Die Behandlung des Mordfalls Nowak durch deutsche Einordnungsmedien folgt einem Muster: Sie konditionieren ihr Publikum auf orwellsches Doppeldenk. Und das mit Erfolg
von Dirk Schwarzenberg
Wenn Sie die Bodycam-Videoaufnahme der letzten Minuten im Leben von Henry Nowak gesehen haben, dann ganz bestimmt nicht in den öffentlich-rechtlichen deutschen Sendern. Die berichteten erst überhaupt nicht über den Fall des18-jährigen Studenten, den der 23-jährige Sikh Vikrum Digwa am 3. Dezember 2025 in Southampton aus einem nichtigen Anlass mit fünf Messerstichen tötete – und auch nicht über den Prozess gegen den Mörder.
Die Polizei, so zeigt das mittlerweile veröffentlichte Polizeivideo, legte dem schwer verletzten Nowak Handschellen an, obwohl er mehrfach sagte, er sei niedergestochen worden und bekäme keine Luft mehr. Die Polizisten handelten so, weil der Täter behauptete, Novak, ein Weißer, habe ihn „rassistisch“ beleidigt. Auf dem Video sieht man, dass die Beamten den 18-Jährigen überhaupt nicht auf Verletzungen untersuchen, und andererseits die Rassismus-Geschichte des Messerstechers ohne jede Nachfrage zur Kenntnis nehmen. Novak verblutete in Polizeifesseln. Die „Tagesschau“ zeigt nur einen noch nicht einmal ganz sekundenlangen Schnipsel des stark verpixelten Videos. Dann folgt eine der für das Medium typischen Einordnungen: Die Polizisten, referiert ein Sprecher, haben einen „großen Fehler“ gemacht und „Täter und Opfer verwechselt“. In Wirklichkeit nehmen sie dem indischstämmigen Messerstecher die Geschichte einfach umstandslos ab, und fesseln Nowak, der sich überhaupt nicht wehrt, weil er sich kaum noch rühren kann. Der „Tagesschau“-Erklärer schwenkt, sobald dieser Rahmen steht – tragischer Fehler, hätte nicht passieren sollen –, schnell auf die „rechtspopulistischen und rechtsextremen Kreise“, die den Fall jetzt ausnutzten „und der Polizei vorwerfen, weiße Menschen zu benachteiligen“.Die Frage, ob dieser Vorwurf womöglich zutrifft, schneidet die ARD gar nicht erst an. Denn ihr Erklärstück endet schon nach anderthalb Minuten. Jeder kann sich die Reaktion der Uniformierten im umgekehrten Fall ausmalen – wenn also ein Weißer neben einem auf dem Boden liegenden Dunkelhäutigen diesen Weg rassistischer Beleidigung beschuldigt hätte, während der sich vor Schmerzen krümmt. Bei der ARD erscheint außerdem die unvermeidliche zugeschaltete deutsche Expertin auf dem Bildschirm, die erst einmal erklärt, in der britischen Polizei sei Rassismus gegen Dunkelhäutige weit verbreitet gewesen – als Beleg führt sie an, die Ordnungshüter hätten Farbige häufiger angehalten und durchsucht als weiße Bürger – , deshalb habe die Politik „neue Richtlinien“ eingeführt. Und nun, so die Einordnerin Nummer zwei, würden rechte Politiker wie Nigel Farage behaupten, damit wären die zuständigen Politiker „über das Ziel hinausgeschossen“. Bei dem unterstellten Rassismus handelt es sich für sie also um eine feststehende Tatsache, bei dem Hinweis auf die Benachteiligung von Hellhäutigen um eine rechte Parole, auf keinen Fall aber um eine systemische Erscheinung.
Natürlich wissen sie und die ARD-Mitarbeiter, dass in Rotherham und anderen englischen Städten sogenannte Grooming- beziehungsweise Rape-Gangs pakistanischstämmiger Briten über Jahre hinweg weiße Mädchen aus der Unterschicht – darunter auch viele Minderjährige – missbrauchten und zur Prostitution zwangen, praktisch unter den Augen der Behörden einschließlich der Polizei, die lange nicht eingriffen, weil sie durchaus berechtigt fürchteten, linke Politiker und Medien könnten das als Rassismus skandalisieren.
