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Groß-Israel in der ARD

Der SWR quirlt historische Fakten über den jüdischen Staat durcheinander – korrigiert sich allerdings

Israel-Berichterstattung im öffentlichen deutschen Fernsehen – das ist nach wie vor ein problematisches Terrain, sowohl bei ZDF als auch bei der ARD.

Am 10. Juli 2019 strahlte der Südwestrundfunk (SWR) den Film „Lea Tsemel, Anwältin“ aus, eine Dokumentation über eine israelische Juristin, die sich für Palästinenser einsetzt.

Bei dem Film handelt es sich um eine israelisch-kanadische Produktion in Zusammenarbeit mit den ARD-Anstalten SWR und NDR. Er war beim Sundance Festival in Park City, Utha, im Januar 2019 uraufgeführt worden. Für öffentlich-rechtliche Verhältnisse kam den Film sehr schnell ins deutsche Programm.

Jedenfalls schaffte es der SWR nicht, einen Faktencheck bei „Lea Tsemel, Anwältin“ durchzuführen. Er strahlte die Dokumentation aus, obwohl sie gravierende Fehlinformationen enthält.

Schon der erste Teaser auf der Webseite des SWR machte deutlich – hier sitzt Israel auf der Anklagebank:
„Israels Besatzung palästinensischer Gebiete führt seit Generationen zu blutigen Auseinandersetzungen. Auf palästinensischen Widerstand folgt israelische Expansion, eine friedliche Lösung des Konflikts ist in weite Ferne gerückt.“

Also: erst „palästinensischer Widerstand“, dann „israelische Expansion“. Dass schon unmittelbar nach der Gründung Israels 1948 mehrere arabische Länder den jungen Staat unter dem Schlachtruf: „Werft die Juden ins Meer“ angriffen, erwähnte der Sender nicht.
Immerhin änderte die ARD später die Filmankündigung, und formulierte sie nicht mehr ganz so einseitig:

„Seit über 50 Jahren führt Israels Siedlungspolitik auf der einen und die Forderung der Palästinenser nach einem eigenen, offiziell anerkannten Staat auf der anderen Seite zu blutigen Auseinandersetzungen.“
Die entscheidende historische Verdrehung im Film selbst ließ der Sender allerdings unangetastet. An einer Stelle heißt es dort:

„Seit 1967 dehnte Israel sein Gebiet um das Dreifache aus“

Und weiter:
„…besetzte den Osten Jerusalems, die Golanhöhen, den Gazastreifen, das Westjordanland, Gebiete, die die Palästinenser für sich beanspruchen.“

Die Darstellung ist in einer schon grotesken Weise falsch. Vor 1967 hatte Israel – also ohne Gaza-Streifen, Westbank, Golanhöhen und Ostjerusalem – etwa eine Ausdehnung von 15 000 Quadratkilometern. Bei einer Ausdehnung um das Dreifache wären also 45 000 Quadratkilometer dazugekommen, das Territorium Israels müsste heute also gut 60 000 Quadratkilometer messen – ein Groß-Israel. Tatsächlich liegt die Staatsgröße heute bei 22072 Quadratkilometern (etwa die Fläche Hessens), wie sich mühelos nachschlagen lässt. Dass die Formulierung im Film unmöglich stimmen kann, hätte eigentlich jedem Redakteur auffallen müssen.

Auch eine Ausdehnung auf das Dreifache – falls das von den Filmautoren gemeint sein sollte – würde bedeuten, dass Israel mit 45 000 Quadratkilometern doppelt so groß wäre wie in Wirklichkeit.

Dazu kommt: Den Gazastreifen – 365 Quadratkilometer – hat Israel schon 2005 vollständig verlassen. Im Westjordanland stehen von 5655 Quadratkilometern Gesamtfläche 18 Prozent unter palästinensischer Sicherheits- und Zivilverwaltung (Zone A), 21 Prozent unter israelischer Sicherheits- und palästinensischer Zivilverwaltung (Zone B) und 61 Prozent unter israelischer Administration (C), also nur ein Teil und nicht das gesamte Gebiet. Die Golanhöhen (1 800 Quadratkilometer) wurden und werden außerdem nicht von Palästinensern beansprucht, sondern von Syrien.

