürlich können wir nicht allen Menschen helfen. Das überfordert. Mit welchem Recht dann jenen, die einen Schiffbruch provozieren?

  • B.Rilling
    12. Juli, 2018

    Eine Gruppe unschuldiger Jungs, die bei einem Ausflug in Not geraten oder jährlich Tausende junger Männer, die sehenden Auges sich in Gefahr begeben und uns damit geradezu erpressen. Also ich habe keine Schuldgefühle, wenn ich sage, dass sich bei Letzteren mein Mitgefühl in Grenzen hält. Ich mochte es aber noch nie, emotional erpresst zu werden. Da sind bei mir ganz schnell die Schutzschotten meiner Seele dicht. Da kann Herr Stegner so freundlich lächeln, wie er will!

  • Udo
    12. Juli, 2018

    So sehe ich das auch. Es macht einen Unterschied, ob es sich um kleine Jungs handelt die in Not geraten sind, oder um Männer die die Not, mit Wissen und Wollen, selbst herbei geführt haben.

    • Jens
      13. Juli, 2018

      @Udo

      Das und die Dankbarkeit bilden für mich die entscheidenden Kriterien, ob ich Empathie empfinden kann oder nicht. Es ist wohl eine conditio humana: Menschen helfen, und sie helfen gerne, wenn die Opfer schuldlos in Not geraten sind. Dafür erwarten sie keinen Lohn (nach jüdischem Gesetz dürften sie das gar nicht), aber zumindest Dankbarkeit, und auf keinen Fall dulden sie es, wenn der Gerettete dem Helfenden Schaden zufügt. Und da haben wir, der Artikel bringt das sehr gut zum Ausdruck, zwei diametral entgegengesetzte Hilfeszenarien. Auf der einen Seite werden schuldlos in Not Geratene und Dankbare, auf der anderen Seite mutwillig in Not Geratene extrem Undankbare gerettet. Wer hier die gleiche Empathie einfordert, kann nicht denken. Mehr noch, seine eigene behauptete Empathie ist ihr Gegenteil, nämlich eine Selbstheiligsprechung.

  • Peter Schings
    12. Juli, 2018

    Auf den Punkt !!

    Danke .

  • Dreggsagg
    12. Juli, 2018

    Es ist schwer für moralinübersättigte Bessermenschen, den Fakten mit der nötigen Distanz gegenüber zu stehen.

    Fakten werden ausgeblendet, für Einzelfälle erklärt, beschönigt, kleingeredet, verniedlicht und verharmlost.
    Es gibt gewiß einen Großteil der Migranten, die sich ihrem Ernährer gegenüber loyal verhalten; Ärger macht eine Minderheit, die die Loyalen in Verruf bringt. Diesen Ärgermachern mit der nötigen Konsequenz gegenüber zu treten, fällt schwer, weil jeder, der kritisiert, als Nazi, als Rassist, als Fremdenfeind, als islamophob hingestellt wird. Das ist etwas, was Kritiker verstummen läßt, denn wer läßt sich schon gern derart apostrophieren???

    Solange der rotgrüne Mehltau die Gesellschaft lähmt, wird sich nur sehr, sehr langsam eine nüchternere Betrachtungs- und Handlungsweise im Sinne Migration durchsetzen können.

  • Wolfgang Illauer
    12. Juli, 2018

    Zu dem, was Alexander Wendt in seinem “Höhlengleichnis für Fortgeschrittene” anmerkt, paßt ganz wunderbar ein Text aus der Tragödie “Die Schutzflehenden” des Aischylos (ca. 463 vor Christus). Er gibt, aus ferner Vergangenheit zu uns Heutigen sprechend, eine überzeugende, sofort einleuchtende Antwort auf die sehr aktuelle Frage: Wie sollen sich Asylsuchende im fremden Land benehmen?

