Zwischen der Zutoderettung des Buckelwals und dem Suizid durch Energiewende gibt es aufregende Parallelen. Wer sie versteht, versteht auch das Land besser, als es ihm womöglich lieb ist
Gerhard Henschels Standardwerk „Das Blöken der Lämmer. Die Linke und der Kitsch“, erschienen 1994 und heute nur noch antiquarisch zu ergattern, zeigte damals auf dem Titel weder ein Lamm noch einen Linken, sondern einen singenden Wal vor sinkender Sonne.
Die Titelillustration des Klassikers passt aus mehreren Gründen perfekt zum Deutschland des Jahres 2026, nicht nur wegen Timmy, dem ertrunkenen Meeressäuger, der vor seinem Ableben noch eine anderthalb Millionen Euro teure und vier Wochen andauernde teure SM-Behandlung verpasst bekam.Vermutlich ahnte selbst der ziemlich fantasiebegabte Henschel seinerzeit nicht, dass sich die Kitsch- und Ideologiekrempel-Obsession Jahrzehnte später nicht mehr nur auf das harte linke Lager beschränken würde. Die Verdrängung der Rationalität durch das Selbstgefühl findet sich heute in fast allen Milieus, sie bestimmt weite Teile von Politik und Medien und mutmaßlich auch die Zukunft dieses Landes. Davon legt der tote Timmy lebendiges Zeugnis ab, die deutsche Energiepolitik, fast jeder Tagesthemenkommentar, aber eben auch die Einlassungen äußerlich ganz normaler Bürger, die am Ostseestrand fest daran glaubten, der schon halbtote Buckelwal würde ihre nachgemachten Gesänge nicht nur hören, sondern auch dankbar aufnehmen. Der gleiche Phänotyp hält es auch für einen Erfolg, wenn deutsche Solaranlagen einen Stromüberfluss erzeugen. Dass dieser Überfluss beispielsweise am sonnigen, aber verbrauchsarmen 1. Mai für eine Entsorgungsgebühr von bis zu 499 Euro pro Megawattstunde ins Ausland gedrückt wurde, damit daheim das Netz nicht zusammenbricht, halten sie
a) für Zauberey der erzbösen Gaskathi in Berlin
b) Desinformation
oder
c) ein kleines Opfer für eine übergroße Sache.
In Deutschland herrscht nämlich traditionell eine Vorliebe für Übergrößen, sobald es um Visionen, Ideen und raumgreifende Operationspläne geht. Die meisten Zeitgenossen sehen vermutlich auch kein Problem darin, a bis c gleichzeitig zu glauben.
Um die Energiewende, die wirtschaftliche und auch geistige Entwicklung des Landes besser zu verstehen, müssen wir an dieser Stelle noch kurz die Timmypassion nacherzählen. „Sie war weder kurzweilig noch langweilig, sie war eine hermetische Geschichte“ (Thomas Mann an einem anderen Ort). Am 3. März tauchte der Buckelwal vor Wismar im flachen Wasser auf, behindert durch Seile und Netzteile im Maul, die ihm aber von Helfern entfernt werden konnten. Dann legte er sich auf verschiedene Sandbänke, erst in der Timmendorfer Bucht (daher sein Name), später wieder vor Wismar und dann nahe der Insel Poel. Am 7. April geben echte Experten dem Tier nur geringe Überlebenschancen. Sie weisen auch später mehrfach darauf hin, dass ein Wal aus bestimmten Gründen immer wieder ins Flachwasser schwimmt: nämlich, um sich dort auszuruhen, weil ihm die Kraft zum Schwimmen fehlt. Bekanntlich müssen die Meeressäuger regelmäßig zum Atmen an die Oberfläche. Dieser Kraftanstrengung entgehen sie auf der Sandbank. Es handelte sich also um ein geschwächtes und höchstwahrscheinlich krankes Tier.
Nach dieser Feststellung läuft der Rummel rund um Timmy erst so richtig an. Leute, die sich als Helfer bezeichnen, verfolgen den Plan, den Buckelwal von seiner Ruhebank zu zerren und ihn dorthin zu befördern, wo er offenkundig nicht hin will, nämlich ins tiefe Wasser. Zu diesem Zweck lärmt das Retterteam um ihn herum, Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus lässt sich zu dem Wal fahren und muss ihn unbedingt anfassen. Ein Meeresbiologe macht darauf aufmerksam, dass Krach für einen Wal, der vor allem per Gehör navigiert, eine Zumutung bedeutet, und dass man Wildtiere ohne wichtigen Grund nie anfassen sollte, weil das bei ihnen einen Fluchtinstinkt auslöst, der umso mehr Stress bedeutet, wenn die geschwächte Kreatur nicht fort kann. Mittenmang gibt es auch politische Misshelligkeiten; die Bundestagsfraktion der Grünen begreift Timmys Schicksal als Auftrag und Mahnung (oder umgekehrt), während der NDR die politische Instrumentalisierung des Wals durch Rechte beklagt. Einer der Flüsterer soll angeblich oder tatsächlich Verbindung in einschlägige Kreise unterhalten. Jedenfalls muss auch bei fortgesetzter Tierquälerei die Brandmauer stehen.