Die Two-Tier Justice – das „Zwei-Ebenen-Rechtssystem“ in Großbritannien – operiert nicht unter der Hand, sondern ganz offiziell, durchgesetzt mit einem höchstrichterlichen Urteil und entsprechenden Richtlinien. Die schreiben vor, dass die Verfasser sogenannter Pre-Sentence Reports (PSR), die wesentlich mitentscheiden, ob ein Delinquent Bewährung erhält oder hinter Gitter muss, die Zugehörigkeit des Betreffenden zu einer „ethnischen Minderheit“, einer „kulturellen Minderheit“ und/oder einer „minderheitlichen Glaubensgemeinschaft“ pauschal zu dessen Gunsten berücksichtigen müssen. Das Resultat in der Praxis sieht dann so aus. (Sobald die aufgezählten Minderheiten sich irgendwann in Mehrheiten verwandeln, dürfte die Vorschrift ganz von allein fallen – das nur nebenbei.)
In einem internen Schulungsdokument der Londoner Metropolitan Police kann jeder nachlesen, dass die Autoren im identitätspolitischen Jargon Neutralität ausdrücklich zum „falschen Ideal“ erklären.

Polizisten, die so handeln wie in Rotherham und im Fall Nowak, tun das nicht aus eigenem Antrieb. Sondern weil sie wissen, dass ein politischer Wille dahintersteht und ihnen berufliche Nachteile drohen, sobald sie jemand mit dem offiziell abgesicherten Rassismusvorwurf überzieht.
„Ich kann nicht atmen“, Tod in Polizeigewahrsam: Das alles erinnert unweigerlich an den Tod von George Floyd 2020 in Minneapolis und die Folgen. Natürlich unterscheiden sich beide Vorgänge in wesentlichen Punkten: Bei Henry Nowak handelte es nicht um einen notorischen Kleinkriminellen, der zum Zeitpunkt seiner Festnahme unter dem Einfluss von Fentanyl stand und schon über Atemprobleme klagte, bevor der Polizist ihn in den Würgegriff nahm. Anders als damals in den USA plünderten Demonstranten in Großbritannien bisher auch keine Läden, setzten keine Autos in Brand und schlugen niemanden tot, um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen. Kurzum, in London und anderen Städten sieht es nicht so aus wie kürzlich in Paris nach dem Champions League-Sieg des Fußballclubs PSG, wo die Fans laut Tagesschau „ausgelassen feierten“.
Erwartungsgemäß erklären die Öffentlich-Rechtlichen und nahestehende Medien im Gegensatz zu den Vorgängen seinerzeit in den USA die Proteste in England nach der Veröffentlichung des Polizei-Nowak-Videos zum eigentlichen Problem, desgleichen Zeit Online und Spiegel, der seiner Kundschaft erklärt, „Rechte“ würden auf der Insel jetzt „Wut schüren“.
Die herausragende semantische Meisterleistung vollbrachten allerdings ARD und Deutschlandfunk simultan: Dort zerbrachen sich die Medienschaffenden offenbar die Köpfe, wie sie Nowaks Mörder bezeichnen sollten, und kamen auf die im deutschen Sprachraum bisher singuläre Wortschöpfung „Messernarr“.
(Der Autor und Satiriker Michael Klonovsky bringt die Weiterentwicklung „Penisnarr“ für Vergewaltiger mit Hintergrund in Vorschlag, Anwendungsbeispiel: „Bewährungsstrafe für syrische Penisnarrengruppe“.)
Hier soll es nicht in erster Linie um die Praxis der deutschen Einordnungsmedien gehen, sondern um die Frage: Was bewirken sie bei denjenigen unter ihren Kunden, die nur aus dieser Quelle ihr gesamtes Weltverständnis schöpfen? Wer schluckt einen Begriff wie „Messernarr“? Wer nimmt umstandslos hin, dass diese Medien sowohl den Fall George Floyd als auch den Mord an Nowak und die jeweiligen Folgen bis zur Unkenntlichkeit verbiegen? Die Berichte zu Floyd und den romantisierten BLM-Kundgebungen stehen ja immer noch im Archiv und damit unmittelbar neben dem jüngsten Framing zu den Vorgängen in England.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die ihm nahestehenden Medien funktionieren nicht nur als große Filter- und Desinformationsmaschine. Sie konditionieren ihr Publikum, zumindest den Teil, der alle anderen Informationskanäle meidet. Dieser Teil schrumpft zwar, spielt aber für die Gesellschaft immer noch eine wichtige Rolle. Dieser Großgruppe will dieser Text sich nähern. Nicht herablassend, denn die entsprechende Konditionierung nehmen ja nicht die Haltungsqualitätsmedien-Only-Zuschauer und Leser an sich selbst vor. Die Konditionierung geschieht ihnen, ohne dass sie diesen Prozess wahrnehmen. Sie befinden sich in einer experimentellen Situation, von der sie nichts wissen, ähnlich wie der Held in dem Film „The Truman Show“.