    Danaos, Herrscher von Libyen, hatte 50 Töchter, sein Bruder Aigyptos, Herrscher von Ägypten, 50 Söhne. Aigyptos erstrebte den Sturz seines Bruders und die Herrschaft auch über Libyen. Er wollte deshalb die Heirat seiner 50 Söhne mit ihren 50 Cousinen erzwingen.
    Danaos floh nun mit seinen 50 Töchtern, den Danaiden, nach Argos und bat dort den König Pelasgos um Asyl. Er war sozusagen ein politisch Verfolgter, und den Danaiden drohte die Zwangsheirat.

    Kurz bevor Pelasgos eintraf, um die Geflüchteten anzuhören, gab Vater Danaos seinen Töchtern den folgenden Rat: Setzt euch auf den Altarhügel der Stadt mit wollumwundenen Zweigen in der linken Hand. (Diese Zweige waren das Zeichen schutzsuchender Flüchtlinge.)

    Ab jetzt zitiere ich wörtlich (Verse 194 – 203 / Übersetzung von Oskar Werner):

    “In züchtger, klagender, dringlicher Rede gebt
    Den Fremden Antwort, wie’s Schutzflehenden geziemt,
    Deutlich darlegend eure blutschuldfreie Flucht.
    In eurer Stimme liege nichts von dreistem Ton,
    Nichts Eitles zeige sich auf dem mit keuscher Stirn
    Geschmückten Antlitz und im Auge voller Ruh!
    Werdet nicht vorlaut noch auch zögernd, schleppend im
    Gespräch! Weckt solche Art doch Mißgunst nur und Haß.
    Lernt euch bescheiden! Arm seid, fremd, landflüchtig ihr;
    Ein keckes Mundwerk ziemt sich für die Schwächern nicht.”

    Die Töchter (sie bilden den Chor) verstehen und würdigen das (204 – 206):

    “Verständig, Vater, zu Verständigen redest du.
    Bewahren will ich im Gedächtnis, was du mir
    Sorglich geraten …”

    Das waren eben junge Frauen. So manche junge Männer, die heute als Schutzflehende „zu uns kommen“, würden die Worte des Danaos wohl kaum sonderlich beeindrucken …

  • Ufo-Bauer
    12. Juli, 2018

    Exzellente Analyse, Herr Wendt. Aus meiner Sicht bedarf es dazu keiner weiteren Worte.

    Vielen Dank und ein gewaltfreies Wochenende wünsche ich Ihnen und Ihrem Team.

  • winfried1
    12. Juli, 2018

    “Wer gibt, der gebe gern!”, 2.Kor.9,7;Phil.14, sagt Christus durch Paulus. Wer also mit der Bibel in der Hand Christen oder Nichtchristen zwingt bzw. durch den Staat zwingen läßt, Flüchtlinge aufzunehmen und die unausweichlichen üblen Folgen zu tragen, durch den spricht und handelt Christus nicht, sondern sein Gegner. Ein solches Verhalten ist also nicht “christlich”, sondern ein Mißbrauch der Bibel für gesellschaftspolitische/persönliche Zwecke.

  • Kriemhild Müller
    12. Juli, 2018

    Es sind Invasoren !!! Inzwischen ist die Lage wohl auch gekippt, dass es sich nicht mehr rückgängig machen lässt. Ich möchte in so einem Land nicht auf Dauer leben, denn meine “Heimat” ist das nicht mehr. Wo bleibt das Lebensgefühl, wenn man fast alle Wege mit dem Auto machen muss, wenn man abends nicht mehr unbefangen rausgehen kann, wenn man die Innenstädte meidet, weil man nicht auf Schritt und Tritt angepöbelt werden will, wenn für Kinder und Enkelinnen ein privater Taxi-Dienst organisiert wird, um sie zu Veranstaltungen zu bringen und abzuholen, wenn in “unseren” Schulen kaum noch deutsche Kinder lernen und dort Mobbing an der Tagesordnung ist….. usw. usw. usw. …und diesen Politikern (für wen auch immer die arbeiten!) reicht es noch lange nicht. Im August kommt der Familiennachzug über uns, was dann ??? Reservate oder Ghettos für Deutsche ??? Das “Neuvolk” braucht schließlich Platz.
    Was ist bloß aus diesem Land geworden ???