Westbank, Ostjerusalem und der Gazastreifen waren auch nicht – wie der Film indirekt suggeriert – vor 1967 palästinensisches Territorium. Der Gazastreifen gehörte zu Ägypten, die Westbank wie Ostjerusalem zu Jordanien (die, solange sie selbst Besatzer waren, keine Anstalten machten, das Land den dort lebenden Arabern zu übergeben, die sich seit 1967 als Palästinenser bezeichnen).

Falls die „Ausdehnung um das Dreifache“ mit der Besetzung der Sinai-Halbinsel begründet werden sollte (obwohl sie in dem Film gar nicht erwähnt wird): Sinai wurde im Sechstagekrieg bekanntlich als Faustpfand besetzt, und eine Rückgabe schon 1967 von Israel gegen die Anerkennung des Existenzrechts Israels angeboten. Ab 1973 waren UN-Truppen auf der Halbinsel stationiert, im gleichen Jahr wurde ein erster Teil des Territoriums zurückgegeben. Nachdem Ägypten 1978 im Camp-David-Abkommen zu einem Friedensschluss bereit war, übergab Israel nach und nach das restliche Sinai – das letzte Stück 1982. Israel ist übrigens bis heute das einzige Land der Region, das jemals besetztes Land freiwillig zurückgegeben hat.

Von Palästinensern wurde die Sinai-Halbinsel natürlich nie beansprucht.

Publico fragte beim SWR nach, wie der Sender mit dem historisch-geografischen Faktensalat in der Dokumentation umgeht.
Die Antwort kam umgehend, war höflich, und demonstrierte durchaus Problembewusstsein:


„Wir bedauern sehr, dass der Film bei Ihnen den Eindruck einer einseitigen Darstellung des israelisch-palästinensischen Konflikts hinterlassen hat und können Ihnen versichern, dass dies in keiner Weise unsere Absicht war. (…)

Um den eigentlichen Dokumentarfilm einzuordnen hat die Redaktion eigens eine Bild/Textfläche geschaffen. Hier findet sich auch die von Ihnen kritisierte Textpassage.

Um es gleich zu sagen: dass die Aussage ‚ ‘ […] seit 1967 dehnt Israel sein Gebiet um das Dreifache aus’ zu einem Missverständnis geführt hat, liegt sicherlich an unserer Formulierung. Mit diesem Satz sollte die Ausdehnung genannt werden, die Israel nach dem Sechstagekrieg 1967 innehatte. Tatsächlich war das Gebiet nach dem Sechstagekrieg um insgesamt 67.000 km² erweitert und rein numerisch bis zur späteren Rückgabe der Sinai-Halbinsel  (1982) dreimal so groß wie vor 1967 (israelisches Staatsgebiet innerhalb der „grünen Linie“).

Leider können in einer kurzen Einführung nicht alle Zahlen der einzelnen Flächen aufgeführt werden.
Im Text geht es nach diesem Satz ja auch folgendermaßen weiter: ‘[…] besetzt den Osten Jerusalems, die Golanhöhen, den Gazastreifen, das Westjordanland. Gebiete, die die Palästinenser für sich beanspruchen.’ Diese Aufzählung macht nochmals deutlich, dass von 1967 die Rede ist. Die Verwendung des historischen Präsens ist ein gängiges Stilmittel und wurde nicht verwendet, um einen Gegenwartsbezug zu beabsichtigen.

Dennoch können wir nachvollziehen, dass durch das Wort ‚seit’ ein Missverständnis entstehen kann. Deswegen werden wir vor einer weiteren Ausstrahlung diese Textpassage entsprechend unmissverständlich neu formulieren.

Wir drücken nochmals unser Bedauern aus, dass es zu diesem Missverständnis gekommen ist und hoffen, dass dies durch die Korrektur im Text bereinigt sein wird.“

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Utz
Unternehmenssprecher


Wenn die Berichterstattung über Israel und den Nahen Osten nüchterner wird, dann nutzt das allen – den öffentlich-rechtlichen Sendern wie dem zahlenden Publikum. Dass es etwas zu verbessern gibt, hat die ARD offenbar erkannt.

 

 


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22 Kommentare
  • Lothar Herzog
    20. Juli, 2019

    Wem solche Fehler unterlaufen, der hat auch sonst Probleme
    mit der Wahrheit.
    Ich verzichte zunehmend auf Fernsehsendungen.