Ende April verabschiedet sich die aus Hawaii angereiste Tierärztin Jenna Wallace aus Protest gegen das Herumgestümpere rund um Timmy. Einer der Aktivisten, schrieb sie später auf Facebook, sei „so sehr damit beschäftigt gewesen, sich selbst zu filmen, zu telefonieren, mit Timmy zu sprechen und ihm in die Augen zu sehen, dass das Unternehmen beinahe zum Abschluss gekommen wäre: Er hätte beinahe mit der Schiffsschraube Timmys Fluke überfahren.“ Apropos Fluke, also Heckflosse: Eines der letzten Bilder auf dem Lastkahn zeigt später ein um die Fluke geschlungenes Seil, offenbar angebracht, um ihn daran ins Wasser zu ziehen. Ein Biologe wies später darauf hin, dass nur blutige Laien so etwas tun würden: Die Fluke des Wals sei nämlich nicht mit dem Skelett verbunden, sie kann also bei Zug leicht ein- oder sogar abreißen.
Am 28. April bugsiert der Trupp Timmy mittels umgelegter Feuerwehrschläuche auf einen mit Wasser gefüllten Lastkahn, eine sogenannte Barge, und schippert mit ihm gen Nordsee. Die Barge schaukelt im Seegang, das kranke Tier schlägt deshalb mit ziemlicher Sicherheit gegen die stählernen Wände. Am 2. Mai schließlich kommt Timmy 70 Kilometer vor Skagen irgendwie von Bord. Unter welchen Umständen, das wissen nur sehr wenige Augenzeugen. Denn ausgerechnet von dem großen Free-Willy-Moment existieren keine Bilder. Der an seiner Rückenfinne angebrachte GPS-Sender liefert keine Positionsdaten. Da er nur sendet, wenn der Wal zum Atmen auftaucht, liegt die Vermutung nahe, dass er den schnellen Ertrinkungstod starb, sobald er vom Kahn gezogen oder geschubst wurde. Womöglich stürzte er sich auch selbst in die Tiefe, um der brummdummen Angelegenheit ein Ende zu machen. Am 15. Mai treibt der Kadaver eines schon seit längerem toten Buckelwals vor der dänischen Insel Anholt. Es handelt sich um keinen anderen als Timmy. Zur Identifizierung taugt der GPS-Tracker immerhin. Erst jetzt stellt sich das wahre Geschlecht heraus, nämlich weiblich. Zu allem Überfluss wurde das Wesen also die ganze Zeit auch noch gemisgendert.
Von dem Gesamtergebnis distanzierte sich MediaMarkt-Chef Walter Gunz ein bisschen, der den größten Teil der Chose bezahlte. Offenbar ging ihm auf, dass sich die Aktion nur so mittelgut als Werbung für seine Firma eignet. Ohne das Großaufgebot von Walflüsterern und -flüsterinnen hätte sie aber nie in dieser Dimension anlaufen können. Über eine von ihnen, die Sonderpädagogin Andrea Maria Böttcher, schrieb die NZZ: „Für den Wal hat sie sich beurlauben lassen, schläft seit zwei Wochen im Auto auf der Insel, in Sichtweite immer Timmy.“ Hier erzählt Böttcher, Timmy habe „definitiv gerufen“; „mit Menschenkraft“ ließe er sich retten, wenn man nur wirklich wollte.
Eine andere Frau erklärte vor der Kamera, sie sei hinaus zu Timmy geschwommen und habe dort mit ihm mittels Walgeräuschen kommuniziert. Tränen fließen nicht erst nach der Strandung vor Anholt. Wenn überhaupt, dann flossen sie vor allem vorher aus Selbstrührung und via Social Media, zu sehen beispielsweise hier. Minister Backhaus vergoss zwar nicht direkt Zähren, erklärte aber öffentlich, er hätte Timmy „elfmal in die Augen geschaut“ und ihm/ihr Begleitung bis zum Schluss angeboten. Dann blieb er trotzdem lieber oberhalb des Wasserspiegels und überhaupt in Schwerin.