  • P. Munk
    12. Juli, 2018

    Eine Frage, die man Ralf Stegener und Co stellen könnte: Warum interessiert sich niemand für einheimische Obdachlose und Bettler? Deren gibt es viele in Berlin, und viele sehen aus, als würde es ihnen nicht gut gehen. Und gewiss ist der eine oder andere darunter, der nicht selbstverschuldet oder mutwillig in der Misere gelandet ist. Aber diesen Leuten zu helfen macht nicht so viel her und auch nicht so viel Spass, wie abenteurlich auf dem Mittelmeer rumzukreuzen.

    • Van Nelle
      15. Juli, 2018

      das große linke Projekt hat seine Empathie für das noch mehrheitlich deutsche Prekariat in die Tonne getreten und sich voll und ganz dem Import einer wesentlich vielversprechenderen revolutionären Opfergruppe zugewandt, dem Edlen Wilden!
      Seit geraumer Zeit fallen im öffentlichen Raum immer mehr hilflose Personen auf, die ganz offensichtlich ob massiver persönlicher Störungen, Alkohol- und/oder Drogenproblematik nicht für sich selbst verantwortlich sein können. Hier drängt sich der Verdacht auf, daß diese Menschen, die sicherlich keine angenehme Klientel sind, aus bestehenden “Schutzräumen” verdrängt wurden. So mag sich so manche Obdachlosenunterkunft zu einer vom Steuerzahler vergoldeten Herberge für Schutzsuchende gewandelt haben und die heftig florierende Sozialindustrie ist mit der Betreuung von vom Mittelmeer traumatisierter Flüchtlinge ausgelastet und muß sich nicht mehr um das Elend sowieso hoffnungsloser Sozialfälle kümmern.

  • Sabine Schönfelder
    12. Juli, 2018

    Es ist eine ziemlich abgenutzte rhetorische Finte, Logik und Vernunft über provozierte
    Emotionen aufzulösen. Beispielsweise, wenn ein Nigerianer nachweislich ein Krimineller und Vergewaltiger ist, verschafft ihm eine Großaufnahme seines Kindes, dickbackig , großäugig, unschuldig und mit einer Träne im Auge, ein Aufenthaltsrecht im Deutschland der Gefühlsduselei.
    Kann ein Mann, der dieses schutzlose Kind zeugte, wirklich schlecht sein? Es geht um die Deutungshoheit der Realität durch Bild und Sprache. Kein Wort über traumatisierte
    geschundenen Opfer. Kein Wort über seine Herkunft. Ein Kind wird utilisiert, um einen Kriminellen zu entlasten für ein persönliches politisches Ziel. Stegner und Konsorten wollen der Bevölkerung auf der Mitleidswelle für die thailändischen Jungs ihre Migrantenpolitik verkaufen.
    Die Migranten kennen die eventuellen Gefahren, die auf Sie zukommen, und bezahlen auch noch dafür; die jungen Fußballer wurden durch einen Schicksalsschlag
    getroffen, aber Differenzierung und Tatsachenberichte, das wissen wir aus ihrem letzten Artikel, sind kontraproduktiv und nicht die Absicht von Restle und dem traurigen Rest linker Manipulatoren.

  • Rainer
    12. Juli, 2018

    Wie wären die Reaktionen, wenn in der Höhle nicht Jungen sondern Mädchen gefangen gewesen wären?
    Es hätte wohl keiner den Vergleich mit den “Bootsflüchtlingen” überhaupt aufgebracht aus Angst , für sexistisch o.ä. gehalten zu werden.