    Es ist doch voll im Zeitgeist die Palästinenser zu unterstützen.
    Israel ist doch immer der Böse.
    Das ist Schubladendenken.

    Was lernen die Wahrheitsdesigner eigentlich noch in den
    Schulen ???

  • Jörg Plath
    20. Juli, 2019

    Vielleicht bin ich nicht intelligent genug, aber für mich stellt sich der Umgang der linken deutschen Medien mit Israel so dar: Der Staat Israel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, um den Juden eine Heimat zu geben. Auch und gerade den von Deutschland verfolgten. Was sind die dauernden Angriffe gegen genau diesen Staat in deutschen Medien anderes als Antsemitismus?Antisemitismus, vor dem die Juden seinerzeit aus Deutschland flohen…

  • Dr. Peter Müller
    20. Juli, 2019

    Bitte die Geschichte vom Anfang erzählen und nicht erst mittendrin anfangen. Danke. Die ethnische Säuberung Palästinas durch die israelischen Paramilitärs und Terrororganisationen Irgun, Lechi, Hagana usw. begann bereits 1947 – also deutlich VOR dem Palästinakrieg von 1948.
    Literatur: Ilan Pappe: “Die ethnische Säuberung Palästinas”

    • Jens Richter
      20. Juli, 2019

      Wir halten fest: die Juden erreichten Palästina und begannen 1947 mit der “ethnischen Säuberung”, obwohl die friedfertigen Palästinenser ihnen einen Begrüßungskuss gaben und den erschöpften Juden Tee anboten. Das ist natürlich ein Skandal, der von Deutschen, denen Säuberungen aller Art wesenfremd sind, dringend korrigiert werden muss. Dabei hatten diese Juden im Therapiezentrum Auschwitz nun wirklich Die Gelegenheit, endlich so gut wie die Deutschen zu werden.

    • Hein von der Werft
      21. Juli, 2019

      Bravo! Endlich jemand der sich auskennt und traut es zu sagen…Ich ziehe meinen Hut…

    • Lothar Herzog
      21. Juli, 2019

      Eine Frage.
      Beziehungsweise ein Einwurf. Gibt es einen
      Staat Palästina?

    • F. Jungeleit
      21. Juli, 2019

      Zustimmung – aber bitte auch wahrheitsgemäß.

      »At best, Ilan Pappe must be one of the world’s sloppiest historians; at worst, one of the most dishonest. In truth, he probably merits a place somewhere between the two.«

      https://newrepublic.com/article/85344/ilan-pappe-sloppy-dishonest-historian

    • Reiner Hohn
      21. Juli, 2019

      Na ja, obwohl ich von Wikipedia.de auch nicht mehr halte.
      „Kritiker – darunter der gleichfalls den Neuen israelischen Historiker zugerechnete Benny Morris – werfen Pappes Werk Einseitigkeit und methodische Mängel vor, weil er teilweise einen schwarz-weißen Erzählstil pflege und die Quellenangaben unvollständig seien, anders als in seinen früheren Werken.[9][10] Kleinere und größere Verzerrungen, so Morris, fänden sich auf nahezu jeder Seite.[11]

      Pappes Buch A History of Modern Palestine: One Land, Two Peoples, das sich ebenfalls mit der Zeit vor Israels Staatsgründung beschäftigt, wurde von Ephraim Karsh mit ähnlich scharfen Worten kritisiert. Er warf ihm „zahllose Fehler und Ungenauigkeiten“ vor; darunter auch, dass Pappe Deir Yasin nach Haifa verortet habe, obwohl es in der Nähe von Jerusalem liegt.[12]“

      • Dr. Peter Müller
        21. Juli, 2019

        Daß es auf Seiten der Kritisierten etliche Kritiker gibt, liegt in der Natur der Sache und ist nicht weiter von belang. “Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.” (Tucholsky) Andere hingegen beurteilen Pappes Arbeit völlig anders.