Der Konditionierungsapparat bringt ihnen nicht bei, offensichtliche Widersprüche zu ignorieren. Das wäre auch kaum möglich. Er trainiert ihnen vielmehr das Störgefühl ab, das völlig widersprüchliche Behauptungen und Deutungen durch ein und dieselbe Autorität normalerweise beim Empfänger auslösen. In Orwells „1984“ bedeutet „Doublethink“ bekanntlich, einander widersprechende Glaubenssätze nebeneinander zu denken, ohne daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Alles in allem: Die oben genannten Medien machen bei den Konsumenten, die ihnen exklusiv folgen, die kognitive Dissonanz zum Normalzustand. Sie bringen ihnen sogar bei, alle in ihrer Umgebung, die nicht diesem Prinzip folgen, für gefährlich, gestört und von sinistren Mächten („Tech-Bros“, „Bots“) beeinflusst zu halten.
Eine Konditionierung erfolgt dadurch, dass man den Probanden immer wieder dem gleichen Einfluss aussetzt, in diesem Fall einander ganz offenkundig widersprechenden Botschaften. Hier eine kleine und sehr unvollständige Liste:
Der Bayerische Rundfunk und andere berichten durchaus wohlwollend und zurückhaltend über die vom Gleichstellungsreferat der Stadt erstellte Liste „unerwünschter Lieder“, die auf der Bergkirchweih in Erlangen nicht gespielt werden sollen, darunter den 1981er Hit „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang. Denn dort geht es um Rotlicht, Prostitution, mithin um toxischen, schlimmgestrigen Sexismus. Fast zeitgleich referiert die ARD ebenfalls verständnisinnig über die Aufgabe für Schüler an einem Gymnasium in Kevelaer, einen „Puff für alle“ zu entwerfen. Denn das gilt als progressiv, es geht nämlich ganz anders als im Münchner Sperrbezirk „um die Vielfalt von Lebensmodellen“.
Die taz nimmt sich wohlwollend der Frauenabteile im öffentlichen Nahverkehr von Kairo an, lobt die Einrichtung als „Safe space auf Schienen“ und empfiehlt sie durch die Blume auch für Deutschland. Das gleiche Blatt wirbt mit seinen Mitmedien dafür, dass Männer, die sich als Frauen definieren, Zugang zu Safe spaces für Frauen wie Frauenumkleiden und Frauentoiletten erhalten müssen, und erklärt jeden, der das anders sieht, zum Fortschrittsfeind.
„Die Hälfte der Macht den Frauen“ gilt hier und überhaupt in dem oben umrissenen Mediensegment als selbstverständliches Ideal, obwohl es zwangsläufig die Feststellung enthält, dass es nur zwei biologische Geschlechter gibt. Wer genau das allerdings einfach so behauptet, den ordnet der gleiche Apparat als „transphob“ und damit als Menschenfeind ein.
Im „globalen Süden“ herrschen so unerträgliche Zustände, dass der Westen und insbesondere Deutschland jeden Migranten von dort schon aus moralischer Pflicht aufnehmen muss, der Einlass begehrt. Medienplattformen, die das ihrem Publikum immer wieder nahebringen, berichten andererseits darüber, wie Äthiopien auf dem Gebiet des grünen Fortschritts Deutschland meilenweit enteilt; sie transportieren auch gern die politische Botschaft von der vorbildlichen Frauenquote in Ruanda.
Wenn der Staat das Geld der Steuerzahler für alles Mögliche spendiert, dann „gibt er etwas“, nämlich den Bürgern, die dafür mehr Dankbarkeit zeigen sollten. Sobald jemand die Senkung von Steuersätzen vorschlägt, warnt die gleiche Sorte von Journalisten vor „Steuergeschenken“. Dabei handelt es sich nämlich im Gegensatz zur staatlichen Lust am großen Geldwurf um eine ganz schlechte Sache.
Die Liste ließe sich mühelos um viele andere Pärchen nach diesem Muster verlängern. Wer dieses Zwiedenk täglich über sich ergehen lässt, nimmt es irgendwann als Teil seiner Persönlichkeit an. Eine Dekonditionierung lässt sich vielleicht bei ein paar Wenigen erreichen. Aber um welchen Preis? Jedenfalls sollte jeder im Gespräch mit Bürgern, die ein Long-Tagesschau-Verhalten zeigen, vor allem bedenken, wie es zu diesem Zustand kommt.
