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Pieks – Stich – Schuss

Eine ernste Angelegenheit wie die Corona-Impfung wird politisch und medial infantilisiert: „Eine Wurst für einen Piks“.* Gleichzeitig ist die Massenimpfung ein industrielles Projekt globaler Dimension, bei dem inzwischen geschossen wird.

von Jürgen Schmid

Im Thienemann-Verlag kann man ein Buch erwerben mit dem Titel „Paulchen und Pieks“. Paul ist ein Fuchs, Pieks sein stacheliger Freund, der Igel. Ein buntes Animationsfilmchen über „Die Mücke Pieks“ wird beworben als „Was Süßes fürs Herz“.

Pieksen tut es, wenn ein Mückenstich aua macht – im Sandkasten dient es zur Beruhigung von Kinderseelen, wenn Erwachsene die Sprache der Allerkleinsten imitieren. Aber im medizinischen Bereich? Erst recht bei einem Projekt, bei dem es ja, wie uns versichert wird, um Leben, Tod und Volksgesundheit geht? In letzter Zeit lautet die Formel: „es ist doch nur ein Pieks“, wenn es darum geht, sogenannte Impfverweigerer zu überzeugen. Allerdings entscheiden sich die wenigsten, die sich nicht gegen Covid impfen lassen wollen, oder die zögern, weil sie Angst vor der Nadel und dem in der Tat kleinen Einstich hätten.

Trotzdem scheint bei vielen Redakteuren und Politikern die Überzeugung zu herrschen, je kindgerechter die Ansprache ausfällt, desto überzeugender müsste sie auch sein. Beispielsweise teilt die Welt mit:
„Kein Piks, keine Piepen mehr! Lohnfortzahlung bei Covid19-Quarantäne wackelt“ (Welt News)

Auch BZ und andere können gar nicht mehr aufhören:
„Piks in der S42 – Impfsonderzug der Berliner S-Bahn rollt heute rund um den Ring“ (bz-berlin)

„Eine Wurst für einen Piks – Bratwurst zur Corona-Impfung: Impfwillige stehen Schlange“ (Bild – auf „Chemnitz regional“ gekonnt alliteriert zu: „Biontech mit Bratwurst“)

„Piks mit Musik: In Berlin steigt die Impfparty“ (AFP)

„AFP Deutschland“, eine Tochter der ältesten Nachrichtenagentur der Welt, der französischen Agence France-Presse, betont den Eventcharakter: „Ärzte statt Türsteher, Vakzin statt Alkohol: Mit drei ‚langen Nächten des Impfens’ möchte Berlin Clubgänger zum Impfen ermutigen. Weder Termin noch Ausweis sind erforderlich.“ (Wahrscheinlich war in dieser entspannten Atmosphäre auch eine Dokumentation des Impfgeschehens nicht erforderlich, weshalb die Zahl der Geimpften bis heute nicht zu ermitteln ist.)

Die Technik, eine für viele offenbar schwerwiegende Frage wie die Corona-Impfung einfach durch Verkleinerung fast wegzuzaubern, fügt sich harmonisch in die allgemeine Infantilisierung der öffentlichen Sprache ein. Ziel hier wie da ist es, Nähe durch distanzlose Sprache zu simulieren. IKEA und SPD etwa sind sich darin einig, ihre Kunden kumpelig zu duzen („Respekt für dich“). Wenn ein Brause-Hersteller fragt „Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?“, will er ein süßes Getränk verkaufen. Geht es um den Regierungsanspruch, klingt es nicht viel anders, etwa, wenn die Grünen in ihrem Wahlkampfsong rüttelreimten: „Zum Leben wird die Erde viel zu warm / Kämpfen für’s Klima – und meine Farm“ – wobei die kleine Farm offenbar der Fernsehköchin Sarah Wiener gehört, die an dieser Stelle mitbrummt.

„Eine Wurst für einen Piks“ – die können sich erwachsene Bürgern verdienen, als Belohnung dafür, „den Ärmel hochzukrempeln“. Auch die Ethikrats-Vorsitzende Alena Buyx kennt die tollsten Ideen für „Impfanreize“ – etwa einen Donut. Grundsätzlich scheint sie sich wie andere Verfechter von „niedrigschwelligen Angeboten“ Impfskeptiker als mangelernährte und gelangweilte Mitbürger vorzustellen. Niedrigschwellig wirbt beispielsweise das sachsen-anhaltische Gesundheitsministerium für „Impfen für alle beim Shopping“, wobei der Lockruf bundesweit gilt: „Willkommen sind nicht nur Einheimische, sondern Interessierte aus allen Bundesländern.“

Der Epidemiologe Friedrich Pürner, einstiger Chef der Taskforce Infektiologie Bayern und abberufener Leiter des Gesundheitsamtes Aichach-Friedberg, mag das Wort „Piks“ für eine Impfung nicht, weil es „unangebracht eine absolute Ungefährlichkeit“ suggeriere: „Mit solchen Wörtern führt man die Menschen hinters Licht, und dieses Framing wird der Sache nicht gerecht.“