        • Werner Bläser
          23. Juli, 2019

          Es ist albern, bei einer historischen Frage auf ein einzelnes Buch hinzuweisen und sich darauf zu verlassen. Bei fast JEDER – historischen und politischen – Frage gibt es irgendwelche Freaks, die entweder aus Unkenntnis oder aus einer ideologischen Agenda heraus Fakten ignorieren, erfinden, verdrehen, “originell interpretieren”, …
          Siehe die Holocaust-Leugner, siehe die ganze Wissenschaft unter Stalin (er liess sogar eine neue Biologie erfinden – Stichwort Lyssenkoismus), siehe den ganzen damals “wissenschaftlichen” Volk-ohne-Raum-Mumpitz der Haushofer-Gesellschaft unter Hitler, siehe die “wissenschaftlichen” Begründungen für Rassismus.
          Wenn man ein historisches Problem beackert, MUSS man – leider – nahezu die GANZE vorliegende Literatur und die breitestmögliche Informationsbasis berücksichtigen, sonst ist man verloren. Sonst wäre man vergleichbar mit jemandem, der beginnt, sich für Politik zu interessieren, sich aber ausschliesslich Informationen der AfD oder der Grünen einholt. Die meisten tun das nicht. Deshalb ist so viel historischer Unsinn im Umlauf.
          Konkret: Es ist durchaus denkbar, dass einzelne oder Gruppen von Israelis früh eine ethnische Säuberung vorschwebte. Dann müsste als nächstes geklärt werden, wie einflussreich die waren, wie viele eine Gegen-Position dazu hatten, und wie das praktische Handeln (das stimmt nicht immer mit der politischen Haltung überein) war.
          Und dann müsste man vor allem abschätzen, wie realistisch die Erfolgsaussichten für ethnische Säuberungen damals (nach WK2) waren. Und diese Frage lässt sich angesichts der damaligen Macht- und Bevölkerungsverhältnisse sehr einfach beantworten: gleich Null.

    • Achim
      23. Juli, 2019

      – – ach ja, – vielleicht sollten Sie sich historisch doch ein wenig m e h r umsehen und nicht nur soweit es irgendwie antizionistisch zu passen scheint. Dazu eignen sich in Deutschland sehr beliebt immer auch ISRAEL-regierungsfeindliche und antizionistische J u d e n, die — mal abgesehen davon, daß es auch offen antisemitische Juden gibt – nicht zuletzt aus der ausländischen/ deutschen Sympathie einen großen Anteil ihrer Kraft holen:

      Anzufangen wäre speziell des PALÄSTINISMUS wegen mit der judenfeindlich “politik-kritischen” Dämonisierung der Juden, wie sie im Prinzip begonnen wurde schon mit den “Weltverschwörungs-Protokollen” von 1903 und insbesondere mit der deutschen Neuherausgabe 1924 als “Zionistische Protokolle“, – speziell jedenfalls so, wie es islamische Kräfte wie die internationale MOSLEMBRUDERSCHAFT übernahmen, – und zentral zunächst in seinem DJIHAD-AUFRUF 1919 der führende “Palästinenser” bzw. Jerusalemer MUFTI Moh. Amin al-Husseini, später Chef-Imam der SS, Mitgründer der Arab. Liga und Ziehvater Arafats, was kurz danach zu diversen Pogromen führte und zu einem Dauer-Attentatskrieg gegen orientalische Juden egal welcher Herkunft, aber auch schon v o r 1914.)**

      Die sogenannten jüdischen Terroristen erwuchsen also als Schutz- und Wiederstandsgruppen seit den 20ern aus der Abwehr des islamischen Terrors und bildeten Vorformen der späteren israelischen Armee, ZAHAL oder IDF.

      Inzwischen haben die Neonazis, die offenen islamischen Hitlerfans und ähnliche längst von den linken und ( islam-) menschelnden Antisemiten gelernt und brauchen (theoretisch) den Begriff der (minderwertigen Gegen-)R a s s e längst nicht mehr.
      Der PALÄSTINISMUS wurde und ist z.T. immer noch, wie in den USA, d e r große polit-ideologische Schlüssel zur Islamisierung des Westens, und zusammen mit den (Forderungen der über 50) OIC-Staaten und den eroberten UNO- und EU-Höhen, zur islam-ideologischen “völkerrechtlichen” Durchdringung bzw. “antirassistischen” Niederhaltung jeglicher Islamkritik und ehrlicher ISRAEL-Solidarität.