In der „Truman Show“ rudert der Held am Ende über das Wasser auf den künstlichen Himmel des Riesenstudios zu, das er lange Zeit für die Welt hielt. Nach einer gar nicht so langen Fahrt stößt er mit seinem Kahn an die blaue Studiowand. In dem Moment weiß er, was er bis dahin nur vermuten konnte: Hinter dieser Kunstwelt muss eine viel größere und vor allem reale Welt liegen. In dem wesentlich komplexeren Mediensystem gibt es diese harte Wand nicht, auf die ein Insasse stoßen könnte. Es verlagert die hermetische Abschließung ins Innere seiner Konsumenten.
Deshalb, um es mit Noël Coward zu sagen: Don’t let’s be beastly to the Tagesschau- und SpOn-Lockins. Sie tragen an ihrer Kondition höchstens eine Teilschuld. Die Hauptverantwortung liegt bei denen, die sie prägen und formen.
Denn die wissen ziemlich genau, was sie tun.
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Andreas Rochow
07.06.2026Die herrschenden Kultur-Bolschewisten haben ein Problem: Sie wollen nicht als Bolschewisten erkannt werden. Dessen Ruf ist dabei dank Prof. Habermas so schlecht nicht. Die Mauerschützen-SED hat schließllich außer dem Gelben Elend in Bautzen oder einigen Stasi-Verliesen keine Gulags betrieben und nur auf unwertes Leben geschossen und ihre Inklusionsfähigkeit in die verhasste kapitalistische und demokratische Gesellschaft bewiesen. Sie hat sich folglich nicht gegen das als „Große Transformation“ verbrämte antidemokratische, herzjesu-bolschewistische Zerstörungswerk der weit überschätzten Physikerin(„“) aus dem Osten gewehrt. Sie gilt als voll integriert! Denn schon lange vor der Wiedervereinigung wurde im westlichen linken Salon dem Internationalsozialismus gehuldigt. Auf Marx und Che Guevara ließen sie nichts kommen. Bevor sie Minister in Linksparteien wurden, engagierten sich Intellektuelle (Pardon!) wie Ulla Schmidt oder Jürgen Trittin in ihren K-Gruppen. Die spätere SPD-Genossin Schmidt, wollte sich nicht auf „dieses“ Grundgesetz verbeamten lassen und zog eine SPD-Karriere vor. Nicht ohne zuvor mit dem ergrünten Genossen Trittin der Bundesrepublik Deutschland das Schulsystem des Massenmörders Pol Pot als „vorbildlich“ anzuempfehlen. – Alles vergessen und an die ewige Sprachlosigkeit delegiert! Damals schützte der Verfassungsschutz noch die Verfassung. Im Linksstaat können wir uns das nicht mehr leisten. Vielleicht ist es gut und heilsam, vielleicht beendet es die Sprachlosigkeit, dass dem Verfassungsschutz, der Organisation, die Gutachten über Nichtlinke verfasst, sie beobachtet und verfolgt, heute ein Mann indischer Herkunft vorsteht.
Die Landesverfassungen und das Grundgesetz werden bereits hektisch verändert, um es den demnächst neu Regierenden so schwer wie möglich zu machen, die Verfassung zu ändern!
Ein ganzes wiedervereinigtes Land wird zu Höhlenbewohnern, die glauben sollen, Dunja Hayali sei die Botschafterin aus der herzjesu-bolschewistischen Wirklichkeit. Vielen hat der stete Tropfen ARDZDFDLF bereits so gründlich das Urteilsvermögen zerschossen, dass sie süchtig darauf scheinen, belogen und bestohlen zu werden. Noch sehen mehr als die Hälfte der Höhlenbewohner Alternativen als störd und „gefährluch“ an. Und den Krieg gegen Deutschland und gegen Russland führen ja andereweswegen wir uns zu fügen haben. Bleibt die Frage: Wozu brauchen Bolschewisten noch mehr Messernarren? Reicht nicht das Trümmerfeld, das uns das Imperium des russischen Bolschewismus an Chaos und Zerfall beschert hat? Wir brauchen den offenen Historikerstreit, der offenlegt, dass der „Kampf gegen den Faschismus“ heute der machtvoll wie verlogene Hebel unbelehrbarer Bolschewisten ist!
Ohne diesen herrschenden Bolschewismus brauchten wir auch keine „Diskriminierungsbeauftragte“ ider eine korrupte NGO-„Zivilgesellschaft“, denn Diskriminierung ist ein elementares kognitives Werkzeug und der Demos ist unbestechlich und herrscht noch in der Bundesrepublik. Erkennt die Bolschewisten, die das ändern wollen und schmeißt sie aus dem Staatsfunk und aus den Regierungen des Landes! Noch habt ihr die Wahl, die Messerverharmloser abzuwählen!
Janos Martens
09.06.2026Nun, das ‚Gelbe Elend‘ steht nahe der Stadtgrenzen Bz’s – der pol. Knast im Zentrum, nahe der Bahnhöfe.
