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1 Kommentar
  • Werner Bläser
    17.07.2026

    „Der erste Makel an Hobbes‘ Theorie ist die Vorstellung, der Leviathan habe nur ein einziges Gesicht. In Wirklichkeit ist der Staat janusgesichtig. Eines seiner Gesichter ähnelt jenem, das sich Hobbes vorgestellt hat… Das andere Gesicht jedoch ist despotisch und furchterregend. Mit diesem macht er seine Bürger mundtot, ist gegenüber ihren Wünschen gleichgültig. Er dominiert sie, sperrt sie ein,… er stiehlt die Früchte ihrer Arbeit oder lässt zu, dass andere sie stehlen…“
    (Acemoglu/Robinson, Gleichgewicht der Macht. Der ewige Kampf zwischen Staat und Gesellschaft)

  • Werner Bläser
    17.07.2026

    „Das Unternehmen, alte Meinungen und Lebensregeln auf einmal auszurotten, ist allemal ein gewagtes Spiel, wobei der Verlust gar nicht zu berechnen ist. Der Mensch wird dadurch augenblicklich in ein unbekanntes Meer geworfen, wo er ohne Kompass umher irrt, wo er nicht Klippe, nicht Hafen mehr unterscheidet.“
    (Edmund Burke, Betrachtungen über die französische Revolution).)

  • Werner Bläser
    18.07.2026

    Der demokratische Staat in seiner degenerierenden Form „überzieht die Gesellschaft mit einem Netz kleiner, komplizierter, winziger und einheitlicher Regeln, durch die selbst die originellsten Geister und tatkräftigsten Charaktere nicht dringen können, um sich aus der Masse zu erheben. Der Wille des Menschen wird nicht gebrochen, sondern gemildert, gelenkt und geführt; die Menschen werden selten zum Handeln gezwungen, aber ständig daran gehindert. Eine solche Macht zerstört nicht, sondern verhindert Existenz; sie tyrannisiert nicht, sondern unterdrückt, schwächt, erstickt und betäubt ein Volk, bis jede Nation zu nichts anderem als einer Herde ängstlicher und fleißiger Tiere verkommt, deren Hirte die Regierung ist.“
    (Tocqueville).

  • Werner Bläser
    19.07.2026

    Was könnte älter und weiser sein als die ehrwürdigen Schriften des Buddhismus? Nun also:
    „Edle Wesen, die aus Liebe und Mitgefühl hervorgehen…arbeiten… frohgemut hier für das Leben anderer, ohn zu wanken…
    Zum Wohle der wandernden Wesen will ich den Frieden unvergleichlicher Erleuchtung erlangen. Mit einem Gebet unerschütterlichen Erbarmens gebe ich meinen Körper hin“
    Und der Bodhisattwa tötete sich selbst, um mit seinem Körper eine hungernde Tigerin und ihre Jungen zu füttern.
    Diese bekannte Geschichte findet sich in mehreren altindischen Schriften, hier aus der Sutra des glänzenden (goldenen) Lichts, Kap. 18, zitiert.
    Was erstaunlich ist: bisher wurde übersehen, dass der Buddhismus eine deutsche Erfindung ist. Denn nur ein Deutscher ist so verrückt, sich selbst für wild- und artfremde Lebewesen aufzuopfern.