Für die hermetische Geschichte vom Wal gilt genauso wie für die noch unabgeschlossene Erzählung von der Energiewende, dass sie ohne die Aktivisten, Tränen, Selfies und ministerielles Handauflegen anders verlaufen wären, vor allem kürzer und weniger qualvoll. Die Entsprechung zu Andrea Maria Böttcher bei der Neuinszenierung von „Stirb langsam“ für die deutsche Volkswirtschaft heißt Michael Bloss, Europaabgeordneter der Grünen ,und seines Zeichens Energiespezialist. Das heißt selbstredend: grüner Energiespezialist. Auf X (wo er wie viele andere seiner Partei ausharrt) beklagte er neulich, was jeder weiß, der das deutsche Energiesystem versteht:
Dass die Strombörse an sonnigen und verbrauchsarmen Tagen, siehe oben, Negativpreise ausweist, liegt daran, dass dann vor allem Dach- und Balkonsolaranlagen, die sich nicht abregeln lassen, Strom ins Netz senden, den niemand nachfragt, und der sich nicht speichern lässt. Bloss hält ihn allen Ernstes für „kostenlos“. In Wirklichkeit handelt es sich um die teuersten Kilowattstunden überhaupt: Einmal vergütet sie erst der Netzbetreiber, der sie abnehmen und dafür staatlich festgelegte und von Robert Habeck noch eigens erhöhte Entgelte zahlen muss, die natürlich deutlich über null liegen. Die Differenz erstattet ihm der Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung, also der Steuerzahler. Um den Netzkollaps zu verhindern, muss die unbrauchbare Energie schnell ins Ausland – wie schon beschrieben für Entsorgungskosten von gut 500 Euro je Megawattstunde. Auch diesen Posten holen sich die Netzbetreiber aus dem steuergeldgespeisten Fonds, für den die Regierung 2026 gut 30 Milliarden Euro einplant. Mehr „Netze“ helfen gegen diesen Irrsinn sowieso nicht, Speicher in diesen Dimensionen, die man bräuchte, um den nutzlosen Strom aufzufangen, existieren weder heute noch gibt es sie morgen oder übermorgen.
Ein aktuelles Beispiel aus Niedersachsen kann das illustrieren: Erstens, was den Batteriespeicher Emmerthal in der Nähe des früheren Kernkraftwerks Grohnde, Niedersachsen selbst betrifft, und zweitens, was sich die Fraktion der Energiewender darunter vorstellt. Ein Portal behauptet, die Riesenbatterie würde „mehr leisten als einst das AKW Grohnde“, der Autor dort übersieht eine Kleinigkeit, wenn er die elektrische Nettoleistung des 2021 stillgelegten Meilers von 1,36 Gigawatt mit der Speicherkapazität der Großbatterie von 6 GWh vergleicht. Grohnde schickte die 1,36 GW pro Stunde ins Netz – und das, Wartungszeiten ausgenommen, 24 Stunden am Tag. Die Batterie leistet also bei ihrer Entladung etwa das gleiche wie das Kraftwerk an einem späten Vormittag. Abgesehen davon erzeugt ein Kraftwerk Strom, eine Batterie speichert und entlädt (was bei der Emmerthal-Batterie nur vier Stunden bis zur Entleerung dauert). Man sollte meinen, dass jeder Absolvent selbst des deutschen Schulsystems diesen Unterschied versteht. In Wirklichkeit verstehen ihn noch nicht einmal Politiker, in deren Hand dummerweise das Schicksal einer ganzen Volkswirtschaft liegt. In einer zweiten Mitteilung auf X empfiehlt Bloss: „Man könnte jetzt Netze und Speicher bauen.“
Wer immer sich hinter „man“ versammelt – Bloss gehört mit Sicherheit nicht dazu. Ausweislich seines Lebenslaufs erwarb er einen Master in „Globalisation and Development“, arbeitete für die UN, die grüne EU-Abgeordnete Franziska Keller und die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg, bis er 2019 selbst in das EU-Parlament einrückte. Irgendeine Lebensstation in der Privatwirtschaft oder generell eine wertschöpfende Tätigkeit lässt sich nicht entdecken, noch nicht einmal eine ultrakurze. Der Politiker, der prototypisch für die Grünen aller Parteien steht, hält also besonders teuren und sinnfreien Wegwerfstrom für hochwertvoll, andererseits aber auch kostenlos. Und obwohl die Blossenergie – vergleichbar etwa mit der Menschenkraft der Walversteherin weiter oben – kostenlos herbeiströmt, wirft er Wirtschaftsministerin Reiche vor, sie würde diese kostenlose Energieerzeugung durch Subventionskürzung kaputtmachen. Tatsächlich will Reiche die nicht von außen abregelbaren Dachsolaranlagen, die im wachsenden Maß das Stromnetz an seine Grenzen und womöglich bald darüber hinaus bringen, ab 2027 wenigstens nicht mehr vom Steuerzahler bezuschussen lassen. Bauen darf sie auch danach noch jeder. Warum die Anlagen überhaupt Staatsstütze brauchen, obwohl die Sonne doch keine Rechnung schickt – diese Frage würde unser Energieesoteriker in Brüssel vermutlich mit einem ähnlich gequirlten Redeschwall (nicht) beantworten wie eine hochengagierte Walquälerin, sobald sich ihr jemand mit Mikro nähert.