Die Empörung verstehe ich.
Die Mischung ist unklar.
MfG
Janos Martens
Andreas Rochow
11.06.2026Gern würde ich helfen, kann aber mit dem Hinweis auf Stadtgrenzen, Bahnhöfe und Mischung nichts anfangen. Meine „Empörung“ beruht auf der exklusiven DDR-Erfahrung, dass mit dem Ende des Faschismus, der Bolschewismus nicht gleichzeitig verschwand! Er nennt sich nur anders. Augen auf und das wird überdeutlich!
Werner Bläser
07.06.2026Ich glaube überhaupt nicht, dass die „wissen, was sie tun“. Keine Sekunde. Ich kenne diese Art von borniert-vernagelten Loony Left Figuren, seit ich sie Anfang der 70iger Jahre des letzten Jahrhunderts an der Uni. kennenlernen durfte, in Gestalt der 68iger. Ich war damals durchaus nicht konservativ, sondern für alle Seiten offen, habe mich unter anderem durch das ganze „Kapital“ von Marx gequält, St. Simon und die Frühsozialisten, Proudhon, Kautsky, Lukács…
Was ich feststellte: Es war unmöglich, mit Linken über diese Bücher zu diskutieren. Bei jedem einzelnen Buch, bei jedem einzelnen Linken, den ich zur Diskussion forderte, stellte sich heraus, die hatten diese Bücher nicht gelesen, allerhöchstens ein paar Seiten, meist Einleitungen. Sie kannten die meisten Autoren nur aus dürrer Sekundärliteratur oder vom Hörensagen.
Ein älterer Student sagte mir damals ganz offen, es sei nicht nötig, dieses Zeug zu kennen, ich müsste nur die richtige „Einstellung“ haben.
Aus meinen Debattierversuchen lernte ich eines recht schnell: Wenn ich feststellte, dass ein Teilnehmer ganz allgemein intellektuell arg ärmlich ausgestattet war und sich einzig und allein auf „Mundwerksblendwerk“; das Vorspiegeln von Wissen durch Rhetorik, verstand, war er mit 90prozentiger Wahrscheinlichkeit ein Linker.
Ich empfand auch deutlich, dass die weitaus meisten sich dieser Blenderei und ihrer Manipulationsversuche nicht bewusst waren. Denn um die eigene argumentative Unehrlichkeit einzusehen, braucht man zwingend eine gewisse intellektuelle Grundausstattung, die ihnen einfach fehlte. Die haben einfach keinen Blick für kognitive Dissonanzen.
Dasselbe starke Empfinden habe ich heute immer noch, wenn ich es über mich bringe, diesen Leuten zuzuhören.
Das sind „Überzeugungstäter“.
Die können nichts dafür. Insofern habe ich gelegentlich sogar so etwas wie Mitleid mit ihnen. Es sind in ihrer Mehrzahl, meiner Erfahrung nach, arme, verzogene Würstchen, die durch ihre psychischen Besonderheiten (um es mal freundlich auszudrücken) auf den Dreh gebracht wurden, mit rhetorischen Tricks und gespielter Moral den überlegenen Intellektuellen oder Volkspädagogen zu mimen.
Denen steht einfach kein anderer Weg offen, zu einem Selbstbild zu kommen, das auf Wichtigkeit und Anerkennung fußt.
Mifei
07.06.2026Störgefühl, das Wichtigste, was Leute mit einem engen Hirnkasten haben, die Kritik nicht auf den Begriff/ Punkt bringen können. Ich habe über 30 Jahre sehr gerne die SZ gelesen, ab ca 2012 mit leichtem Störgefühl, aber die ersten Artikel über die Krimannexion fuhren mir buchstäblich in den Magen: Ja, wollen wir denn Krieg mit Russland!? Verzicht auf SZ Lektüre hat mich nachgerade befreit, wenn dadurch auch in der Realität nichts besser/ anders wurde.
Wer aber mit Doppeldenk (umfassender als in bigotter katholischer Boomerzeit) in Schule und Medien aufgewachsen ist, dem braucht man ein Störgefühl wohl gar nicht abzgewöhnen.