Andere Länder, andere Wörter für dieselbe Sache: In Österreich „rät“ der Gesundheitsminister ironiefrei „zum Stich“; die Medien der Alpenrepublik überschlagen sich in Titelzeilen vom „dritten Stich“ nach dem „Zweitstich“. Die Regierung belebt zur Impfwerbung außerdem das alte Muster von Schülerreimen: „Alle gehen in den Club. Außer Jochen, der ist noch nicht gestochen“; Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen lädt anlässlich des Nationalfeiertags zum „Piks in die ‚Impfburg’“, wie er die Hofburg kindgerecht umbenennt – sprachlich nicht weit von einer Hüpfburg. Und auch Van der Bellen beugt sich demonstrativ zu den kleinen Leuten herab: „Es ist nur ein kleiner Piks.“

Das Problem ist nur: Das grüne Staatsoberhaupt will – so wie andere Politiker und viele Medienvertreter – eigentlich keine Kleinkinder ansprechen, sondern mündige Bürger, jeder einzelne von ihnen ein Souverän seines Landes.

Ähnlich wie die österreichische Regierung mit ihrer Stich-Kampagne versuchte sich deren deutsches Pendant bei jungen Menschen anzubiedern, indem man auf der Plattform TikTok bekannte Influencer wie Alicia Awa, Inscope21 oder Twenty4Tim auftreten ließ, um ihren Fans den „Pieks“ schmackhaft zu machen. (TikTok, ein Hinweis für die nicht ganz so Juvenilen, ist das Instagram von heute, wo Teenager sich präsentieren, indem sie kurze Handyvideos hochladen, auf denen sie bevorzugt an allen möglichen Orten tanzen und singen.)

Wenn Twenty4Tim nicht gerade im Auftrag der Bundesregierung tätig ist, fährt er übrigens mit Freunden von Drive-In zu Drive-In, um deren Mitarbeiter (O-Ton) „zu nerven“.

Vielleicht ist es diese Qualität, die ihm seine tragende Rolle bei der Bekämpfung der „größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“ (Angela Merkel) verschafft hat.

Auf der anderen Seite der vermeintlich kindgerecht angepieksten Spaßgesellschaft standen von Anfang an „Massenimpfungen“, bei denen frühe Befürchtungen, sie könnten das Mutationsrisiko des Virus erhöhen, auf den ersten Blick die Ernsthaftigkeit der Maßnahme erkennen lassen; „Impfstraßen“ in Groß-Unternehmen wie Volkswagen und Opel erinnern verbal daran, dass Menschen in diesem Sektor des Gesundheitssystems genauso im Akkord behandelt werden, wie die Unternehmen in der Güterproduktion Autos zusammenschrauben. Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte sieht „die Einbindung der Unternehmen in die nationale Impfstrategie als zentralen Baustein“ in der Pandemie-Bekämpfung; fließbandmäßige Abfertigung in sogenannten „Impfzentren“, deren nahezu anonymisierte Arbeitsweise ebenfalls dazu geführt hat, dass Bundesregierung und zuständige Behörden nicht so genau wissen, wie viele Menschen im Land geimpft sind.

Während es zum einen den kleinen Piks mit der Wurst oder der Süßigkeit gibt, entsteht gleichzeitig ein industrieller Komplex, der mit seiner „Impflogistik inklusive Terminmanagement“ auch sprachlich so ziemlich das Gegenteil des Kinderzimmers darstellt.

Der Münchner Versicherer Allianz bindet diese beiden widerstrebenden Elemente – Infantilität der Impfwerbung und rationale Hyperorganisation – perfekt zusammen: „Elektronisch anmelden, zum Wartebereich gehen, auf eine Nummer warten, einen Stock tiefer gibt es einen Pieks, dann noch kurz in den Ruheraum – und das war es.“

Was angeblich nur ein kleiner Stich ist, der so harmlos daherkommen soll wie die süße Mücke Pieks im gleichnamigen Kinderfilm, ist in Wirklichkeit ein Multi-Milliardengeschäft, dem Regierungen auf der ganzen Welt momentan oberste Priorität einräumen – und in vielen Ländern eine Staatsaktion, die buchstäblich generalstabsmäßig organisiert wird.