  • Jemand
    12. Juli, 2018

    Die Höhe des empfundenen Mitleides oder auch der Hilfsbereitschaft hängt, nach psychologischer Forschung, wesentlich von der augenscheinlichen oder tatsächlichen Verantwortung für das eigene Schicksal ab. Die Jungen in der Höhle wurden durch Wassermassen überrascht und in der Höhle eingeschlossen. Die Verantwortung dafür liegt außerhalb des Einflusses der Jungen.
    Die Menschen, welche sich in seeuntaugliche Boote setzen, um in Europa ein angenehmeres Leben ohne eigene Anstrengung zu führen und dann ertrinken, sind wesentlich für ihr eigenes Schicksal verantwortlich (Menschen, die von ihren Familienoberhäuptern gezwungen werden, ausgenommen).
    Daraus ergibt sich folgende Konstellation:
    Hohe Verantwortung für negatives Schicksal = wenig Mitleid.
    Niedrige Verantwortung für negatives Schicksal = hohes Mitleid.
    Dies scheint auch für ein positives Schicksal zu gelten, für das man jemanden bewundert:
    Hohe Verantwortung (durch große eigene Anstrengung) für positives Schicksal = mehr Bewunderung (z.B. Sportler)
    Niedrige Verantwortung (z.B. Betrug) für positives Schicksal = weniger Bewunderung.

  • FunktionsElite
    12. Juli, 2018

    Na ja, um die Methodik der politischen Instrumentalisierer und Hypermoralisten aufzugreifen: Warum interessiert das Gesinnungsmilieu ein Selbstmord eines Afghanen in Kabul und nicht die über 7.000 Selbstmorde von Männern in diesem Lande im Zeitfenster des letzten Jahres? Alles nur eine Frage der politischen Bigotterie und Nützlichkeit?

  • Siegfried
    12. Juli, 2018

    Kann es sein, dass die Menschen in den Schlauchboten, absichtlich und bewusst in die Gefahr gehen?
    Das finde ich unverantwortlich. Die Elf hat das nicht getan!

  • Mia
    12. Juli, 2018

    Die Empathie der Linken für gewalttätige Ausländer ist unendlich und die Kälte für die Einheimischen Opfer einfach nur widerlich.

    Die Einheimischen werden zum Abschuss freigegeben. Ihr Leben ist weniger wert als das eines kriminellen Ausländers.

    Abschiebung tötet! grölen sie, weil ein abgeschobener hoch krimineller Asylbewerber Selbstmord begangen hat (was aber seine Entscheidung war) und fordern den Rücktritt von Seehofer.

    Dass keine Abschiebung auch tötet ist egal. Als nicht abgeschobene Asylbeweber Maria, Mia, Mireille, Susanne und Susanna umgebracht haben (die das nicht selbst entschieden haben) hat keiner den Rücktritt von irgend jemandem gefordert. Da war die einzige Sorge, dass „so was“ der AfD Stimmen bringt.

    Wenn aber Beate, die nie jemanden direkt umgebracht hat, für Ihre Mittäterschaft an den NSU Morden lebenslänglich kriegt müssen Angela und Lothar für Ihre Mittäterschaft an diesen Morden auch lebenslänglich kriegen denn ohne die Grenzöffnung würden alle diese Opfer noch leben.

    Das ist alles so widerlich, dass es mir inzwischen egal ist, ob Deutschland zugrunde geht. Es muss, es soll zugrunde gehen, damit all diese widerlichen Linken mit ihrer Verachtung für die „Einheimischen“‘ mit zugrunde gehen.

  • Pauline
    12. Juli, 2018

    Zu Ihrem Artikel: Höhlengleichnis für …….
    Ausgezeichneter Beitrag! Klar und klug. Ohne Hetze. In diesem Land fehlt es an Maßstab, an einer Grenze, im wörtlichen u. übertragenen Sinn – alles ist beliebig, offen, verständlich. Nur das Mitleid mit den wirklichen Opfern fehlt, bei den grünen u. linken Schwätzern sowieso – u. von den sog. “Gutmenschen” hört man i.d.R. auch nichts. Von unserer “Elite” (Steinmeier, Merkel, Altmeier, Schulz etc. ) fehlen ebenso klare Worte.