Andreas Rochow
08.06.2026„Haltung“ ist unbedingte (totale) Unterwerfung unter die aktuelle linke, antideutsche, antikapitalistische, klimawahnsinnige woke-verdrehte Staatspropaganda. Die Besten aus dem Staatsfunk bemühen sich, Haltung machtvoll zu demonstrieren und Bürger ohne Haltung als Faschisten oder Leugner, bestenfalls Verfassungsfeinde zu verunglimpfen. Die öffentlich-hetzenden Spalter klagen über ein Klima von Hetze und Spaltung, das sie selbst erzeugen. TV-Hetze hat Konjunktur, der Adressat ist alles Deutsche, das uns seit Merkel ausgetrieben werden soll. Das Karussell der Propagandahetze und die staatlichen Denunziationsportale dreht immer schneller. Sie geben vor, den unbeliebtesten Kanzler mit einem mit heißer Nadel genähten Paragrafen 188 StGB zu schützen. Irre: Sie glauben, 1. dadurch seinen Beliebtheitsgrad zu erhöhen und 2. ihre „Unseredemokratie“ zu retten, indem sie die Redefreiheit mit Verbot, Zensur und Einschüchterung in eine Zustand versetzen, der NUR einem
Bolschewisten gefallen dürfte! – Ich bin sicher, dass es an Störgefühl bei den Bürgern nicht mangelt. Das allein ändert auch nichts an den sich zuspitzenden gesellschaftlichen Veränderungen. Mutimpulse gehen von den Panikpredigten des strauchelnden Kanzlers selbstredend NICHT aus! Wenn sich sein „Wir schaffen das!“ an die NGO-Zivilgesellschaft, Campact, den Staatsfunk und den Wahlkampf-VS richtet, ist es auch als reine Drohung zu verstehen. Dass er damit CDU-Wähler gewinnen kann, glaubt nur noch sein strachelnder Kulturstaatsminister vom Ludwig-Erhard-Gipfel. Die Merz-Regierung wagt es nicht, um Ablösung zu bitten. Sie wartet lieber auf den rettenden Kipppunkt. Die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sehen sie als ein Desaster an, das nur noch mit einen Notstand abzuwenden ist: Beispielweise mit einem Ad-hoc-AfD-Verbot. Da muss doch was zu machen sein!
Dozoern
09.06.2026Ich sehe nun seit gefühlt 70 Jahren die Tagesschau. Jeden Tag außer im Urlaub. Das Framing heutzutage ist unglaublich. Wer da von „Staatsfernsehen“ spricht, hat vollkommen recht. Es fängt mit dem Dauergrinsen an, das auch bei grausigen Nachrichten kaum nachlässt, geht über den besorgten Nanny Gesichtsausdruck, bis zu blankem Unsinn oder totalen Widersprüchen. Im zweiten singen die Moderatorinnen die Nachrichten, weil es Vertrauen schafft und signalisiert, alles nicht so schlimm. Da ich auch meinen Mausfeld gelesen habe, ist es für mich einfach, das zu durchschauen. Ich lache oft über die inhärente Widersprüchlichkeiten. Lachen befreit, und es baut Stress ab, der sonst aufkommen würde. Du bist was du liest! (Und du bist was du isst) Die Nur-Mainstream-Konsumenten haben einfach Angst, dass ihr Weltbild beschädigt wird. Sie können Kampf und Streit um Positionen schlicht nicht aushalten. Ihr Apell an Politiker in Leserbriefen lautet deshalb immer: Vertragt Euch! Sie glauben an den guten Nanny-Staat. Würden sie beginnen kritisch zu sein, wäre das mit Arbeit verbunden und mit Auseinandersetzungen im Freundeskreis. Der Ertrag davon scheint ihnen einfach nicht groß genug, um das Risiko faktisch und für ihre seelische, und eventuell physische, Gesundheit einzugehen. Lieber halten sie sich im Mainstream auf, das ist risikolos und die Dividende ist gesichert. Wen beschreibe ich? Den perfekten Mitläufer. Und was sagt Hannah Ahrendt dazu? Nicht Diktatoren machen Diktaturen, sondern Mitläufer machen Diktatoren. So weit sind wir noch nicht. Aber die Symbiose aus Massenmedien & Mitläufern weißt den Weg.
Werner Bläser
11.06.2026Nach Nowak ist nun ein zweiter spektakulärer Fall dazugekommen: die versuchte Köpfung eines Menschen durch einen Afrikaner in Belfast. Wir können alle sehen, was dort jetzt, die zweite Nacht in Folge, passiert. Ich hatte hier vor kurzem in den Raum gestellt, dass die Lage in Grossbritannien so explosiv sei, dass ich mir dort durchaus einen Bürgerkrieg oder eine Revolution vorstellen könnte, die dann auf den Kontinent überschwappt. Mancher wird das vielleicht als übertrieben angesehen haben, aber ich fühle mich durch die Entwicklung bestätigt. Die Briten, bei denen ich in den 70iger Jahren eine Zeitlang studierte, haben nicht den den deutschen schafsgeduldigen „Nationalcharakter“. Bei uns im College verging fast kein Tag ohne Prügelei. Unter angehenden Akademikern!