Auf X tippen ganze grünennahe Netzdivisionen trotz des angeblichen linken Auszugs aus der Muskhölle täglich das gleiche wie Bloss, nämlich die Siegesmeldung über den Überflussstrom, der die Überlegenheit der deutschen Energiewende beweist. Diese feste Überzeugung herrscht auch bei vielen Weltrettungsbegleitmedien des Landes. „Deutschland erstmals seit 2023 wieder Strom-Nettoexporteur. Deutschland hat im ersten Quartal 2026 wieder mehr Strom ins Ausland verkauft. Und erneuerbare Energien spielen dabei eine große Rolle“, meldet beispielsweise das Neue Deutschland der Spiegel. Wie schon in früheren Zeiten empfiehlt sich bei Triumphnachrichten der Blick ins Kleingedruckte. Laut Bundesnetzagentur importierte Deutschland zwischen dem 1. Januar und dem 14. Mai 2026 in Summe 23 458 Gigawattstunden Strom und exportierte 24 982 Gigawattstunden, es ergab sich also ein Exportüberschuss von 1524 GWh. Finanziell lag der Saldo für diesen Zeitraum bei minus 259,26 Millionen Euro. Das Austauschgeschäft kostete den bundesdeutschen Steuerzahler also eine Viertelmilliarde.
Das ergibt sich zwangsläufig, wenn ein Land den zum dunklen und trüben Jahresbeginn eher teuren Strom aus dem Ausland kauft, und dafür Energie über die Grenze schickt, die oft knapp über Null und gelegentlich auch minus 499 Euro kostet. Hier stoßen wir auf das Kernproblem: Viele Leute in Deutschland, von denen wiederum etliche an einflussreichen Stellen sitzen, verstehen den Unterschied zwischen Plus und Minus nicht, zwischen einem nützlichen und einem Wegwerfgut, zwischen einer Batterie und einem Kraftwerk, zwischen Erzeugungskosten direkt am Solarmodul und Windrad und den Systemkosten, die es verursacht, wenn Anlagen Strom nicht dann erzeugen, wenn ihn jemand braucht, sondern zu den Zeiten, in denen das Wetter gerade passt. Dieser ARD-Faktenfinder etwa vergleicht genau diese Gestehungskosten, die nicht das geringste über die Gesamtkosten – zusätzliche Stromtrassen, Speicher, Stromentsorgung – aussagen; die Gestehungskosten setzt sein Text für Windkraft bei vier bis fünf Cent pro Kilowattstunde an, die von Kernkraft bis zu 49 Cent (was in Wirklichkeit bestenfalls für Vollkosten von Neubauanlagen gilt). Bei dem Autor des Volksaufklärungsstücks Pascal Siggelkow handelt es sich übrigens um die ARD-Koryphäe, die den berühmten pflanzenförmigen Sprengstoff erfand.
In Niedersachsen versteht ein Grüner Umweltminister, der sich 2023 über die Abwrackung der letzten Atomkraftwerke freute, partout nicht, warum die CO2-Emissionen seines Landes wieder steigen. Sie verstehen es nicht und glauben an alles Mögliche, beispielsweise an das Netz als Speicher, das heilige Grundlasthuhn, Kernkraftelektronen, die das Netz verstopfen, oder gleich an stromerzeugende Fernseher, so wie auch eine herumröhrende Frau am Ostseestrand fest daran glaubt, dass Timmy sie ganz genau versteht. Weder der eine noch der andere Zustand lässt sich therapieren. Zu einem Bloss, Spiegel-Redakteuren mit Dyskalkulie und dem erkenntnisgehemmten Landesumweltminister in Hannover gesellen sich Figuren sonder Zahl, die einander sehr stark ähneln. Überall dort, wo sie wirklich wichtig wäre, herrscht nämlich in diesem Staat keine Vielfalt.
Zu der großen Riege gehört beispielsweise die grüne Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl, die in ihrer Parlamentsrede von 2021 das Verschwinden der Grundlast und Energieversorgung „angebotsorientiert“ in Aussicht stellte. Kotting-Uhl verdingte sich laut Vita eine Zeitlang als Dramaturgin bei der Landesbühne Baden-Württemberg, zeitweise betrieb sie auch eine „Familiengründung für ein alternatives Leben im Kraichgau mit Selbstversorgertendenzen“. Damals lachte man über sie. Heute nähert sich die Wirklichkeit ihren Visionen an. Und mit der Selbstversorgersache (was preppen heißt, wenn Nichtlinke es tun) bewies sie eine erstaunliche Weitsicht, zumindest im privaten Bereich.