Doch bei der Verniedlichung eines medizinischen Eingriffs in den Körper bleibt es nicht. Im Laufe der Pandemie werden die Sprachbilder rauer: „Israel will den dritten Schuss“ meldeten die Agenturen am 4. Oktober 2021: „Als erstes Land der Welt führte Israel die dritte Impfung ein, auch Booster-Shot genannt.“

Metaphorisch entwickelt das die ÄrzteZeitung im Zusammenspiel mit dem (mittlerweile) Ex-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn weiter. Der spricht vom „Boosterschuss“, der „wichtig“ sei, um ablaufenden Impfschutz schnell aufzufrischen. Einen Textabsatz weiter gelingt es dem Fachblatt aus dem Springer Fachverlag, Spahns martialischen „Schuss“ wieder zum niedlichen „dritten Piks“ zu verkindlichen, den sich viele „Menschen ab 60 Jahren wünschten“.

Wie die taz belegt („Corona-Impfungen in Berlin: Der dritte Schuss kommt schneller“) scheint inzwischen das kriegerische Bild allmählich den „kleinen Pieks“ zu verdrängen.

Wer wann wo mit dieser verbalen Aufrüstung begonnen hat, ist noch nicht abschließend erforscht. In der Welt erklärte ein Immunexperte bereits Anfang Juni 2021, „warum er davon ausgeht, dass ein dritter Schuss nötig ist“ – mitten hinein in eine Phase der Impfkampagne, als man die Leute eher mit einer Bratwurst verführen als mit Militärsprech verängstigen wollte.

Im Sommer, bei sehr niedrigen Inzidenzen, wurden die „Impflinge“ noch gepiekst; jetzt, inmitten der vierten Welle, wird eher geschossen. Kommt möglicherweise die „Impfpistole“ zurück? Eingesetzt für „Massenimpfprogramme“, gegen die Grippe etwa, stoppte Mitte der 1980er Jahre die Angst vor AIDS das medizinische Akkord-Schießen. „Die Leistung eines solchen Gerätes“, weiß Wikipedia, „liegt bei bis zu 1.000 Impfungen pro Stunde“ – ein flotter Vier-Sekunden-Takt.

„Schuss“ – Epidemiologe Pürner behagt auch diese Begrifflichkeit nicht: Sie deute „eine gefährliche Abhängigkeit“ an. Nach dem Pieks ist vor dem nächsten Schuss. Vielleicht sagt diese Metaphorik ungewollt mehr über die Absichten von Politik und Impfstoffherstellern, als den Akteuren lieb ist.

Die medial forcierte Dramatisierung der Lage ist in das Wort gewandert – was die (vermeintliche) Erlösung vom Drama symbolisieren soll: Aus dem „Pieks“ hat sich ein „Schuss“ gelöst. Und es besteht noch Spielraum für weitere Worterfindungen wie den „Impfknall“, den der Deutsche Städtetag fordert. So funktioniert die digital-moderne Aufmerksamkeitsgenerierungs und -vervielfältigungsmaschinerie: Wer im 24-stündigen Rauschen der omnipräsenten Newsticker gehört werden will, muss einem leisen „Pieks“ irgendwann einen lauten „Knall“ folgen lassen.

Süßigkeiten, Würstchen, Impfparty, der kleine Mückenstich: Das lässt sich kaum noch steigern. Mehr schafft nur die Süddeutsche („Sitz, Platz und Piks“), die den besten Freund des Deutschen in niedlichster Ausführung gegen die Verschwörungstheoretiker losschickt (zu denen auch Leute gehören sollen, die es erst recht misstrauisch macht, wenn ihnen ein noch nicht ausreichend getestetes Vakzin mit Nebenwirkungen in Kindersprache nahegebracht wird).

Die Süddeutsche vertraut jedenfalls ganz dem Hundeblick: „Oskar ist kein Impfskeptiker. Im Gegenteil, der drei Jahre alte Labrador-Rüde freut sich jedes Mal wie ein Schnitzel [sic], wenn er einen Impftermin hat. […] Erstens: Er interessiert sich einen Hundedreck für Verschwörungsquatsch in sozialen Medien. Zweitens: Er bekommt dafür ein Leckerli.“ Aus Oskars ungetrübter Freude folgert Süddeutsche-Autor Titus Arnu mit tierischem Ernst: „Tierärzte sind Multitalente mit einem besonderen Händchen für bockige Patienten. Vollkommen richtig also, dass sie jetzt auch Corona-Impfungen für Menschen verabreichen sollen.“

Die Hundeherrchen-Sprache des Titels passt kongenial zur Infantilisierung der Impfkampagne, das Leckerli für Oskar zu Donut und Bratwurst für den Bürger. Der Text des Münchner Blatts enthält sämtliche Bestandteile des medialen Impf-Narrativs: Nur „Bekloppte“ (Joachim Gauck) mit „Quatsch“ im Kopf, um den man sich einen Dreck scheren sollte, lassen sich nicht impfen. Jeder Haushund ist schlauer als Joshua Kimmich. Wer zögert, hat nicht etwa Gründe, womöglich sogar gute, sondern er ist „bockig“ und „zickig“, wovon ein kundiger Veterinär mit dem „Händchen für biestige Quertreiber“ den Problembürger dringend kurieren muss.