Engländer gegen Schotten, Engländer untereinander, Starke gegen Schwache. Als ich meinem britischen Kommilitonen Andy gegenüber mein Befremden ausdrückte, zuckte der nur mit den Achseln und meinte: „This is England!“
Nicht nur bei den Briten, auch in Frankreich, den Niederlanden und sogar mittlerweile im relativ migrationsfreundlichen Spanien scheint sich die „Volksseele“ langsam aber sicher auf den Siedepunkt zuzubewegen: „Enough is enough!“
Angesichts einer europäischen „Elite“, die in ihrer Mehrheit tiefgläubige Jünger der Klima- und Migrationsreligion geworden ist, scheint sich bei den „Untertanen“ der Eindruck zu verfestigen, den die radikale Linke in den 60iger und 70iger Jahren von Deutschland hatte: nämlich dass wir in einem „Schweinesystem“ (sorry, das war damals der Ausdruck) leben. Man meinte damit ein System, dass in weiten Teilen, von der Politik bis in die Justiz und die Polizei, moralisch verrottet ist. Kaum eine einzelne Figur symbolisiert dieses System heute so herausragend wie der britische Premier Keir Starmer, dem ehemaligen obersten Direktor der britischen Staatsanwaltschaft. Er ist das perfekte Hassobjekt, das wie kein zweites geeignet ist, die Untertanenwut zum Kochen zu bringen. Ähnliche Figuren, wenn auch nicht ganz dieses Kalibers, finden sich in Deutschland und Spanien, wobei in Deutschland ein sich entfaltendes wirtschaftliches Desaster und in Spanien Korruption hinzukommt.
– Was tun – würde Lenin fragen.
Diese bis ins Mark dekadente „Elite“ muss von den Schaltstellen entfernt werden; wo dies vorläufig nicht möglich ist, müssen sich die „populistischen“ Parteien mit den verständigeren Elementen unter ihr zu verbünden suchen, um einen Politikwechsel zu ermöglichen. In Frankreich taumelt das System, befeuert durch die drohende Staatspleite, erkennbar dem Untergang entgegen, in Spanien erodiert die Unterstützung für Sanchez, der die Wahlen ohnehin nur hauchdünn gewonnen hat, immer mehr.
– In Deutschland ist die Union in den Umfragen offenbar in einem unaufhaltsamen Abwärtstrend, die SPD sowieso. Um das Ruder herumzureissen und mit der wirtschaftsfreundlichen AfD in irgendeiner Form zusammenzugehen, um den ökonomischen Selbstmord Deutschlands zu verhindern, müsste die Union über mehr als ihren Schatten springen – sie müsste einen Anfall von Tollkühnheit haben, wofür diese politische Kraft eher nicht bekannt ist.
Durch die Brandmauer ist die Union sehenden Auges in die Falle der SPD getappt, in welcher sie zugrunde geht. Was wäre also ein Ausweg? Es kommt vor, dass Tiere, die mit dem Fuß in der Falle stecken, das taube und abgestorbene Glied abnagen, um sich zu befreien. Oder, um ein Beispiel aus einem alten Westernfilm zu nehmen: die Union ähnelt einem einsamen Reiter, der von einer Horde blutrünstiger Indianer gejagt wird. Nach einiger Zeit rasender Flucht kommt er oben am Rand einer gähnenden Schlucht an, in der unten ein mit Stromschnellen übersäter Fluss tobt. Kein Mensch würde es unter normalen Umständen wagen, da herunter zu springen.
Aber die Alternative ist: Marterpfahl und damit sicherer Tod – oder wahrscheinliches Ertrinken, aber wenigstens mit einer bescheidenen Überlebenschance.
Wie eine Umfrage (ich glaube, von Insa) vor kurzem ergeben hat, würde die Union bei einer Kooperation mit der AfD auf einen Wert irgendwo zwischen 17 und 18% fallen. Dabei würde sie gleichzeitig, nach meiner Schätzung, zwischen einem Fünftel und einem Drittel ihres Bonzenpersonals verlieren, also alle Merkelianer. Die erwartete Wählerstimmenzahl sieht nicht begeisternd aus, das ist klar, während der „Verlust“ der Merkeljünger eher wie ein Befreiungsschlag wirken könnte.
Aber die Situation sieht insgesamt schlimmer aus als sie ist, nach meiner Überzeugung.
Denn wenn ein Unions-AfD-Gespann den erwartbaren wirtschaftlichen Erfolg brächte, könnte sich die Lage der Union durchaus sogar wieder verbessern. Es hängt davon ab, ob die Union zurückfindet zu rationalem strategischen Denken und ob sie sie sich zu einem mutigen Schritt aufrafft.