  • Interessierter Leser
    12. Juli, 2018

    Auf den Punkt gebracht, werter Herr Wendt! Dem ist nichts hinzuzufügen.

  • Stefan
    12. Juli, 2018

    Eine Gegenfrage könnte lauten: Warum schenken Stegner & Co. den Toten im Mittelmeer so viel mehr Mitgefühl als all den durch die völkerrechtswidrigen Angriffskriege der Nato seit 1945 ums Leben Gekommenen und Verstümmelten? Nach vorsichtigen Schätzungen reden wir von etwa 6 Millionen Toten, nach weniger vorsichtigen Schätzungen von 30 Millionen Toten, zu einer beträchtlichen Anzahl Muslime übrigens.

  • F. Jungeleit
    12. Juli, 2018

    Sprechakte und Losungen, die mich nicht in die Pflicht nehmen und nur zur eigenen Heiligsprechung dienen, bleiben, was sie sind – nur Worte! Wenn zwei Fraktionen – die eine Fraktion besitzt Vorbehalte gegen die massenhafte Aufnahme kulturfremder Migranten in unsere Gesellschaft, die andere wischt dies mit größtenteils massiven persönlichen Vorwürfen gegen die Erstgenannten beiseite – so unterschiedliche Sichtweisen vertreten, aber dieselben gesellschaftlichen Mitspracherechte besitzen, dann wäre eine Bürgschaft die Lösung.

    Jeder Mitbürger, der Bedenken gegen diese Einwanderungspolitik als Verschwörungstheorie, Hass, Fremdenfeindlichkeit usw. abtut, sollte zur Untermauerung und Beweis der Redlichkeit seiner Behauptung eine Bürgschaft für einen Einwanderer übernehmen; in der Geschichte ein bewährtes Verfahren. Es gibt genug Prominente, die hier ihren Worten endlich Taten folgen lassen sollten – viele von denen Überhöhen sich dermaßen, dass mehrere Bürgschaften doch kein Problem darstellen sollten. Wer dazu – natürlich nicht nur die Prominenten – trotz Sprechakten, Losungen und Verunglimpfungen Andersdenkender nicht bereit ist, sollte besser schweigen! IHR schafft das, ist vorbei!

    • Stefan
      13. Juli, 2018

      Welch wunderbarer Gedanke, nur ebenso unnütz wie alle anderen wunderbaren Gedanken, die wir hegten zuvor: Luckes Nachfolgepartei Alfa hatte 2015 mal versucht dafür zu plädieren, daß sich Obergrenzen demokratisch bilden sollten: Gemeinden melden ihre Aufnahmebereitschaft/kapazität an den Landkreis weiter, dieser ermittelt eine Gesamtkapazität für seinen Zuständigkeitsbereich und übermittelt wiederum diese weiter… – Klingt überzeugend, vernünftig, nicht? – Als die Ausnahmesituation, wir wollen an dieser Stelle nicht darüber diskutieren, ob diese evtl. bewußt herbeigeführt wurde durch unterlassene Hilfeleistung ans UNHCR oder durch bewußt eingesetzte Werbefilmchen, die zum Aufbruch ins gelobte Land die Menschen animieren sollten, als die Ausnahmesituation seinerzeit eintrat, hätte die A.M. vor die Kameras treten und ihren Ansatz, ihre Vision, vertreten und dann das Land zum Wagnis Demokratie einladen können, wie sie es jüngst beim Thema Ehe für alle gemacht hat. – Nicht auszudenken, man hätte sich bei dieser so elementraren Frage darauf verständigen können, ein echtes Plebiszit durchzuführen, aber als Nicht-Schweizer gibt man sich ja auch gerne mit weniger zufrieden: Einer vorgabelosen, namentlichen Abstimmung im Bundestag, die diesen Irrsinn versucht hätte, auf rechtsstaatliche Beine zu stellen. – Vernünftig, nicht? – Aber mit Vernunft ist in diesen Zeiten in diesem Lande nicht sonderlich viel zu holen…

      Klonovsky hat es heute von dem Problem der ‘Enabler’ und der Crux der so genannten humanitären Ansätze, des dem Christentum entlehnten missverstandenen Begriffs der Hilfe und Nächstenliebe, und Wegener wurde gestern noch etwas deutlicher, als er sich auseinandersetzte mit der Geißel der ’emotionalen Erpressung’.