So geht Framing, wenn sich der Einrahmende unbedingt lächerlich machen will.
Manchmal, aber dann auch nur ganz kurz zieht womöglich der Gedanke durch den einen oder anderen Journalisten- und Politikerkopf, dass die Impfrate in Deutschland höher wäre, wenn Medienschaffende und Mandatsträger diejenigen, für die sie eine Botschaft bereithalten, nicht entweder wie Kinder oder geistig Zurückgebliebene ansprechen würden. Das laut aussprechen – dafür wäre es nach hunderten Pieks-und Wurst-Sätzen allerdings auch ein bisschen spät.
Und die kleine Mücke, Oskar und Joachim Gauck hören so viel Defätismus bestimmt nicht gern.

 

 

* In den Medien finden sich zur Zeit zwei Schreibweisen – neben „Piks“ auch „Pieks“. In Wahrigs Deutschem Wörterbuch gibt es das Substantiv gar nicht, aber das Verb „pieksen“, welches umgangssprachlich steht für „pieken“, heißt: „jemanden stechen (mit einer Nadel)“.

 

 

 


Jürgen Schmid ist Historiker und freier Autor. Er lebt in München.


 

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13 Kommentare
  • Sara Stern
    9. Dezember, 2021

    Angesichts des Wahlverhaltens der Mehrheit der Deutschen empfinde ich die Kindersprache im Umgang mit Deutschen Bürgern durchaus angebracht.:D

    Es ist offensichtlich, dass die Mehrheit nicht in der Lage oder nicht gewillt ist selbständig zu recherchieren und daher vorbehaltlos dem staatlichen Vormund in der Angelegenheit vollumfänglich vertraut. Der staatliche Vormund muss angesichts einer solchen Infantilität davon ausgehen, dass es sich bei der Mehrheit der Deutschen um unreife Menschen auf dem geistigen Niveau von Kindern handelt. Die Einschätzung ist nicht komplett verkehrt, sonst sähen die Wahlergebnisse anders aus.

  • Tschekerman
    9. Dezember, 2021

    Mein Vorschlag: “Pieks, Pieks, ich hab dich lieb!”,
    von Stefan “Mücke” Remmler oder Trio, nur mit dessen Einverständnis, freilich.

    Herr Schmid, Sie haben vermutlich recht, wenn Sie schreiben, daß “die Impfrate in Deutschland höher wäre, wenn Medienschaffende und Mandatsträger diejenigen, für die sie eine Botschaft bereithalten, nicht entweder wie Kinder oder geistig Zurückgebliebene ansprechen würden.”

    Ergänzen mag ich jedoch, daß man hier auch mit Küchenpsychologie etwas weiter kommt zu verstehen, mit welchen Charakteren wir es offenbar zu tun haben.
    Die verächtliche und verspottende Haltung jener, die mündige und selbstbestimmte Bürger auf die von Ihnen dargelegte Weise anreden, ist nicht zu übersehen. Weitere Beispiele derart sind Legion.
    Es korreliert auffällig mit den Taschenspielertricks, daß man die Patienten nicht nur nicht ausreichend zu den sogenannten Impfstoffen aufklärt, sondern sie letztlich glattweg betrügt.
    Dabei werden die Patienten wissentlich einem hohen Nebenwirkungs-Risiko ausgesetzt, zu der auch vorzeitige Tode zu zählen sind.
    Genauer; nach meiner Sicht ist die Gefahr durch gefährliche Nebenwirkungen potentiell sehr viel höher als die Infizierung mit schweren gesundheitlichen Folgen durch den Virus selbst.

    Selbstverständlich kann ich solche Aussagen von mir nicht beweisen, und es wäre auch schön wenn ich mich komplett irre. Entsprechende Auswertungen laufen und werden nicht von Hellsehern beaufsichtigt. So mag man immerhin hoffen.
    Jedoch scheinen etliche Kundige, auch auf Seiten der sogenannten Impf-Befürworter, es in möglicherweise weniger drastischer Wortwahl zu bestätigen, oder wenigstens anzudeuten.

    Kurz und einfach: der Braten ist noch fauler als der faule Geruch es ahnen läßt.
    Das dürfte nicht nur Feinschmecker abstoßen.

    Wenn man dann von Impf-Pflicht/-Zwang (oben drauf auf die Erpressung via Druckmittel Erwerbsverlust, usf.) und gar schon Beugehaft redet, und auch einen “Solidaritätsdruck” der besonderen Art (in faschistischen Regimen immanent selbstidentifizierender Bestandteil) erduldet, dann ist Zweifel nicht nur geboten, sondern, Vorsicht Umkehr!, Pflicht!

