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oldman
06.06.2026Absolute Zustimmung ! Man denke nur an den Covid-Zirkus.
Anne Strandt
06.06.2026Laut KI hat Hannah Arendt dieses Zitat nicht geprägt. Es stammt original aus Jean-Jacques Rousseaus Spätwerk „Die Träumereien des einsamen Spaziergängers“ (Sechster Spaziergang). Dass das Zitat im Internet oder auf Social-Media-Plattformen fälschlicherweise immer wieder Hannah Arendt zugeschrieben wird, liegt an einer thematischen Überschneidung: Beide dachten intensiv über die Abgrenzung von bloßem „Tun, was man will“ und echter Freiheit nach.
Arendts tatsächliches Freiheitsverständnis unterscheidet sich jedoch grundlegend von Rousseaus Ansatz.
Rousseaus Blickrichtung (Negativ/Individuell): Für Rousseau liegt der Fokus in diesem Zitat auf dem Schutz des Individuums vor dem Willen anderer – also auf der Freiheit, sich Zwängen zu verweigern (Abwesenheit von Zwang).
Arendts Blickrichtung (Positiv/Politisch): Für Hannah Arendt ist Freiheit kein Zustand des Rückzugs oder des Nicht-Müssens. Sie definierte Freiheit als aktives politisches Handeln im öffentlichen Raum. Frei sein bedeutet für sie, gemeinsam mit anderen das Wort zu ergreifen, zu debattieren und etwas völlig Neues im öffentlichen Raum zu beginnen. In ihrem bekannten Essay „Die Freiheit, frei zu sein“ trennt sie zudem scharf zwischen Befreiung (der Abwesenheit von Not und Unterdrückung) und Freiheit (der aktiven politischen Mitbestimmung). Rousseaus Zitat beschreibt nach Arendts Logik eher eine Vorstufe der Freiheit – die bloße Befreiung von Zwang.
Schönes Wochenende & Liebe Grüße!
Anne Strandt
Ben Goldstein
07.06.2026Danke für Ihre Ergänzung!