      Vernunft ./. emotionale Erpressung, so sehen die Fronten aus. – Wie die Erpresser wohl darauf reagieren werden, wenn wir zur Gegenerpressung ansetzen: Keine Abschiebungen mehr nur gegen volle Bürgschaftsübernahme für Kosten und Taten. – Nur noch neue Zuwanderung bei Übernahme von bedingungslosen Patenschaften?

      Das Schlimme ist ja auch noch, daß sie nicht nur laut schreien und laut erpressen, sondern auch noch glauben dabei im Recht zu sein…

      Zum Thema Patenschaften sei noch erinnert an das hier:

      https://www.welt.de/debatte/kommentare/article162233187/Fluechtlingshelfer-fuehlen-sich-von-Hessen-gelinkt.html

  • großer Bruder
    12. Juli, 2018

    Man kann solche Vorwürfe wg. fehlender Empathie ja genauso gegen Stegner et al. vorbringen: warum zeigt ihr soviel Mitgefühl für diese Menschen, die sich selbst in diese Seenot gebracht haben, aber das Schicksal der tagtäglich in Afrika verhungerndem Kinder, die nicht mal eine Schüssel Hirse, geschweige denn einen Schlepper, bezahlen können, ist euch offenbar egal?
    Jedenfalls könnte man mit dem Geld, das diese “Rettungsmissionen” kosten, direkt in Afrika viel mehr bewirken.

    • WiesoWeshalbWarum
      14. Juli, 2018

      Genau! Das frage ich mich auch immer, wie einem Bessermenschen nicht auffallen kann, wie ekelhaft sozialdarwinistisch das eigene Verhalten ist.

      Und was ich mich ebenso frage: Wieso merken diese Bessermenschen nicht, dass sie wie kleine Kinder etwas tun und sich weigern, über die Folgen nachzudenken (kleine Kinder können das noch nicht, Erwachsene müssen es tun). Irgendwann werden auch diese Leute ihr Handeln beenden müssen, spätestens dann, wenn hier alles aus dem Ruder gelaufen ist. Bis dahin werden die Folgen aber um vieles schlimmer sein, als sie jetzt bereits sind. Wollen diese Leute das oder sind sie zu dumm, zu faul, zu selbstverliebt, zu größenwahnsinnig, um das zu bedenken?

  • Max Wedell
    12. Juli, 2018

    Es müsste eigentlich völlig klar sein, daß diejenigen, die an der nordafrikanischen Mittelmeerküste ein Schlauchboot besteigen, um damit nach Europa zu kommen, dies in voller Kenntnis der Tatsache tun, daß Europa (eine Handvoll Gutmenschen ausgenommen) ihre Einwanderung nicht wünscht. Würde Europa ihre Einwanderung wünschen, könnten sie in ihrem Heimatland bei einer Botschaft eines europäischen Landes vorsprechen, und mit entsprechenden Berechtigungspapieren ausgestattet direkt vom Hauptflughafen ihres Heimatlandes in das entsprechende europäische Land einfliegen. So wie dies etwa Studenten oder Professoren im Rahmen eines üblichen akademischen Austauschs aus ihren Ländern auch machen, wenn sie an deutschen Universitäten studieren oder unterrichten wollen.