    Nur dumm, „die“ haben die Uniformierten in Waffen (auch gewaltbereite Zivilisten nutzen ihr Potential) und diese werden bereits gegen Arztpraxen, Anwaltskanzleien, und auch gegen Demonstranten -wenn bislang “nur”- als Drohmittel eingesetzt. Aus Australien, zB, läßt sich mittlerweile vernehmen, daß solche Waffen auch, wie letztlich vom Erfinder vorgesehen,als „Pieksprügel“ eingesetzt werden.

    Diejenigen, die sich von solcher “Impfung” (und solchen Leuten die derart drängen) lieber fernhalten wollen, und teils auch ihre Lieben und “potentiellen Freunde” (via medialer Verbreitung, zum Beispiel hier) davor warnen, die leben eindeutig gefährlich in diesen Zeiten, wo der quasi-totalitäre Druck kontinuierlich zunimmt.
    Und diese Leute, das kann man ihnen schon nachsehen, haben mehr Furcht vor dem stetig steigenden quasi-totalitären Druck, als vor dem Virus.
    Gewaltbereite Gruppierungen auf allen Seiten agieren bereits und “freuen” sich auf die Ausweitung ihrer Einsätze.

    Sich davor zu fürchten ist nicht nur Sache des Menschenverstandes, allzuhäufig ist es bereits instinktive Antwort auf tatsächlich körperliche Bedrohung.
    Haben wir nicht schon genug Sorgen -auch- Dank jener, die uns nun noch die Selbstmündigkeit aberkennen?

    • Jochen Schmidt
      10. Dezember, 2021

      “Selbstverständlich kann ich solche Aussagen von mir nicht beweisen, …”

      Doch das können Sie sehr wohl. Sie müssen hierfür lediglich die absolute Risiko-Reduktion der Vakzine betrachten (in der Öffentlichkeit wird normalerweise bloß die relative Risiko-Reduktion thematisiert, die aber nicht ausschlaggebend ist für die Frage, ob es sinnvoll ist, sich impfen zu lassen). Hier mal ein wissenschaftliches Zitat zur absoluten Risikoreduktion:

      “… RRR [= relative risk reduction] should be seen against the background risk of being infected and becoming ill with COVID-19, […] the absolute risk reduction (ARR), which is the difference between attack rates with and without a vaccine, considers the whole population. ARRs tend to be ignored because they give a much less impressive effect size than RRRs: 1·3% for the AstraZeneca–Oxford, 1·2% for the Moderna–NIH, 1·2% for the J&J, 0·93% for the Gamaleya, and 0·84% for the Pfizer–BioNTech vaccines.”

      https://doi.org/10.1016/S2666-5247(21)00069-0

      Siehe auch:
      https://doi.org/10.3390/medicina57030199
      https://doi.org/10.3390/vaccines9070693

      • Tschekerman
        12. Dezember, 2021

        Danke Jochen.
        Allerdings mag ich zugeben, daß ich es beim ersten Überfliegen schwierig finde zu verstehen, was nicht an mangelnden Englischkenntnissen liegt. Und selbst allein das Wortspiel „Risiko-Reduktion“ mag zwar verständlich sein, biegt bei mir jedoch schon Hirnwendungen in unerwartete Richtungen, wie sie sich durch das anliegende Hauptthema (Möglichkeit von gravierenden Impfschäden durch die „Maßnahmen zur Rettung der Menschheit“) ergeben.
        (smiley mit Tränchen.)

        Wenn Sie das verstehend-flüssig lesen, dann haben Sie meinen Respekt!
        Und ihren Posten an der Stelle redlich verdient. Kleiner Scherz.
        Will sagen, es wäre uns allen sehr nützlich, wenn man entsprechende Studien und deren Ergebnisse schriftlich auch für den Laien verfügbar/verständlich stellen könnte.

        Für eine Erstauswahl scheint leichter lesbar schon einmal die Studie hinter dem dritten Link zu sein.
        Vorläufiges Ergebnis der Rechenschieberei:
        auf drei Tote durch Corona zwei Tote durch Nebenwirkungen.

        Überlegen wir weiter.
        An Corona erkranken die wenigsten schwer, wenn sie sich überhaupt infizieren?
        Die sogenannten Impfungen jedoch sind schon weit gestreut worden, und nun ist noch von der “allgemeinen Impfpflicht” die Rede. Und weitere Zwangsmaßnahmen scheinen da so einigen allzu verlockend…
        Überall nur Menschenfreunde!?

        Die Studie (soweit von mir nicht mißverstanden?) bezieht sich alleine auf jene “mit Corona” als Subjekt der Betrachtung.
        Es gibt jedoch viel mehr Menschen “ohne Corona”.
        Auch die werden geimpft.

        Ohne genaue Zahlenwerte errechnen zu müssen sind groteske Ergebnisse -man mag sagen: von teuflischen Ausmaß- zu erwarten.
        Es lassen sich mehrere Verstorbene an den Nebenwirkungen denken auf einen einzigen an Corona verstorbenen!