      Dabei hat besondere Bedeutung die schon in einzelnen Begriffen enthaltene Lüge oder Halbwahrheit, – ähnlich heute “die Flüchtlinge” oder Flüchtlings-“Seenotrettung”.
      So hieß es bspw. immer wieder, 1948 seien “die Palästinenser” durch die ISRAELis “vertrieben worden oder geflohen” (was genau, wurde nicht gesagt oder es wurden Ausnahmeaktionen inmitten der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Djihadisten aufgeblasen) und es wurde immer wieder so getan, als sei der Unfriede “nur” wegen ISRAEL gekommen und wg. des britischen “Verrats” an den Arabern, obwohl diese schon 1922 mit Trans-/Jordanien rund 78 % des ex-osmanischen & genauer britischen Verwaltungsgebietes “Palestine” bekamen, – längst das Haupt-Siedlungsgebiet der meist ägyptisch- oder saudisch-stämmigen sog. “Palästinenser”, wie sich vor einigen Monaten noch ein „Hamas”-Wortführer an diese “Brüder” laut beschwerte!
      – Als die Jordanier aber 1949 die heute falsch sogenannten „besetzten“ oder „Palästinenser-Gebiete“ sogar annektierten – korrekt „Umstrittene Gebiete“ – und nebenbei das jüdische Viertel Ostjerusalems zerstört wurde, da gab es keinen islam-arabisch „palästinensischen“ Befreiungs-Ruf.

      – Auch bei den öffentlich-rechtlichen Sender-Dokumentationen wird wie selbstverständlich ebenfalls unterschlagen, daß sich bis 1948 und darüberhinaus fast nur die JUDEN des Brit. Völkerbund-Mandatsgebietes nach ihrem Pass “Palestinean” nannten, z.T. auch die nicht-arabischen Christen, nicht aber die sich entweder Araber, Moslem oder nach speziellen Stammesnamen nennenden islamischen Araber.

      – Ebenfalls unterschlagen wurde, daß kurz vor Angriffs-Beginn 1948 – und in Gegensatz zu den Anstrengungen der pro-/zionistischen Kräfte – islam-arabische S e n d e r und Agitatoren die Moslems zum massenhaften Verlassen ihrer Wohnungen aufforderten, zwecks Herstellung freier Schussbahnen, also guter Mordbedingungen zum judenfeindlichen „Schlachtfest”.

      – “Palästinenser” aber als anti-jüdischer Identitätsbegriff – sofern er nicht schon in den speziellen nazideutsch-islamischen Beziehungen)* eine kleine Rolle spielte – wurde erst n a c h 1967/ 73 durch eine sowjetblock-islamische UN-Mehrheit durchgesetzt, nachdem im Zusammenhang mit einer neuen Weltstrategie zur Besiegung des Westens auch das KGB-gelenkte P L O-Projekt seit 1964 auf die kriegerische Vereinigung islamischer Djihadisten, National-Sozialisten, “Marxisten” setzte, und auf die dabei notwendige schon unter SS-von Leers’ gepflegte “antiimperialistisch”-antisemitische Propaganda bei gleichzeitig antikolonialistisch-antirassistischer TARNUNG des Djihads, welche inzwischen mit dem Verdikt “Rassismus!” und verschärft seit 2001/06 weltweit alle anderen Kritiker des organisierten Islam trifft, sowie alle echten/ pro-zionstischen FREUNDE ISRAELs !

      Vielleicht aber noch wirksamer, als dieser zunächst ost-/links-antiimperialistische “AntiRassismus”, wirkte letztlich mit ersterer Quelle zusammenfließend ab 1973/75 speziell auf u n s, der deutsch-französisch ( u.a. unter Genscher) mit der ARAB.LIGA vereinbarte “Euro-Arabischer Dialog”-VERTRAG (online nachlesen!), mit dem im Wesentlichen alle ursprünglich sowjetisch-/islamischen, anti-ISRAELischen bzw. PLO-Positionen und Forderungen übernommen wurden, – darüberhinaus selbstverpflichtend auf die Publizistik einwirkend eine pro-/islamische Geschichtsschreibung, samt der kompletten Öffnung West-Europas für den ISLAM, im Gegenzug zu ökonomischen Vorteilen gegenüber den USA und Großbritanniens !
      _______________________________

