Ostern ist das höchste christliche Fest. Aber seine Botschaft richtet sich nicht nur an Christen. Jeder kann sie verstehen und auf sich beziehen: neues Leben, die Überwindung eines Verhängnisses, die für unmöglich erklärte Wendung.

Amtskirchen verlieren Mitglieder zu hunderttausenden, gleichzeitig findet eine gegenläufige Bewegung statt: Vor allem Jüngere interessieren sich für die Bedeutung des Christentums für die westliche Kultur. Sie verstehen, dass es sich um eine eigenständige Kultur handelt, ihre Kultur, die auch Nichtkirchenmitglieder und Nichtchristen nicht ständig rechtfertigen möchten. Das sind wir, das gehört zu uns – diesen Satz kann jeder sagen, der den Westen für erhaltenswert hält, ganz unabhängig davon, was er sonst noch glaubt.

Die Ursprünge des Christentums liegen zwar nicht im Westen, der christliche Glauben ist universal. Aber auch im Universalen lässt sich das Eigene finden. Eigenes bedeutet nicht unbedingt Exklusivität. Das Christentum prägte Europa so stark wie keinen anderen Erdteil in seiner Kultur und seinem Denken, auch dort, wo wir die christlichen Wurzeln nicht mehr mühelos erkennen.

Publico wünscht allen Lesern frohe Ostern


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1 Kommentar
  • Karsten Dörre
    05.04.2026

    Jesus würde Mundschutz tragen. Jesus würde sich impfen lassen. Jesus würde die Bundesregierung wegen der Kraftstoffpreispolitik aus ihren Häusern jagen. – Letzteres nicht? Achso, Jesus ist nur für bestimmte Agenden da.