        Sie haben also Recht, wenn ich schon nichts beweisen kann, so verweisen die Indizien in eine äußerst beunruhigende Richtung, die unsere Befürchtungen scheinbar noch bei weitem übertreffen.

        Das ist eine Dimension an grotesker Absurdität, die man auch dann nicht glauben kann/will, wenn sie einem direkt ins Gesicht schlägt. Um es blumig zu formulieren.

        Eingestanden, das läßt mich ratlos zurück.
        Lassen wir das noch etwas sacken, denn wir werden sehr flexibel und beweglich sein müssen, wenn sich nur die Hälfte von dem bewahrheiten sollte, was die Studien bereits an-, bzw., ausdeuten.

        Nochmals Danke, und alles Gute!
        Passen Sie auf sich auf!

        PS/ und Danke auch an weitere Anmerkungen unter dem Artikel, und auch an den Artikel-Autor.
        Einfach so, und wenn ich auch nicht mit allem einverstanden sollte.

  • Albert Schultheis
    9. Dezember, 2021

    Eine besonders dämliche Variante der Verniedlichung einer toternsten Angelegenheit kann man im fassenachtbesoffenen Mainz hören (ich habe sie von einer Ärztin mit zwinkernden Augen anempfohlen bekommen): “Haste auch schon dein Spritzer von unserm gude Meenzer Stöffche bekomme?” – Was soll man da als virologischer Laie anderes erwidern als – mit Augenzwinkern: “Nee, danke, ich bin lieber gesund!”

  • Martin
    9. Dezember, 2021

    Paßt doch. “Ein kleiner Piks” ist es auch nur bei der Anopheles Mücke. Hat halt etwa 1-3 Millionen Tote pro Jahr zur Folge, aber ist ja wumpe.

  • Oskar Krempl
    9. Dezember, 2021

    Ich sehe das so. Diese angeführte Sprache der Befürworter ist keine Verstellung, sondern zeigt korrekt deren intellektuelle Leistungsfähigkeit. Q.E.D.

  • Andreas aus E.
    10. Dezember, 2021

    Piks sind für mich mehrere Spielkarten, wie sie etwa bei Skat oder Poker verwendet werden. Sprachgefühlsmäßig halte ich nur Pieks für den Schuß für richtig.

    Schön die Erinnerung an die Impfpistole. Bis zu 1.000 Impfungen pro Stunde sind eine ansehnliche Leistung, aber das ginge noch weit effizienter.
    Schwärme von eingen Dutzend mit Drucklufttechnik ausgerüstete Drohnen könnten über Kinos, Märkten, Stadien, Einkaufszonen, Parkhäusern schweben und vollautomatisch mit Impfe gefüllte Dartpfeile verschießen. Ein mitverimpfter Mikro-RFID-Sender schützt für später vor versehentlicher Doppelverimpfung, läßt aber auch hartnäckige Impfleugner früher oder später erwischen helfen.

    Der Vorteil ist dabei, daß die Drohnenpiloten (es werden überwigend ehrenamtliche Lauterbachfans sein), welche für Nachtankmanöver eventuell erforderlich sind, Distanz zu ihren Weichzielen haben. Da hält weder Gewinsel noch Gewinden vom erfolgreichen Schuß ab.

  • Konter-Konter-Gaehn
    10. Dezember, 2021

    Guten Tag.

    Mir kam heute der Gedanke, dass diese Form der Militarisierung gar nicht so sehr eine boshafte Eigenschaft ist, sondern ein Problem eines menschlichen Herrschens an sich. Da fehlt die Option für feinfühliges Handeln und die Entscheider peitschen die Bürger auf eine aggressive Art ein, weil es ihnen nicht möglich ist anders zu agieren. Verantwortungsvoll hätte ich gefunden eine Zusatzversicherung für Impfschäden, die die Pharmaleute vom (vorher abgesprochenen Anteil – den auch der Steuerzahler / Staat aufbringt – wir sind Realisten) zumindest man hätte sich in den Verträgen bemüht ein humanistisches Gesicht zu wahren und den Menschen einen Hort der Sicherheit anzubieten auch wenn es Probleme gäbe. Man hätte trotzdem das groß an die Glocke hängen vermeiden müssen um die Impfungen an den Mann zu bringen, aber die Haltung dahinter wäre anders und weniger vom Scheißegal-Faktor, der sich überall anzudeuten scheint. Die Verlierer dieser Strategie sind die vielen zehntausende denen man mit der experimentellen Gentherapeutika Gesundheit und Leben ruiniert hat – Kinder, die ihre Eltern zum Impfen brachten, die dann starben. Eltern, die Ihre Kinder zum impfen bringen sollen und welche Schäden davontragen. Das so gezeichnete Menschen sich nie wieder auf solche Experimente einlassen sollte klar sein – Fragen Sie Till Schweiger.