      *( s. Wikipedia “Mohammed Amin al-Husseini”, & sein Freund SS-Professor “Johann von Leers” ( ebfls. Wikip. und auch ein ZEIT-Artikel über Hitler’s obersten Islam-Fachmann, der später als Amin Omar konvertierte und die ODESSA anführte) oder
      > Buch “Halbmond und Hakenkreuz” oder www. “Das Vermächtnis Hitlers im Nahen Osten”; ferner www “Jihad made in Germany” oder “Kaiser Wilhelms II. Damaskusrede”/ “Der Islam ist unsere Rettung” oder Wikipedia “Deutsche Militärmissionen im Osmanischen Reich“

      ferner zur nach 1949 links-sozialistisch geführten antizionistisch-antisemitischen Weltpropaganda
      > www. “Die [massenpsychologisch] Große Lüge und der MEDIENKRIEG gegen ISRAEL; Von der Umkehrung …”, belegt auch durch DAS SCHWARZBUCH DES KGB 2 u. z.T durch

      > das Buch “DER EWIGE SÜNDENBOCK — Heiliger Krieg, die “Protokolle der Weisen von Zion” und die Verlogenheit der sog. Linken im Nahost-Konflikt”
      – – sehr detailliert allgemein

      **( auch www. Jewish Virtual Library “Die Behandlung der Juden in arabischen und islamischen Ländern” – – l e s e n ! )

    • Colin Rosenberg
      27. Juli, 2019

      Ja, dann können wir auch gleich noch weiter zurückgehen. Zum Beispiel zum Massaker von Hebron im Jahr 1929. Dabei ging die Gewalt von einem arabischen Mob bestehend aus tausenden bewaffneten Bauern aus, der, vom Großmufti Amin al_Husseini dazu aufgefordert, zahlreiche Juden ermordete.

  • hemei
    20. Juli, 2019

    Bei ganz offensichtlichen Falschangaben ist eine Korrektur natürlich logisch. Die hinter den Falschangaben steckende Ideologie bleibt.
    Der Täter ist Israel und die armen Opfer sind die Palästinenser. Da geht das Herz des Gutmenschen auf,
    wenn er für ein Opfer fühlt und denkt. Ganz die neudeutsche Krankheit. Diese bricht besonders schnell aus, wenn der Täter auch noch schwer bewaffnet ist und sein Existenzrecht verteidigt.

    • Lollo
      21. Juli, 2019

      Das ganze ist doch sehr kleinkariert. Es geht doch nicht um die Substanz von einzelnen Daten. Aber muss denn in Deutschland jeder dem Mainstream folgen? Die JUDEN sind in Deutschland brutal verfolgt und ermordet worden. Doch es gibt einen Unterschied. Wir sind doch nicht die Katholiken. Wir sind Deutsche. Und Israel? Der Film handelt von Israelis, nicht von Juden. Es geht um Staaten und ihre Politik, nicht um die Religion der Bewohner. Wann lernen wir korrekten Deutschen endlich das zu unterscheiden. Israel ist und bleibt eine dauerhaft kriegsführende Nation. Doch die Juden sind nach ihrer religiösen Einstellung friedfertig. Auch wenn mich alle zerreißen, sind DAS existente Tatsachen.

      • Achim
        23. Juli, 2019

        – – Du irrst Dich insofern, daß ISRAEL der Schutzstaat der Juden ist, – oder der die als dafür gehaltene/ Freunde verfolgt werden.
        – – Die mächtigen/ wesentlichen islamischen Kräfte unterscheiden eben nicht das, was Du unterschieden haben willst, – genauso nicht, wie/ andere Antisemiten; wobei darauf hinzuweisen ist, daß der ursprüngliche ANTISEMITISMUS eine europäisch unterstützte deutsche Erfindung der links-atheistischen Reichstagsageordneten Marr und Dühring von 1879/ 80 ist !

        – – ISRAEL versteht sich als jüdischer Staat, ohne das Jüdisch Sein für absolut bzw. ersatz-“ethnisch” zu erklären.
        – – Die Feinde des “dauerhaft kriegsführenden Staates ISRAEL” brauchen nur ihre Feindschaft abzulegen, ihre Mordaktionen einzustellen und ihre Kinder nicht mehr im Judenhass aufzuziehen . . . und schon wird ISRAEL seine “Kriegsführung” minimieren bis dauerhaft einstellen .

        • F. Jungeleit
          24. Juli, 2019

          Die Säkularisierung des Hasses wurde auch theologisch begleitet, Adolf Stöcker ist so ein Reformator des Antijudaismus.