Weiter oben stand: Grüne aller Parteien. Aus gutem Grund, denn es war schließlich eine nominelle CDU-Kanzlerin, die hervorragend funktionierende Kernkraftwerke auf den Müll beförderte. Und Leute, die es für eine prima Sache halten, dass Deutschland so viel Solarstrom erzeugt, dass es damit auch die Nachbarländer beschenken kann, finden sich mittlerweile in sehr vielen Wählergruppen und Gesellschaftskreisen. Aber die wirklichen Grünen bilden innerhalb dieses diffusen Feldes noch einmal einen ganz besonderen Kreis. Nirgends kommen Spökenkiekerglaube, Esospinnerei, Gemeinschaftskundelehrergerede, die buchstäbliche Unfähigkeit, eins und eins zusammenzuzählen, Moral im Doppelpack, grandiose Selbstüberschätzung und ebenso ausgeprägte Selbstrührung so reibungslos zusammen wie hier. Und auch die Fähigkeit, selbst das offensichtlichste Scheitern entweder wegzureden oder sogar als Erfolg auszutrompeten.
In seinem oben erwähnten Buch „Die Linke und der Kitsch“ zitiert Gerhard Henschel unter anderem Luise Rinser mit folgender Passage aus ihrem Lebenswerk: „Jetzt denke ich: daß unsere geschändete, vergiftete Erde uns immer noch Rosen schenkt! Diese unendliche Geduld. Diese unendliche Hoffnung. Ich knie in meinem Garten nieder, ich streichle die Erde, ich sage ihr Liebesworte, ich verspreche ihr, daß wir sie retten“ (Fade out). Rinser schrieb während der NS-Zeit schwülstige Huldigungslyrik („Wir jungen Deutschen, wir wachen, siegen oder sterben, denn wir sind treu!“), fälschte sich nach 1945 eine Widerstandsbiografie zusammen und lobte den nordkoreanischen Massenmörder Kim Il-sung für seine Menschlichkeit. Noch etwas später demonstrierte sie gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf; 1984 machten die Grünen sie zu ihrer Bundespräsidentenkandidatin. Wer den Erdenlauf dieses ausgepichten Lügenendlagers samt aller politischen Implikationen studiert, versteht schlagartig erstens den Charakter der Grünen und zweitens den gegenwärtigen Zustand des Landes vermutlich besser, als ihm lieb ist. Wem das wider Erwarten nicht reichen sollte, der sehe sich diese ultraseifige Milieustudie an.
Für die Bilanz der teutonischen Energiewende reichen drei Zahlen. Der deutsche Haushaltsstrom ist der teuerste in der EU, gleichzeitig aber auch der mit dem viertgrößten CO2-Abdruck.


Und wie das Statistische Bundesamt gerade bekannt gab, ging in der kurzen Zeit von Februar 2022 bis 2026 die Produktion der energieintensiven Industrie um 15,2 Prozent zurück, die der Industrie insgesamt um 9,5 Prozent. Deutschland exportiert Jobs und importiert die Emissionen von Produkten, die jetzt in China, Indien und anderswo entstehen. Diese wirtschaftliche Selbstzerstörung beeinflusst das Globalklima ungefähr so, wie dem Kadaver vor Anholt kalte Umschläge helfen. Bundesumweltminister Carsten Schneider, SPD, beklagt zeitgleich, dass Deutschland seine „Klimaziele“ nicht einhält. Wie schlimm, muss man sagen, stünde es auf diesem Feld der Ehre erst ohne Deindustrialisierung?
Zwischen der Energiewende und Timmy lassen sich viele Parallelen ziehen. Erstens, was Aufwand und Ergebnis betrifft, zweitens angesichts der Tatsache, dass beide als Rettungsobjekte galten beziehungsweise immer noch gelten, und das trotz der Kostenlosenergie galore. Drittens, was den mentalen Zustand der jeweiligen Retter betrifft: hier wie da glaubt man an den Triumph des Willens. Die selbstbescheinigte moralische Exzellenz rechtferigt in beiden Fällen das Unternehmen, was in Klammern heißt: auf die praktischen Resultate kommt es gar nicht so sehr an. Die jeweiligen Aktivistenkreise überschneiden einander nur. Aber sie eint ein und dieselbe Gefühlsmatrix. Und schlussendlich liegt die Engführung darin, dass beide Zirkusvorstellungen nirgendwo sonst in der Welt stattfinden. An den diversen Atlantikküsten kommt es jedes Jahr zu hunderten Walstrandungen. Überall betrachtet man sie nüchtern als Teil der Natur,
jedenfalls kam niemand weit und breit auf die Idee, ein Tier tagelang über den Styx zu fahren, um es dann wie eine deutsche Megawattstunde zu verklappen. Selbst in Deutschland kam früher keiner auf diesen Gedanken. Nur hier reißen sich Selbstgerührte das Derrière auf und dem Wal fast ab. Ach ja: der Wal könnte wegen der Faulgase jeden Moment mit einem großen Knall in die Luft fliegen. Die deutsche Antiphysikwende möglicherweise auch, wobei: „So machen Rechtspopulisten Angst vor einem Blackout“, heißt es einerseit in vielen Qualitätsmedien, die andererseits auch die Empfehlung drucken und senden, Wasser- und Essensvorräte für mehrere Tage anzulegen und ein Batterieradio bereitzuhalten.