    Was mir einfach auffällt ist dieses von oben herab einen Krieg zu kämpfen und die Bevölkerung und ihre Mittel als reine Verfügungsmasse im Kampf zu betrachten, wie es eine Nation, die in den Krieg gezogen ist tatsächlich tut. Die Propaganda feiert Urstände, die Rechte werden als Verfügungsmasse in der Erpressung mitgenommen: Du bist dabei oder du bist deines Lebens nicht mehr sicher – Wer sich nicht auf das Experiment mit experimentellen Gentherapeutika mRna / Vektor-Pseudoimpfung einläßt, der hat seine Lebensgrundlage verloren, ist Dissident, vogelfrei.
    Die tausenden Spritzen werden zur wirkungslosen Rüstung gegen einen anstürmenden Feind, der unsichtbar ist, nicht gesehen werden kann und dessen man nicht habhaftig werden wird. Ein Terrorist – noch schlimmer: Kombatant – ein Kriegsgegner – Da ist jedes Mittel recht, jeder Druck akzeptabel und das Virus verhandelt ja nicht es tötet einfach still leise lautlos – Was für ein geniales Feindbild! Der Verlust der Bildung und die an dieser unsichtbaren Monströsität klebenden Gerüchte um Massenexodus und Projektionssubstrat der Angst eines jeden Individuums, tun das Übrige für den an Wahnsinn grenzenden Zustand der Gesellschaften.
    Wie kann damit umgegangen werden? Der Staat hatte wohl immer nur Hardliner-Antworten wenn die Umstände den Druck erzeugen, mir scheint, dass dem Staat hier kaum eine Alternative bleiben kann – schon weil das Staatswesen ein instituionelles Instrumentarium ist, kein menschliches Wesen.

    In solchen Krisen und Kriegen war es immer Opferbereitschaft, die von Menschen von der Under-Class gefordert wurde – Jeder muss zur Verteidigung – in der Allegorie zur Spritze – gerufen werden können ob er will oder nicht – Wer sich weigert verläßt den Volkskörper, macht bei der Landesverteidigung nicht mit und für diese galten noch nie Menschenrechte oder etwas ähnliches. Deserteure sind immer schon Outlaws gewesen.

    Es fehlt an der Mentalität bei vielen Herrschenden den Menschen mit Menschenrechten zu erkennen und zwar unveräußerlich. Das ist schon immer Verfügungsmasse in politischen Tiraden und Scheingefechten.

    Wie im Grabenkrieg wird der Bürger zur Spritze gerufen und wenn die Spritze die Menschen in Massen meuchelt so ist jedes Opfer der herrschenden Klasse recht. Weil sie es nicht anders können eine Bedrohung ihres gesamten Apparates hinzunehmen. Es ist auch unmöglich mit menschlicher Attitüde zu reagieren denke ich, denn das würde von den Hardlinern immer wieder als Schwäche und Dummheit ausgelegt und Staaten würden an dieser Stelle Supporter verlieren und an den Pranger gestellt – Da auch die aktuell Herrschenden wissen, dass ihre Macht nur verübergehend geliehene ist, werden sie sich nicht autark genug bewegen können um solch einer Bedrohung anders sich entgegenzustellen.

    Hierzu fallen natürlich auch viele Karikaturen ein, Grabenkämpfe mit zehntausenden Toten, verkrüppelten und psychisch geschädigten Menschen – Das war es einer herrschenden Kaste auf dem Planeten doch noch überall wert, soweit die Geschichte.

    Und gleichzeitig ist dies eine Lage, da muss man fast sagen, dass man mitmachen möchte, aber man hätte halt gerne diese oder jene Option – Das soll einem aber verwehrt werden aus Interessenlage oder anderen Gründen, Zeitdruck politisch-wirtschaftlicher Druck, was hier auch immer wirksam wird.

    Wenn der Organismus ums Überleben kämpft opfert er seine Körperteile und Funktionen stückchenweise. So ähnlich könnte man wohlwollend das heutige Verhalten vieler Protagonisten sehen.

    Vielleicht sollten alle einfach abrüsten und sich weniger aufregen. Wir bitten den Staat sich etwas zu mäßigen in den Handlungen, ohne die Botschaft unklar werden zu lassen und erwarten in Kürze mehr zugelassene und modernisierte Versionen auch klassischer zu Recht so genannter Impfstoffe. Da sollte für jeden etwas dabei sein und der Rest wird sich arrangieren müssen, weil den Staat die Sorge um Selbsterhalt, Machterhalt und damit auch Lebensgrundlage von Millionen Menschen antreibt obwohl er diese unmögliche Aufgabe wie man sagt, gar nicht erfüllen kann in gewissem akademischem Sinne.

    Gehabt euch wohl in wilden Zeiten ist ein klarer Kopf mehr Wert als spalterisches Denken und Handeln.