Wie ich über den Buschtelegraphen höre (ohne Gewähr), gibt es bereits unter der Decke erste Fühlungnahmen zur AfD. Natürlich würde man für den Sprung in die Schlucht überzeugende, leicht vermittelbare Gründe brauchen, plus eine verbal verzuckerte Verpackung. Letztere könnte etwa darin bestehen, dass es für eine christliche Partei unangemessen wäre, politischen „Sündern“ kein Reue-, Besserungs- und Insichgehpotential zuzubilligen.
Die „Entschuldigung“ für den Sprung selbst könnte in einer absoluten wirtschaftlichen Notlage bestehen, die für nahezu alle erkennbar sein muss, in Verbindung mit „unmöglichen“ Forderungen der SPD.
Dementsprechend würde ich eine Kiste Champagner darauf verwetten, dass es viele in der Union gibt, die täglich zu Gott beten, dass er ihnen die klar ersichtliche Wirtschaftskatastrophe und die klar ersichtliche Intransigenz der SPD schenkt, so dass sie die Wendung zur AfD mit staatspolitischer Verantwortung und der absoluten ökonomischen Notlage begründen können.
A. Iehsenhain
11.06.2026„Bei ARD und ZDF reihern Sie in den ersten Sitzen“ lautete einst die ironische Erwiderung auf ein Selbstlob in anderer Reihenfolge der beiden bekanntesten Geldsaugeranstalten. Trotz aller Erklärungsversuche, bleiben Reichweite sowie Einfluss der öffentlich-rechtlichen Anpassung von Geschehnissen weiter ein großes Rätsel. Warum schaffen es tödlich langweilige Dummschwätzer, den Zuschauer oder Zuhörer in ein bizarres Gegenweltall zu lotsen, ohne dass einem auffällt, wie z. B. Zamperoni seit seinem Antritt im Fenster zum Anderswo permanent und egal zu welchem Thema eigentlich immer zu grinsen scheint? Liegt es an der Störung irgendeines unbekannten Netzhautrezeptors oder in den Flimmerhärchen der Ohren? Was könnte da die Ursache sein – höhere Mathemagie? Oder stelle ich mir das alles zu einfach vor? Jedenfalls könnten die Handschellen, welche die Polizei dem sterbenden Nowak anlegte, einer Episode des Films „Das Gespenst der Freiheit“ (1974) entsprungen sein. Ein inhaltlich verwandtes Kapitel in besagtem Bunuel-Film ist jenes von dem Scharfschützen, der von einem Hochhaus herunter unzählige Leute erschießt und nach seinem Todesurteil im Gerichtssaal selbigen sofort wieder verlassen kann. Dem anwesenden Publikum gibt er hinterher auch noch Autogramme. Vielleicht kriegen die Hinterbliebenen der Opfergruppe eines Nowak demnächst auch noch eine Rechnung nach Hause geschickt, um die Reinigung der entsprechenden Klingen zu bezahlen, weil diese ja schließlich vom Opfertäter mit seinem Blut besudelt wurden und selbiger zu seinen Lebzeiten obendrein auch noch Schweinefleisch gegessen hat?!
pantau
12.06.2026„Einordnungmedien“
Ich finde, an keiner Wortvorliebe lässt sich der Größenwahn, aber auch die Perfidie besser ablesen als am Begriff der Einordnung, der denselben Stallgeruch hat wie das vorhergegangene factchecking. Es ist der Habitus des Oberlehrers, der grüne und rote Häkchen verteilt und nun eben einordnet.
Dabei ist mir noch folgendes aufgefallen, nämlich dass es systematisch mit dem komplementären „Differenzieren“ und „Hinterfragen“ auftritt, aber sozusagen bei vertauschten Anlässen. Das Unsichere, tagesaktuelle wird gerne ideologiekonform eingeordnet, Konsens der Wissenschaft, unumstößliche Wahrheiten etcpp, während das relativ Sichere, Triviale, empirisch Selbsterklärende (biologische Geschlechter etwa) mit der Mahnung bedacht wird, das könne man auch anders sehen, da müsse man differenzieren, da gebe es Nuancen und Graustufen und wer beim Offensichtlichen und Trivialen der Tugend folgt, das Ding beim Namen zu nennen, ist der Populist.
Ich ermute beides zielt auf denselben Zweck: eine systematische Zerstörung der Begriffsbildung, die Zerstörung des eigenen Urteilsvermögens, eben damit sie die Hand ausstrecken und geführt werden von „Einordnungmedien“.