Immerhin: Die große Timmy-Session zahlten zwei Millionäre privatim. Für die deutsche Energiewende berappen viele der 83,5 Millionen Einwohner dieses Landes privat, aber nicht freiwillig. Einige profitieren, manche sogar außerordentlich, denn Geld verschwindet bekanntlich nie, sondern wechselt nur die Taschen, aber selbst ein paar dieser vorläufigen Gewinner könnten sich ganz am Ende unter den Verlierern wiederfinden.
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Horst Hauptmann
23.05.2026Göttlich, Herr Wendt, vielen Dank für diesen Beitrag.
Deutschland ist im Eimer, das kann man wie Timmy nur noch zu Tode tätscheln. Möge es schnell gehen – schmerzlos wird es leider nicht.
Wie kann ein ganzes Volk (zu wiederholten Male) so dumm sein und sich von Scharlatanen über die Klippe treiben lassen?
Spende ist unterwegs, damit Sie noch mehr solcher messerscharfen Analysen schreiben können.
Scepticus
23.05.2026Zitat:“Wie kann ein ganzes Volk (zu wiederholten Male) so dumm sein und sich von Scharlatanen über die Klippe treiben lassen?“
Die traurige Antwort: Einerseits „dank“ der links/regierungsnahen Medien, die das, was Herr Wendt schilderte, von den Schreiberlingen (ehemalige Journalisten) nicht erkannt und nicht berichten. Zudem: „dank“ des Unvermögens der Mehrheit der Bürger, sich selbständig eine Meinung bilden zu können, sondern sich auf die oben genannten Medien (blind) zu verlassen. Die wiederum wissen/vermuten das und kommen ihrer Aufgabe, wahrheitsgemäß, umfassend und neutral zu berichten, weiter nicht nach. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing… Noch immer gültig.
Schilling Dieter
23.05.2026Tönet Zimbeln und Schalmeien,
flechtet Kränze ihm ins Haar,
laßt ins Wendtland uns nun wallen,
Alex ist der Superstar!
Vielgeliebter, hochgeachteter Herr Wendt!
Worte können nicht genug ausdrücken was ich empfinde, wenn ich, wie heute, Ihre Essays
genießen kann, die mir so sehr den Tag vergolden.
Andererseits muß ich natürlich auch gestehen, daß durch Ihre literarische Arbeit in mir die niedersten Instinkte geweckt werden, die meine Verachtung über diese Mischpoke nur ungenügend ausdrücken können!
Quousque tandem! Wie lange müssen wir diese linksgrüne gesellschaftspolitische Zumutung noch ertragen?
Johnny Rebel
23.05.2026„wenn er die elektrische Nettoleistung des 2021 stillgelegten Meilers von 1,36 Gigawattstunden“
Nein, die Leistung ist GW. 1.36 GWh pro Stunde ist 1.36GWh/h, was 1.36 GW ist
Andreas Rochow
23.05.2026„Herr Wendt, kommen Sie uns doch bitte nicht mit Fakten, die nur Wasser auf die Mühlen der Demokratiefeinde sind! Schrottstrom zu bezahlen ist eine solidarische Pflicht des Steuerbürgers, genannt EEG. Das schafft Trost und Zusammenhalt in Elend und Repression. Bisher läuft es doch bestens! Mag das eine oder andere Argument Ihrer Kritik auch stimmig sein, muss es doch nicht gleich dafür herhalten, die Weltrettung der Grünen Sekte zu sabotieren! Denken Sie an die vielen Menschen, die durch das grüne Projekt Lohn und Brot haben. Und es ist noch Kohle (Geld) da wie Sand am Meer! Wir Klimabolschewisten schmeißen nicht ohne Not hin! Not ist unser Druckmittel! Wir werfen das Geld für die (Agora) Energiewende raus, damit es nicht Klimaleugnern und nichtlinken Demokratiefeinden in die Hände fällt. Wir schaffen das! Wir sind lauter! Wir haben noch Reserven.“
Zugegeben ein fiktiver Monolog, der die Hegemonie der Zerstörer aufspießt und die Hirn- und Gnadenlosigkeit der Klimabolschewisten vom Habeck-Typ anprangern will. Möglicherweise geschuldet der Wieder-Lektüre von Klaus Hornung „Das totalitäre Zeitalter“, Berlin – Frankfurt/Main 1993. Der Wal-Hype ist in diesem Zusammenhang das Warnsymptom der heillosen psychotischen Irrealität, der heiligen Raserei, in die sich totalitäre Bewegungen immer wieder hineingesteigert haben. Noch tut die Regierung so, als müsse sie mit Hunderten von Millionen einen NGO-Untergrund hochrüsten, dmit die Demokratie am Leben(!) bleibt. Sie weiß, dass sie das genaue Gegeenteil damit anrichtet: Die Vollendung des fundamentalen Zerstörungswerks, das Angela Merkel mit der CDU im Jahr 2011 losgetreten hat! Freilich kann man das auch völlig anders sehen. Nun steht es aber hier.