    Zu wissen, daß die eigene Anwesenheit am Zielort nicht erwünscht ist, aber sich trotzdem dorthin zu begeben… mit anderen Worten, sich anderen gegen deren Willen aufzudrängen… dazu gehört schon eine gewisse Mentalität. Diese Mentalität hat nicht jeder. In höherem Maße werden sie jene haben, denen generell bei der Verfolgung eigener Interessen die Interessen anderer schnurzpiepegal sind. Eine solche Mentalität, auf die Spitze getrieben, besitzt dann keine Barrieren des Gewissens mehr, die helfen, kriminelles Verhalten zu verhindern.

    • WiesoWeshalbWarum
      14. Juli, 2018

      Da bin ich mir nicht ganz so sicher.
      Vielleicht hat man ihnen nur die Bilder jubelnder, teddybärwerfender Deutscher an Bahnhöfen gezeigt?
      Vielleicht kennen sie nur die Bilder der nach Fachkräften jammernden Politiker und Industrievorstände?
      Möglicherweise kennen sie die Aussagen Gaucks, der in Indien jammerte, dass die Deutschen sich nicht mehr fortpflanzen wollen? Vielleicht hat man auch da das Anwerbevideo des BAMF gesehen?
      Und last but not least: Wissen wir, was die NGOs vor Ort den Leuten einflüstern?

  • Martin
    12. Juli, 2018

    Die, die sich über das Mittelmeer schleusen lassen, sind in meinen Augen primär Glücksritter und Abenteurer, für die ich sowenig Interesse habe wie für diejenigen, die jedes Jahr den Mount Everest oder andere Berge erstürmen und zum Teil dabei umkommen. Sekundär kommt aber richtigerweise hinzu, dass diese Glücksritter keinen guten Track-Record haben, was ihr Verhalten im Gastland betrifft.

  • Gastino
    12. Juli, 2018

    Das Problem ist, dass die Leute, die Empathie fordern, selber keine haben. Sie haben auch keinen funktionierenden moralischen Kompass, denn sie werfen ungeachtet aller Gegebenheiten und Eigenschaften alle Menschen in einen Topf. Für die spielt es keine Rolle, ob Ingenieur oder Straftäter, so lange die Ideologie gestützt wird. Und so werden Migranten von diesen “Moralisten” am meisten instrumentalisiert.
    Man darf eben nur nicht darauf hereinfallen, die als besonders moralisch anzusehen. Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall.

  • Ernst-Friedrich Behr
    12. Juli, 2018

    Das ökosozialistische Milieu der Selbstgerechtigkeit, zu dem die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Anstaltensystems und auch Politiker wie Herr Stegner, Herr Habeck oder Frau Baerbock zu rechnen sind, hat hier ein Erkenntnisproblem. Die Leute wissen nicht, was Empathie ist. Das zeigt ihr fehlendes Mitgefühl für die Opfer der Gewalttaten, die von den jüngst Zugewanderten in ihren Gastländern nach der Errettung aus Seenot – gewissermaßen zum Dank – ausgeübt werden. Daher diese Einlassungen von Herrn Restle, die seinerseits einen Mangel sowohl an Gefühl, als auch an Intelligenz offen legen. Dieser Mangel ist in diesen Kreisen leider Standard. Er wird dann mit der Selbstheiligsprechung übertüncht.

  • Stefan
    14. Juli, 2018

    Ein paar interessante Sätze aus dem Tao-Te-King zum Thema.

    Wenn bereits die Moral eine Verkümmerung von Vertrauen und Treue und den Anfang der Verwirrung darstellt, was bitte dann erst die Hypermoral? – Und schon das alte China wußte: “Ein wirklich moralischer Mensch pflegt das Tun und wenn er kein Echo findet, krempelt er die Ärmel hoch und versucht durch Gewalt zu überzeugen…”

    Ein wirklich tugendhafter Mensch bemüht sich nicht um seine Tugend, darum ist er tugendhaft. Ein scheinbar tugendhafter Mensch bemüht sich dauernd um seine Tugend, darum ist er nicht wirklich tugendhaft.
    Ein wirklich tugendhafter Mensch pflegt das Nicht-Tun, und doch bleibt bei ihm nichts ungetan.
    Ein scheinbar tugendhafter Mensch will dauernd etwas tun und doch bleibt vieles ungetan.