  • A. S.
    10. Dezember, 2021

    Wie sagte der Kabarettist Ludger Kusenberg so schön zum Thema Pieks: “Mit der gleichen Logik können Sie auch jemandem einen Revolver an den Kopf halten und sagen ‘So, jetzt macht es gleich mal kurz PENG…'”. Würde die infantilisierte Sprache gut adaptieren, wie ich finde. Zum Diffamieren als “Verschwörungstheoretiker” hat Kusenberg auch was: “Früher musstest du dich noch richtig anstrengen, um als Verschwörungstheoretiker zu gelten. Unter Leugnung der Mondlandung lief da gar nix. Heute bist Du schon Verschwörungstheoretiker, wenn du bei ‘nem neuen Medikament fragst: Wieso fehlt da der Beipackzettel?”

  • Thomas
    11. Dezember, 2021

    Rote, grüne oder sonstwie angemalte Faschisten

    • *Gleichzeitig ist die Massenimpfung ein industrielles Projekt globaler Dimension, bei dem inzwischen geschossen wird.*

    Das stimmt. Bereits weit vor gewissen „Jagden“ in Chemnitz wurden nicht nur semantische Grenzen außer Kraft gesetzt. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann die geschätzte Briefwahlpolitik den Ungeimpften (Verweigerern) die Schuld am „Klimawandel“ gibt – wobei sich das Klima bekanntlich wandelt, seit es Klima gibt.
    Und natürlich darf sich die „Gesellschaft“ nicht von Ungeimpften „erpressen lassen“ (sprudelte kürzlich ein gewisses Bächlein keck in ein Mikrofon). “Geimpft, genesen oder gestorben” – eieiei.

    Mittels “Pieks” werden Bewohner des Landes neuerdings zu “Freiheit” und “Solidarität” gezwungen – nun, mit dieser Logik kommt der Gipfel der Frechheit ddr-demokratischer Grünfaschisten so langsam in Sichtweite. Viele Leute denken heute wirklich noch, es hätte schlimmer kommen können. Erfahrungsgemäß kommt es dann schlimmer. Faschisten hören nicht damit auf, ihre gesellschaftspolitischen Ohrfeigen an ihre „Feinde“ zu verteilen. Das hat Methode und steht im Parteiprogramm – natürlich nicht wörtlich. Aber die ziehen das durch – wissenschaftlich begründet, natürlich. Immer.

    Was wohl der olle Kästner Erich dazu sagen würde, …

    • “Die Nation müsse die Vergangenheit bewältigen, heißt es. Wir sollen bewältigen, was wir vergessen haben? Das klingt nach leerer Predigt. Und die Jugend soll bewältigen, was sie nicht erlebt hat und nicht erfährt? Man sagt, sie erfahre es. Wenn nicht zu Hause, dann in der Schule.”

    • „Man wird zeigen und sehen können, wie es gekommen und gewesen ist. Doch das Lesen in der großen, in der Großen Chronik darf nicht alles sein. Sie nennt Zahlen und zieht Bilanz, das ist ihre Aufgabe. Sie verbürgt die Zahlen und verbirgt den Menschen, das ist ihre Grenze. Sie meldet, was im großen ganzen geschah. Doch dieses Ganze ist nur die Hälfte.“

    • „Lebten und starben denn Zahlen?“
    (Kästner Erich, Notabene 45, „Vorbemerkungen“)

    Was nicht gut ist, hat immerhin einen Vorzug: Es kann besser werden. Immerhin.

  • irgendwer
    16. Dezember, 2021

    “Schuss” = Militärsprache, in Zusammenhang mit einer Injektion? Das ist wohl etwas weit hergeholt. “Sich einen Schuss setzen” bis zum “Goldenen Schuss” sind ins Umgangssprachliche eingesickerte Junkie-Synonyme für den Gebrauch/ das Spritzen von Heroin.

  • Karsten Dörre
    24. Dezember, 2021

    Anspannung, Angst, Panik sind erfolgreiche Marker, um eine gesteigerte Aufmerksamkeit für regierungsamtliche Maßnahmen, Verordnungen, Verbote zu gewährleisten. Die Partei hat immer Recht, erstrahlt mit anderen Protagonisten stärker denn je als alternativlos gottgleiche Instanz, der bedingungslos zu gehorchen, zu folgen und – wenn es nötig wird – kotauähnliche Ehrerbietungszeremonien zuteil kommen zu lassen. Wer nicht folgt ist ein Defätist, ein Dienstverweigerer, im Coronazusammenhang ein Virenpazifist. Weniger martialisch sind die Verwendungen von unsolidarisch, unsozial, wobei Gesundheits- und Impfpatriotismus gar nicht so weit weg sind. Derweil Kultur, Bildung, Soziales und die jungen Generationen einer Gesundheitsideologie geopfert werden, als ob es uns dies seit vielen Jahrzehnten auf den Nägeln brannte und niemand es bisher wagte, das durchzusetzen.

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