Dozoern
23.05.2026Wenn es dem Esel zu wohl wird geht er auf‘s Eis! Es gibt in diesem Land einfach zu viele Menschen, denen es zu gut geht – und die nichts dafür können. Ein großer Teil der Wähler der „Grünsekte“ besteht aus den 5,5 Mio Staatsbediensteten. Der Rest sind Minderleister oder Totalverweigerer in Form von Alt-Kommunisten, Alt-Maoisten, Konsumkritikern, Natur-Idealisten und DDR-Nostalkiker. In einem Staatswesen mit Verhältniswahlrecht ist es leicht, damit politisches Gewicht zu erreichen. Wenn die Vielzahl der Wähler politisch apathisch ist, nimmt das Verhängnis seinen Lauf: Eine extreme Minderheit zwingt der Mehrheit ihren Willen auf. Dann greift der Wahnsinn um sich wie bei den Wiedertäufern oder den Bilderstürmern. Dann werden Atomkraftwerke gesprengt, Gaskraftwerke in die Luft gejagt und Schimären nachgejagt. Bis die apathische Mehrheit aufwacht ist alles vernichtet. Deutschland ist für solche idealistischen Kinderreien besonders empfänglich.
Herr Neumann
24.05.2026Grandios! Vielen Dank.
Oskar Krempl
24.05.2026Ein weiteres Meisterwerk aus der Feder von Alexander Wendt. Punktgenau und beißend.
Die Dummheit stirbt vermutlich erst mit dem letzten Menschen aus.
Als Fazit:
Gute Nacht Deutschland und es wird eine sehr lange Nacht werden (etwa in der Größenordnung eines nuklearen Winters).
Dieser Zeitraum wird als eine Zeit der Vollidioten in die Geschichtsschreibung eingehen.
Klaus Dittrich
24.05.2026Auch über diesen Text von Alexander Wendt kann ich nur ein „magna cum laude“ ausschütten.
Es bleibt aber die Erkenntnis „jedes Volk hat die Regierung, die es verdient“. Auch wenn all zu gern mit dem Finger „nach oben“ (durchaus berechtigt) gezeigt wird – Mehrheitlich halte ich die Deutschen für denkfaul, politikapathisch und mit einem eingeimpften Untertanengeist. Ohne jemandem nahe zu treten – nur wer in der Öffentlichkeit kritische Diskussionen sucht, kann (vielleicht) etwas ändern. Leider zeigen viele (echte wie auch selbsternannte) Intellektuelle nur Interesse am öffentlichen Auftritt, wenn Kameras und Mikrofone (s. „Walflüsterer“) anwesend sind. Dann erst ist man „Experte“.
Peter Thomas
24.05.2026Du siehst auf ein Land, das gerade noch irgendwie funktioniert.
Es pfeift auf dem letzten Loch, aber es pfeift noch, weil noch Substanz da ist.
Aber die Substanz schmilzt und zerfällt, schneller mit jedem Tag.
Die Substanz vergeht schneller, als neue Orden für die GröKaz gepreßt werden können.
Du stehst da und siehst, wie jede politische Entscheidung die Vernunft verhöhnt.
Jede politische Entscheidung.
Ist anti-rational, verderblich, zerstörerisch, verbrecherisch.
Du stehst da und siehst, daß das alles ins Verderben führen muß.
Noch bist du satt, noch läuft der Kühlschrank.
Doch es wird ein Ende haben.
Strahlend schön ist der Pfingstsonntag.
Der Milan fliegt übers Haus.
Der Milan lügt nicht.
Der Milan spricht nicht, er ruft.
Die die sprechen lügen.
Wer FDGO sagt lügt.
Und die größte Lüge? Vielleicht das Wort „Freiheit“?
Keiner in Berlin tut den Mund auf, ohne daß die Balken sich biegen.
Und du stehst und siehst auf das was kommen muß und drohst zu verzweifeln.
Ist es das, was sie wollen?
–
Glauben die im Ernst, daß sie ihre schreckliche Ernte einbringen werden?
„Verachtung nach unten.“
Grinsen sie einander an?
Sie haben die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht.
Pfingstsonntag.
Der Milan fliegt übers Haus.
Den letzten Milan werden sie nicht geschreddert kriegen.
Und den letzten Wal nicht totgeschunden.
Denn ihr Reich ist gezählt, gewogen und geteilt.
Hajo Blaschke
24.05.2026Herr Wendt, Sie sind ein Journalist von ausgezeichneter Qualität, das gebe ich aus vollem Herzen zu. Leider verfallen Sie immer wieder zu Verunglimpfungen von Personen, die nicht in Ihr Weltbild passen als kommunistische Massenmörder, schiitische Diktatoren und Zerstörer der nationalen Wirtschaft, wie in Kuba.