    Ein wirklich gütiger Mensch pflegt das Tun,
    aber er hat keinen Beweggrund.
    Ein wirklich gerechter Mensch pflegt das Tun,
    aber er hat einen Beweggrund.
    Ein wirklich moralischer Mensch pflegt das Tun und wenn er kein Echo findet,
    krempelt er die Ärmel hoch und versucht durch Gewalt zu überzeugen.

    Als der Weg (das Tao) verlorenging,
    tauchte die Tugend auf;
    als die Tugend verlorenging,
    tauchte die Güte auf;
    als die Güte verlorenging,
    tauchte die Gerechtigkeit auf;
    als die Gerechtigkeit verlorenging,
    tauchte die Moral auf.

    Die Moral ist eine Verkümmerung von Vertrauen und Treue und der Anfang der Verwirrung;
    das Wissen um die Zukunft ist nur eine blühende Falle am Rande des Weges und der Anfang der Torheit.
    Darum lebt der Weise in der Wirklichkeit
    und nicht an der Oberfläche.
    Er lebt im Sein und nicht im Schein.
    Er läßt das eine und zieht das andere vor.

    LAOTSE – TAO-TE-KING, Logion 38
    in der bei DIOGENES erschienenen neu ins deutsche übertragenen Übersetzung von HANS KNOPPE und ODETTE BRÄNDLI…

  • W. Moser
    14. Juli, 2018

    In der Kriminalstatistik spiegelt sich die progressive Dankbarkeit der vor “Krieg, Terror und Folter” (Göring-Eckardt et al) in Deutschland Schutz Suchenden gegenüber ihren Gastgebern im vergangenen Jahr wie folgt wider:

    Deutsche Opfer von Zuwanderer-Kriminalität insgesamt: 39096
    Zunahme gegenüber 2016: 23,7 Prozent

    Deutsche Opfer von Mord und Totschlag vollendet: 13
    Zunahme gegenüber 2016: 85,7 Prozent

    Deutsche Opfer sexueller Gewalt: 2.706
    Zunahme gegenüber 2016: 127,4 Prozent

    (Quelle: Bundeskriminalamt “Kriminalität im Kontext von Zuwanderung, Bundeslagebild 2017”, Seite 54)

    • MannoMann
      17. Juli, 2018

      Die geringe Zahl von 13 deutschen Opfern ist stark anzuzweifeln,
      bei 1400 Tötungsdelikten insgesamt !
      tatsächlich halten wir aktuell bei 1-3 Opfern TÄGLICH !

  • Michael M.
    21. Juli, 2018

    Der Gedanke vom Kippen der Biotope geht mir schon seit längerem durch den Kopf. Das gilt nicht nur hinsichtlich der Empathie, es gilt auch für das Funktionieren einer Gesellschaft insgesamt. Eine Gesellschaft, eine Kultur, kann bis zu einem gewissen Grad ‘Störfaktoren’, also von ihren Regeln abweichende Elemente, aufnehmen und kompensieren, weil sie sich selbst stabilisiert. Wenn aber die Störfaktoren zu zahlreich und zu dominant werden, kippt das ganze System in einen anderen Modus. Eine Gesellschaft verhält sich hier ähnlich wie ein Ökosystem.

    Die Stabilität eines jeden Systems, angefangen bei den biologischen und ökologischen, wird im übrigen durch seine Grenzen und die Kontrolle der dort stattfindenden Zu- und Abflüsse gewährleistet.

    Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet eine Partei, die einmal als Ökopartei angetreten ist, diese Zusammenhänge nicht versteht und hemmungslos den Zuzug kulturfremder Einwanderer bei sperrangelweit offenen Staatsgrenzen fordert!

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