  • Dreggsagg
    20. Juli, 2019

    1.
    Ist der linke Antisemitismus, der unter der Flagge “Anti-Israelismus” fährt inzwischen auch in die Räume von ZDF und ARD gelangt.
    2.
    Oder ARD und ZDF haben Herrn Claas Relotius unter ihre Fittiche genommen.

    Jedenfalls eine blamable Vorstellung der Gebührenriesen!

    • Achim
      23. Juli, 2019

      – – allerdings, – nach dem o b e n von mir skizzierten Hintergrund & Schema, – aber schon über Jahrzehnte :
      – Der modernisierte Antisemitismus ist schon längst weit überwiegend der antizionistische und ISRAEL-feindlich geschichtsverdrehte !
      Da liegen Neonazis, Djihadisten, die Masse der Normalmoslems und vieler v.a. linker “Demokraten” auf einer Linie, – jahrzehntelang “völker”- und menschenrechtlich” eingeübt !

  • Zabka
    20. Juli, 2019

    Der SWR schreibt, „die einseitige Darstellung des israelisch-palästinensischen Konflikts“ sei „in keiner Weise“ seine Absicht gewesen: die pure Heuchelei. Wer als Coproduzent einer Doku auftritt, wird sich ja wohl vorher erkundigt haben, wem er helfend unter die Arme greift, in diesem Fall heißt die Person Rachel Leah Jones. Und Jones, kann man leicht herausfinden, gehörte in Jerusalem zur linksradikalen NGO „Alternative Information Center (AIC)“, deren Gründer Michael Warschawski mit Lea Tsemel verheiratet ist, eben jener „Menschenrechtsanwältin“, die Jones in ihrer Doku porträtiert.

    Warschawski bestreitet das Existenzrecht Israels, „egal in welchen Grenzen“ („one has to unequivocally reject the very idea and existence of a Jewish state, whatever its borders”), vergleicht den Gazastreifen mit dem Warschauer Ghetto und unterstützt, klar, den BDS-Boykott Israels. Zu Rachel Jones passt, dass sie einen Bachelor in „Race, Class, & Gender Studies“ hat und ihr folglich Floskeln wie „toxic masculinity“ mühelos über die Lippen gehen.

    All das konnte man vorher wissen, bemerkenswert an dem Unternehmen ist daher, dass neun öffentlich-rechtliche Sender genau das haben wollten: Neben SWR und NDR sind die BBC und die Öffentlich-Rechtlichen in der Schweiz, in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Kanada an der Doku beteiligt. Der Fairness halber sei erwähnt, dass der WDR den Film vorab mit einem Warnhinweis versehen hat: „Lea Tsemel, Anwältin” sei zwar ein sehenswerter Film, heißt es da, „aber unkritisch konsumieren sollte man ihn nicht“:

    https://www1.wdr.de/radio/cosmo/magazin/netzwelt/lea-tsemel-anwaeltin-100.html

    • Achim
      23. Juli, 2019

      – – tja, ja, “nicht unkritisch” konsumieren, heuchelt der WDR. Wenn er denn nur gelegentlich das Wissenszeug zur islam-/kritischen Beurteilung des “Nahost-konfliktes” bzw des antisemitischen Djihads zu- und durchließe . Aber
      er, wie die gesamte ARD oder das ZDF sind doch zu feige, besser, zu komplizenhaft, um auch nur ein wirklich ISRAEL-solidarisches und islamkritisches Buch gegen den Dauerkrieg gegen ISRAEL und seine Juden zur sachlichen Besprechung, also Bekanntmachung zuzulassen !

  • Oleg
    20. Juli, 2019

    Danke fürs aufmerksam sein. Die Antisemitischen Öffentlichrechtlichen schaue ich ja nicht mehr.

  • Gerd S.Ullrich
    25. Juli, 2019

    Israel versteckt systematisch brisante Belege über die brutale Vertreibung der Palästinenser während der Nakba. Die deutsche Übersetzung eines wichtigen Berichtes in der israelischen Zeitung Haaretz können Sie hier lesen:
    https://www.haaretz.com/israel-news/.premium.MAGAZINE-how-israel-systematically-hides-evidence-of-1948-expulsion-of-arabs-1.7435103 Sie finden den Text ebenfalls in BIB-Aktuell Nr. 74 http://www.bib-jetzt.de Hier wird u. a. bestätigt, was Ilan Pappe in seinem Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ veröffentlicht hatte.

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