Ich kann mich natürlich irren, aber ich glaube nicht, dass Sie das aus eigener Erfahrung kennen. Sie geben damit wohl eher Zusammengetragenes aus Mainstreammedien wieder, wodurch Sie die Strahlkraft Ihrer Recherchen verdunkeln. Denn ich kann nicht glauben, dass Ihnen die Propaganda dieser Medien nicht bekannt sein sollte.
Schilling Dieter
25.05.2026Is ja interessant,Herr Blaschke.
A.Wendt „verunglimpft“ also Typen wie z.B. Stalin (ca.30 Mio.Tote,Ermordete) als „kommunistische Massenmörder“,das islamistische Pack im Iran und anderswo als“Diktatoren“ und kommunistische Kriminelle wie den Castroclan in Kuba als „wirtschaftliche Zerstörer“,die seit über 60 Jahren auf dieser einst so herrlichen Insel ihr Unwesen treiben.(weil er ja nur Zusammengetragenes aus MSM wiedergibt)
Lt.Ihrer These dürfen nur Zeitgenossen(also aus „eigener Erfahrung“ ) von A.Hitler diesen verhurten Bastard „verunglimpfen“.
Verschonen Sie uns in Zukunft mit solchen Schwurbeleien in der Kommentarspalte.
Außerdem heißt es „verfallen in“ und nicht „verfallen zu“.
Hajo Blaschke
27.05.2026Danke, Herr Schilling! Ich freue mich sehr, dass Sie Klarheit in die Geschichte bringen. Und scheinbar s7nd Sie einer der größten Experten, was die Politiker der aus Ihrer Sicht falschen Seite betrifft. Warum vergleichen Sie nicht mit den Initiatoren der Ausrottung der Urbevölkerung Amerikas oder den Massenmorden der japanischen Soldateska in China oder Korea?
Der Grund ist, weil Sie darüber nichts in Ihren Massenmedien lesen.
Und wenn Sie schon der mutigen Meinung sind, an meiner Grammatik rumzufuschen, sollten Sie wenigstens die in der deutschen Orthographie geltenden Kommaregeln beherrschen. In Ihren eingeschränkten Beutschkenntnissen heißt es vielleicht „zerfallen in“, bei mir heißt es „zerfallen zu“.
Rainer Möller
25.05.2026Danke wie immer für die großartigen Zusammenfassungen. Ich selbst als Prepper bin sehr für private Solarenergie – deshalb wundere ich mich immer, wieso man Dach- und Balkonanlagen nicht herabregeln kann. Steckt da ein physikalisches Prinzip hinter oder ist nur die Technik noch nicht so weit (und sollte man noch auf die technische Weiterentwicklung warten)?
Ruppert Roman
26.05.2026Bald wird Energie günstig. Wale werden nicht mehr stranden. Die Natur wird auf dem linken Lungenflügel aufatmen. Bitte etwas Geduld
Werner Bläser
26.05.2026Die kurze Passage über Rinser ist entzückend. Sie sagt fast mehr über deutsche Mentalität aus als das ganze Buch von Safranski über Romantik. Man könnte fast meinen bei diesem Volk, das seine Ingenieure so viel an Rationalität aufbrauchen, dass für die anderen nichts übrigbleibt.
Aber apropos Timmy und den Weg allen Fleisches: Nur noch bei den JETZT über 70jährigen haben die Altparteien nennenswerte Wähleranteile. 2029 – sollten dann erst Wahlen stattfinden – wäre diese Bevölkerungsgruppe um 20 bis 25% dezimiert. Ist reine Mathematk, kein böser Wunsch von mir.
Rainer Zenke
27.05.2026Was hier noch an zu merken wäre:
Die Schriftstellerin Luise Rinser war eine bekannte Verfechterin der Naturheilkunde und praktizierte sowie thematisierte offen die Eigenurin-Therapie, auch in ihrem Buch „Reinheit und Ekstase“ (Auszug aus -was sonst?- Wikipedia).
Die Satirezeitschrift „Titanic“ sprach deswegen immer von Luise (Eigenu)Rinser .
Rechner
28.05.2026Ich glaube es ist so gemeint:
Leistung=1,36 GW=1,36G J/s. Das heißt pro Sekunde produziert das Kraftwerk 1,36G J an Energie. Wenn es das eine Stunde lang macht, dann hat es in dieser Stunde
E=P*t=(1,36G J/s)*3600 s=4896 GJ Energie zur Verfügung gestellt.
Das im Text angegebene „pro Stunde“ ist hier wohl nicht im Sinne von „geteilt durch Stunde“ gemeint. Physikalisch muss die Leistung mit der Zeit multipliziert werden.
Die Speicherkapazität von 6 GWh ist direkt eine Energie. Nämlich (6 G J/s)*3600 s=21000 GJ.
Das Kraftwerk könnte die Batterie also innerhalb von 21000/4896=4,289…. Stunden aufladen. Bzw. die Batterie kann das Kraftwerk reichlich 4 Stunden ersetzen. Dann ist sie leer.
Viele Grüße