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1 Kommentar
  • Werner Bläser
    07.09.2026

    Ich glaube, Rochefoucauld irrt. Bei den meisten Menschen reicht ihr Wollen sehr viel weiter als ihr Können. Politiker und Mainstreamjournalisten bieten uns regelrechte Prachtbeispiele dafür. Wenn man Herrschaften wie Habeck, Bas, Klingbeil, Merz… betrachtet, kommt einem natürlich als erstes der Gedanke, dass Rochefoucauld solches Volk ebensowenig kennt (kannte, in dem Fall) wie umgekehrt.
    Bei Journalisten gäbe es ebensoviele Beispiele zu nennen; besonders aufgefallen ist mir heute ein famoser Schreiber der Bildzeitung, der die AfD als antisemitisch verdammt, weil man in der Partei von „Eliten“ und von „Globalisten“ sprechen würde. In Wirklichkeit wären mit solchem Wortgebrauch aber Juden gemeint. Es ist bemerkenswert, dass das Schreiberlein die Fähigkeit zu haben glaubt, anderen so klar in die Köpfe schauen zu können. Wäre er Kellner, würde er wohl einem Schnitzel bestellenden Gast entgegnen: „Sie sagen Schnitzel, aber ich weiß, in Wirklichkeit wollen Sie Blutwurst.“
    Ob Roberto Michels oder Gaetano Mosca auch Nazis waren? Die sprachen dauernd von Eliten. Und war Merkel auch Antisemitin? Denn sie war eine Globalistin par excellence.
    Außerdem glaube ich, dass die heutigen Möchtegern-Demokratieverteidiger tief im Inneren nicht wirklich glauben, dass alles rechts der CDU Nazi ist. Nein, ich kann und will nicht in ihre Köpfe schauen. Ich mache eine Deduktion aufgrund einer simplen Plausibilitätserwägung: Wenn da wirklich so viele Nazis wären, hätte es bei den Linken angesichts ihres Verhaltens den „Rechten“ gegenüber schon massenhaft blaue Augen und ausgeschlagene Zähne gegeben.
    Die gibt es aber eher bei Rechten, wie zwei Journalisten von Apollo News erst vor kurzem am eigenen Leib erfahren mußten.